Die Umgebung von Vierzehnheiligen und Bad Staffelstein lockt Kulturinteressierte und Wanderer an.

Die Umgebung von Vierzehnheiligen und Bad Staffelstein lockt Kulturinteressierte und Wanderer an.

Perle des Barock in Oberfranken

Basilika Vierzehnheiligen bei Bad Staffelstein verzaubert Besucher aus aller Welt

In unmittelbarer Nähe von Bad Staffelstein in Oberfranken steht ein barockes Meisterwerk mit Weltruhm: die Basilika Vierzehnheiligen. Ihre beiden Türme und die hohe Kuppel lassen bereits aus der Ferne erahnen, welche Pracht sich im Inneren der Kirche entfaltet. Dabei hat die Basilika, die zahlreiche Pilger und Kunstliebhaber aus aller Welt anlockt, eine durchaus dramatische Geschichte.

Erscheinungen und ein Bauernkrieg

Im 14. Jahrhundert breitete sich die Nothelferverehrung in ganz Deutschland aus. Wie sich die vierzehn Heiligen zusammensetzten, war jedoch von Ort zu Ort je nach regionaler Verehrung verschieden. Nach Oberfranken und Bad Staffelstein kamen sie Mitte des 15. Jahrhunderts. „Man schrieb das Jahr 1445, als dem Schäfer des Klosters Langheim, Hermann Leicht, am 24. September gegen Abend auf einem Acker ein weinendes Kind erschien.“

Hermann Leicht hatte noch weitere Erscheinungen mit weiß-rotgekleideten Kindern und am Ende sagte eines von ihnen: „Wir sind die vierzehn Nothelfer und wollen eine Kapelle haben.“ Auf den Bericht des Klosterschäfers hin errichtete man noch im selben Jahr an der Stelle der Erscheinung ein Kreuz. Als sich wenige Tage nach der letzten Erscheinung eine todkranke Magd nach einem Gebet an die vierzehn Nothelfer erholte, sprach sich dieses Wunder schnell herum. Immer mehr Hilfesuchende kamen ins Frankenthal.

Bereits 1448 wurde ein Altar eingeweiht – der Bau der Basilika hatte begonnen. Das erste Gebäude fiel jedoch 1525 dem Bauernkrieg zum Opfer. 1543 weihte man eine neue Kirche, so dass die Wallfahrt weitergeführt werden konnte. Im 18. Jahrhundert entstand schließlich die heutige prächtige Basilika nach den Entwürfen von Balthasar Neumann.

Schwere Zeiten

Unter Napoleons Einfluss kam es 1803 in Bayern zur Säkularisation – viele Klöster und Kirchen verloren ihr Vermögen und ihren Einfluss. Auch die Basilika Vierzehnheiligen gehörte dazu. Aus Geldnot mussten die Mönche Kirchenschätze verkaufen. Später entspannte sich die Lage und ab 1839 ließen Franziskaner nach und nach die Basilika wieder neu restaurieren. 1897 waren die schweren Zeiten mit der Ernennung zur päpstlichen Basilika endgültig überstanden.

Rokoko und Barock unter einem Dach

Heute entfaltet die Basilika nach liebevollen Restaurierungen wieder jene barocke Pracht, die Balthasar Neumann vorgeschwebt war. Es gibt imposante Deckengemälde, reichhaltigen Stuck, faszinierende Lichtspiele und zahlreiche Engel- und Heiligenfiguren. In der Mitte des Gotteshauses erhebt sich der vom eleganten Rokoko geprägte Gnadenaltar. Ein kunstvoll geschnitztes Kommuniongitter umgibt das Heiligtum. Insgesamt sind 12 Nothelfer in drei Etagen zu je vier angebracht. Die Heilige Barbara und Heilige Katharina stehen an den beiden seitlich angebrachten Altären. Auf der Seite zum Hochaltar kann man einen Blick auf den Ort der Erscheinungen werfen. Der Altar ist so geformt, dass der Blick zum Hochaltar freibleibt.

Basilika Vierzehnheiligen

Basilika Vierzehnheiligen


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27. April 2018


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