Workshop in Vukovar, Kroatien im April 2017, Austausch zu den Schwerpunkten der EUSDR zur Wettbewerbsfähigkeit und Internationalisierung von KMU im Bereich Bioökonomie in der Donauregion

Workshop in Vukovar, Kroatien im April 2017, Austausch zu den Schwerpunkten der EUSDR zur Wettbewerbsfähigkeit und Internationalisierung von KMU im Bereich Bioökonomie in der Donauregion

Innovationspartnerschaften entlang der Donau

Unterstützung durch Donau-Transferzentren und EU-Interreg-Förderung

Ein leichter und schneller Zugang zu Innovationen, Technologien und Ressourcen für die Unternehmen – in Baden-Württemberg und Bayern findet dies bereits flächendeckend statt. In vielen Regionen des Donauraums gibt es jedoch noch ungenutzte Kapazitäten. Für Kommunen, Ministerien, Akteure der öffentlichen Hand und Unternehmen bieten sich im Rahmen der Europäischen Strategie für den Donauraum vielfältige Möglichkeiten.

Die Donauraum-Strategie der EU

Die Donauraum-Strategie (EUSDR) ist eine makroregionale Strategie und umfasst die EU-Staaten Bulgarien, Deutschland, Österreich, Tschechien, Ungarn, Rumänien, die Slowakei, Slowenien, Kroatien sowie fünf Nicht-EU-Mitgliedstaaten: Serbien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, die Republik Moldau und die Ukraine. In Deutschland betrifft die Strategie vor allem Baden-Württemberg und Bayern. Die Strategie wird von Interreg-Projekten im Donauraum unterstützt. Das Programm Interreg – die europäische territoriale Zusammenarbeit – ist Teil der Struktur- und Investitionspolitik der EU.

Zentrales Element ist die Stärkung grenzüberschreitender Kooperationen. Baden-Württemberg hat als eine der ersten Regionen das Potenzial des Donauraums erkannt und engagiert sich maßgeblich. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau koordiniert mit dem kroatischen Wirtschaftsministerium den Prioritätsbereich 8 „Wettbewerbsfähigkeit“. Ziel ist es, transnationale Kooperationen zu stärken. Das Steinbeis-Europa-Zentrum (SEZ) leitet hier die Arbeitsgruppe „Innovation und Technologietransfer“.

Donau-Transferzentren für Technologie-Austausch zwischen den Nationen

Im Rahmen der Donauraum-Strategie initiierte das SEZ bereits im Jahr 2012 den Aufbau von Donau-Transferzentren mit zunächst drei Pilotzentren in Rumänien, der Slowakei und Serbien. Der Erfolg führte dazu, dass in den letzten Jahren weitere Partner aus Slowenien, Ungarn, Bulgarien, der Ukraine und Kroatien gewonnen werden konnten. Die Zentren leisten einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung des regionalen und internationalen Technologietransfers und vernetzen lokale Unternehmen mit regionalen und europäischen Wissenschaftsakteuren. Die inzwischen elf Zentren können auch zu einer Auftragssteigerung für baden-württembergische und bayrische Forschungseinrichtungen durch Unternehmen aus den jeweiligen Regionen beitragen und den Markteintritt süddeutscher Unternehmen im Donauraum erleichtern.

Das Steinbeis-Europa-Zentrum stimulierte außerdem grenzüberschreitende Forschungs- und Technologiekooperationen, schulte Personal zu Innovation und Technologietransfer und konzipierte und beantragte mehrere Interreg-Projekte erfolgreich.

Besuch des Donautransferzentrums aus Zagreb bei Dr. Jonathan Loeffler am Steinbeis-Europa-Zentrum Karlsruhe im Juli 2017

Besuch des Donautransferzentrums aus Zagreb bei Dr. Jonathan Loeffler am Steinbeis-Europa-Zentrum Karlsruhe im Juli 2017

Details des Interreg-Förderprogramms Donau

Für die Periode 2014 bis 2020 stehen 202 Millionen Euro an Fördermitteln mit einer Förderquote von 85 Prozent für den Donauraum zur Verfügung. Zielgruppe sind öffentliche Behörden, Verbände, Forschungseinrichtungen und mittelständische Unternehmen. Chancen für Unternehmen bieten sich vor allem in der Priorität 1: Innovative und sozial verantwortliche Donauregion. Baden-Württemberg und Bayern gelten auf diesen Gebieten als führend. Best-Practices aus der beruflichen Aus- und Weiterbildung, der Förderung von KMU oder soziale Innovation können ebenfalls transferiert werden. Die Zusammenarbeit findet projektbasiert statt.

Das Interreg-Programm für den Donauraum hat eine Kapitalisierungsstrategie ins Leben gerufen, die alle Projekte elf „Capitalisation Poles“ zuordnet. Das Steinbeis-Europa-Zentrum leitet den thematischen Schwerpunkt 1, die „Innovative Ökosysteme für KMU“. Akteure aus Baden-Württemberg haben die Chance, Initiativen von Beginn an mitzugestalten. Das Land Baden-Württemberg unterstützt zudem eine Koordinierungsplattform zwischen Innovationsakteuren im Donauraum mit rund 70.000 Euro. Diese wird vom Steinbeis-Europa-Zentrum betreut.

Projektbeispiel „Made in Danube“

Innovationspartnerschaften und Wissenstransfer im Bereich Bioökonomie stehen im Zentrum von „Made in Danube“. Dieses Projekt zeigt sehr anschaulich, wie unterschiedliche Akteure zusammenarbeiten, um Innovationen voranzubringen. Es wirken Partner der öffentlichen Hand mit, wie das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg, die IHK Budapest, eine Clustereinrichtung aus der Slowakei; des weiteren Universitäten aus Österreich, Rumänien und der Slowakei sowie unterschiedliche Business und Technologietransfereinrichtungen wie das SEZ.

 

Weiterführende Informationen und Links:

 

Beratungen am Steinbeis-Europa-Zentrum:

Daniela Chiran, chiran@steinbeis-europa.de und Simone Jung, jung@steinbeis-europa.de

 


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1. August 2018


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