Die Integrierte Leitstelle von dem Schwarzwald-Baar-Kreis.

Die Integrierte Leitstelle Schwarzwald-Baar-Kreis ist ab sofort für das Notrufsystem „emergency call“ (eCall) ausgestattet.

Der Schwarzwald-Baar-Kreis hat jetzt eCall

Das System verbessert die Sicherheit aller Autofahrer bei einem Unfall

Die Integrierte Leitstelle Schwarzwald-Baar-Kreis kann ab sofort Notrufe entgegen nehmen, die über den „emergency call“, auch eCall genannt, ausgelöst werden. Beim eCall handelt es sich um ein automatisches Notrufsystem für Fahrzeuge. Seit 31. März mussten die Autohersteller dieses System aufgrund von EU-Vorschriften in alle neuen Fahrzeuge einbauen. Alle Notrufleitstellen, die den Notruf 112 entgegennehmen, mussten ihre Technik bis zum 31. März aufrüsten, um eCalls empfangen zu können. Dieser Anforderung wurde auch die Integrierte Leitstelle Schwarzwald-Baar-Kreis, die durch den Schwarzwald-Baar-Kreis und die Deutsche Rote Kreuz Rettungsdienst Schwarzwald-Baar gGmbH gemeinsam betrieben wird, pünktlich gerecht.

 

„Das eCall System verbessert die Sicherheit aller Autofahrer bei einem Unfall in unserem Landkreis. Wir können somit gerade in unserer schwierigen Topographie die Einsatzkräfte noch schneller und zielgerichteter zum Einsatzort koordinieren“, so der Ordnungsamtsleiter des Landratsamtes Arnold
Schuhmacher und der Geschäftsführer der DRK Rettungsdienst Schwarzwald-Baar gGmbH Winfried Baumann.

Wie funktioniert das eCall-System?

Verunglückt ein Fahrzeug, so wird von diesem automatisch ein Notruf zur Integrierten Leitstelle des Schwarzwald-Baar-Kreises aufgebaut. Der Notruf beinhaltet die GPS Position des Fahrzeuges, die letzten gefahrenen Meter sowie die Fahrtrichtung. Zudem werden der Fahrzeugtyp und die Anzahl der Insassen übertragen, sofern das Fahrzeug über entsprechende Sensoren verfügt. Parallel dazu wird automatisch eine Sprechverbindung zur Integrierten Leitstelle des Schwarzwald-Baar-Kreises aufgebaut, die es dem Disponenten ermöglicht, mit dem Unfallteilnehmer der Insassen zu sprechen. Möglich ist auch, aus dem Fahrzeug mit einer eCall Ausrüstung einen manuellen Notruf auszulösen. Hierbei werden die Daten automatisch  übertragen und eine Sprechverbindung aufgebaut.

Die Datenübermittlung

Wird ein eCall automatisch oder manuell ausgelöst, erfolgt die Übermittlung der Daten einmalig und nur im Zusammenhang mit dem unmittelbar zuvor ereigneten Unfall an die Integrierte Leitstelle des Schwarzwald-Baar-Kreises. Die Daten sind insbesondere Informationen zum Fahrzeugtyp, Antriebsart, Unfallzeitpunkt, Fahrzeugposition, Fahrtrichtung und die Anzahl der Insassen. Bei einem eCall-System gemäß der EU Vorschrift ist die Erzeugung eines Bewegungsprofils nicht möglich. Die eingesetzte SIM-Karte bucht sich erst dann in das Mobilfunknetz ein, wenn das Auto einen auslösungsrelevanten Unfall hatte oder der eCall manuell betätigt wurde und wählt die in Europa einheitliche Notrufnummer 112. Durch die Übermittlung des Fahrzeugtyps hat die Integrierte Leitstelle zudem die Möglichkeit auf die Rettungskarte für das Fahrzeug zuzugreifen und den Einsatzkräften zusätzliche Informationen zur Lage der Batterien, des (Gas-)Tanks oder zur Lage der Airbags zu geben.

 

Zeitersparnis heißt Leben zu retten!

Die wichtigsten Ziele durch das neue System sind:

  • Schneller und genauer am Umfallort zu sein
  • Schnelle Ermittlung wieviele Personen sind in den Unfall verwickelt
  • die genaue geographische Position des Unfalls schnell ermitteln
  • Marke und Model des Fahrzeugs, ob Bus, Motorrad, LKW
  • Herausfinden des genauen Unfallortes

Weitere Informationen über das System finden Sie unter dem folgenden Link.


Logo Landratsamt Schwarzwald Baar

Am Hoptbühl 2
78048 Villingen-Schwenningen

Tel. +49 7721 913-0
Fax. +49 7721 913-8900
E-Mail. landratsamt@lrasbk.de
Web. www.lrasbk.de

Mehr von
Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis


19. April 2018


1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne

(5,00 bei 3 Person/en)

Das könnte Sie auch interessieren


GIS: Das Erfassen und Sammeln geospezifischer Daten war schon immer von großem Interesse. Während früher einfache Instrumente dafür verwendet wurden, kann man hierfür heutzutage zum Glück auf modernste Techniken und Lösungen zugreifen, die inzwischen sehr exakte Daten liefern. Anzeige

Intuitiv mit Geo-Daten umgehen

Viele Kommunen arbeiten bereits mit Geoinformationssystemen, nutzen diese aber nur beschränkt, da sie zu kompliziert sind. Komplizierte Benutzeroberflächen und Arbeitsschritte führen wieder zu hohen Kosten durch zusätzlichen Schulungsaufwand und... mehr lesen

DATEV Haushaltsplanung Anzeige

Individuelles Controlling für Kommunen

Das Berichtswesen der Städte und Gemeinden ist vorwiegend noch von den gesetzlich vorgegebenen Auswertungen der jeweiligen Bundesländer geprägt. Darin dominieren der Ergebnis- und Finanzhaushalt sowie die Investitionsplanung. In der... mehr lesen

Im Fadenkreuz der Cyberkriminelle: Im Fadenkreuz Anzeige

Im Fadenkreuz der Cyberkriminellen

Der aktuelle Lagebericht des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) 2017 zeigt, dass Cyberkriminelle es zunehmend auf die Mitarbeiter von Behörden abgesehen haben. Dabei nutzen die Angreifer immer... mehr lesen

Das Rathaus der Gemeinde Steinen - Steinen praktiziert Doppik Anzeige

Erfolgreiche doppelte Buchführung statt Kameralistik

Die südbadische Gemeinde Steinen gehört zu den Doppik-Vorreitern in Baden-Württemberg und zeigt eindrucksvoll, dass sich der Umstieg auf das kaufmännische Rechnungslegungsmodell lohnt. Seit Jahresbeginn 2010 bucht sie doppisch und... mehr lesen