Infrastrukturprojekte mit Förderkrediten finanzieren

Birgit Zeidler, Expertin der LfA Förderbank Bayern, spricht über aktuelle Möglichkeiten

Eine leistungsfähige Infrastruktur ist eine Grundvoraussetzung für einen attraktiven Wirtschaftsstandort. Die LfA Förderbank Bayern steht Kommunen bei Investitionen in eine moderne Infrastruktur zur Seite. Birgit Zeidler, LfA-Expertin für Infrastrukturfinanzierungen, verrät Details über das Förderangebot und aktuelle Herausforderungen für Kommunen.

Die Zinsen sind derzeit sehr niedrig. Warum sind Förderkredite trotzdem für Kommunen interessant?

Im Jahr 2016 hat die LfA 184 bayerischen Kommunen rund 141 Millionen Euro an Förderkrediten für Infrastrukturprojekte zugesagt. Die Förderkredite sind also gefragt, weil sie für Städte und Gemeinden viele Vorteile bieten. So sind die Laufzeiten mit 10, 20 und 30 Jahren sehr lange und die Konditionen äußerst günstig. Je nach Laufzeit können die Kommunen bis zu zwei, drei und fünf Tilgungsfreijahre in Anspruch nehmen. Der Finanzierungsanteil der LfA kann bis zu 100 Prozent betragen. Bei größeren Projekten unterstützt die LfA Kommunen zudem als Partner in Konsortialfinanzierungsrunden zusammen mit anderen Banken.

 

Welche Projekte können Städte und Gemeinden mit einem Förderkredit finanzieren?

Mit unserem Basisangebot können wir beispielsweise kommunale Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur, die Ver- und Entsorgung wie den Bau einer Kläranlage oder in die touristische Infrastruktur fördern. In Spezialprogrammen wie zum Beispiel zur Bewältigung der Energiewende fördern wir Maßnahmen, die zu einer Energieeinsparung von mindestens 20 Prozent führen. Das kann zum Beispiel die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Lampen sein oder die Umstellung auf erneuerbare Energieträger. Nicht fördern können wir aus beihilferechtlichen Gründen Investitionsvorhaben in Bereichen, in denen Kommunen, deren rechtlich unselbständigen Eigenbetriebe oder kommunale Zweckverbände eine wirtschaftliche Tätigkeit ausüben. Doch auch hier prüfen wir jeden Einzelfall auf individuelle Möglichkeiten.

 

Der Ausbau der Breitbandnetze ist aktuell für die Kommunen eine besondere Herausforderung. Wie unterstützt die LfA bei diesem Thema?

Schnelles Internet ist für einen Wirtschaftsstandort von strategischem Interesse. Und der Ausbau ist mit erheblichen Kosten verbunden. Die LfA unterstützt die Gemeinden mit dem Infrakredit Breitband. Damit begleiten wir das Zuschussprogramm des Bayerischen Finanzministeriums auf Basis der Bayerischen Breitbandrichtlinie beziehungsweise der Kofinanzierungs-Breitbandrichtlinie. Mit dem Förderkredit kann der über den Zuschuss hinausgehende Eigenanteil der Gemeinde mit besonders günstigen Zinssätzen und langen Laufzeiten finanziert werden. Das Angebot ist sehr gefragt. Allein im vergangenen Jahr sind die Zusagen um über 60 Prozent gestiegen.

 

An wen können sich Kommunen bei Fragen wenden?

Die Förderkredite werden direkt bei der LfA beantragt. Bei Fragen können sich die interessierten Kommunen kostenfrei an das Team Infrastrukturfinanzierung der LfA unter der Nummer 089/2124 1505 oder per E-Mail unter infra@lfa.de wenden.

Weitere Informationen gibt es unter www.lfa.de/infrastruktur.

Birgit Zeidler, Expertin der LfA Förderbank Bayern

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10. Juli 2017


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