Bild zum Thema Verkehrssicherheit

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Das Auto der Zukunft rollt an

Wenn Datensicherheit zur Verkehrssicherheit wird...

Das Auto der Zukunft fährt automatisiert. Ein Trend, der auch in Süddeutschland Fuß fassen wird – und für den schon jetzt Vorkehrungen getroffen werden müssen.

Für Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann ist klar, dass der Mensch als Fahrer fehlbarer sein kann als ausgereifte technische Systeme. Aber, so Herrmann Kongress der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) „Automatisiertes Fahren – Datenschutz und Datensicherheit“:  „nur Technologien, die schon unter allen denkbaren Bedingungen unserer komplexen Verkehrswelt erprobt sind, darf die Verantwortung für Leib und Leben der Fahrer und das aller anderen Verkehrsteilnehmer anvertraut werden“.  Straßen seien nicht der Ort für ‚Betaversionen aus dem Programmierlabor‘.

Dem bayerischen Verkehrsminister geht es dabei vor allem um das Thema Datensicherheit. Diese bedeute beim vernetzten und automatisierten Fahren nichts anderes als Verkehrssicherheit und werde damit zum absoluten Gebot, bei dem es keine Relativierungen geben dürfe: „Missbrauch und Manipulation müssen unabdingbar verhindert werden, da sonst die Sicherheit im Straßenverkehr gefährdet werden könnte.“

Die zentralen Stichworte seien deswegen die Verschlüsselung und Anonymisierung von Daten. Herrmann forderte gemeinsame Anstrengungen für verstärkte Datensicherheitsforschung: „Sie soll unter anderem die Analyse und Schwachstellen von Fahrzeug-IT-Systemen sowie Maßnahmen zur Schließung von Sicherheitslücken erfassen.„

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Podiumsdiskussion auf dem vbw-Kongress zum Thema „Automatisiertes Fahren“ am 01. August 2016 im Haus der Bayerischen Wirtschaft; Teilnehmer (von links): Bertram Brossardt (Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.), Joachim Herrmann MdL (Bayerischer Staatsminister des Innern, für Bau und Verkehr), gerade am Mikrofon, Prof. Dr. Winfried Bausback (Bayerischer Staatsminister der Justiz), Moderator Sven Afhüppe (Handelsblatt), Klaus Fröhlich (Mitglied des Vorstands, BMW AG), Prof. Dr. Dirk Heckmann (Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Sicherheitsrecht und Internetrecht, Universität Passau) und Prof. Dr. Michael Waidner (Institutsleitung Fraunhofer SIT, Darmstadt)

Herrmann prognostizierte, dass anders als heute das Auto der Zukunft nicht bei einem bestimmten Auslieferungsstand stehenbleiben könne. „Unabhängig von den gewohnten Lebenszyklen und Wartungsrhythmen eines herkömmlichen Autos müssen kontinuierliche Update-Prozesse der Datensicherheit selbstverständlich werden, um über den jeweils bestmöglichen Stand der Technik zu verfügen.“

Damit die vielversprechende Technologie des vernetzten und automatisierten Fahrens bei den  Bürgern Akzeptanz findet, müsse das in Deutschland hohe Datenschutzniveau auch in Zukunft sichergestellt werden. Hierzu sei ein enger Austausch zwischen Wirtschaft, Datenschutzbehörden und Politik wichtig. „Beim automatisierten und vernetzten Fahren haben Datenschutz und Datensicherheit oberste Priorität. Und gerade deshalb begleitete die Bayerische Staatsregierung die Beratungen zur EU-Datenschutzreform mit großem Engagement
und wird dies in Zukunft auch bei anderen Entwicklungen tun.

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Für Joachim Herrmann, Bayerischer Staatsminister des Innern, für Bau und Verkehr, ist klar, dass der Mensch als Fahrer fehlbarer sein kann als ausgereifte technische Systeme. Doch die Technologie, die eingesetzt würde, müsse unter allen denkbaren Bedingungen erprobt sein.


Bayerisches Staatsministerium des Innern

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Fax. +49 (0)89 / 2192-122 25
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