Alle beteiligten Personen sind zufrieden mit der Anlage und mit der reibungslosen Planung und Ausführung (vonlinks nach rechts): Carsten Kühn, Wassermeister; Sven Vorholz, Projektleiter bei Grünbeck; Frank Inderthal, Bürgermeister der Stadt Solms; Klaus Moos, Ingenieurbüro/Fachplaner; Wilfried Klabunde, Chef der Stadtwerke Solms.

Alle beteiligten Personen sind zufrieden mit der Anlage und mit der reibungslosen Planung und Ausführung (vonlinks nach rechts): Carsten Kühn, Wassermeister; Sven Vorholz, Projektleiter bei Grünbeck; Frank Inderthal, Bürgermeister der Stadt Solms; Klaus Moos, Ingenieurbüro/Fachplaner; Wilfried Klabunde, Chef der Stadtwerke Solms.

Gesicherte Trinkwasserhygiene in Solms

Grünbeck stattete den örtlichen Wasserversorger mit einer effizienten Filtertechnik aus

Überalterte Hochbehältersysteme entwickeln sich für kommunale Versorger oft zu einem Problem, da die Trinkwasserqualität leidet. Die Stadtwerke im hessischen Solms hatten gleich drei alte Hochbehälter, die nach 65 bis 68 Jahren sanierungsbedürftig waren. Anfang 2013 stellte sich die Frage, ob man die bestehenden Hochbehälteranlagen, die für die Versorgung von rund 3.000 Haushalten zuständig waren, sanieren sollte. Alternativ dazu bot sich der Bau einer Neuanlage an. Man entschied sich im Herbst 2015 schließlich für einen rund 600 Quadratmeter großen Neubau.

Das Unternehmen Grünbeck unterstützte das Projekt aktiv bei der Planung sowie der Umsetzung und stattete die neue Hochbehälteranlage mit einem passgenauen Wasseraufbereitungssystem aus.

Die Aufgaben waren klar strukturiert. Während die Planung der Hochbehälterseite sowie der notwendigen rund elf Kilometer langen Leitungsanbindungen vom erfahrenen Fachplaner Dipl.-Ing. Klaus Moos aus dem Hause hydrosoft Ingenieure GbR übernommen wurde, konzipierten die Spezialisten aus dem Hause Grünbeck die komplette Wasseraufbereitungsanlage. Das System wurde im Werk maßgetreu konstruiert, aufgebaut und letztlich in Modulen zum Einsatzort gebracht.

Die Stadtwerke im hessischen Solms haben drei Hochbehälteranlagen gegen eine neue ersetzt.

Die Stadtwerke im hessischen Solms haben drei Hochbehälteranlagen gegen eine neue ersetzt.

Vom Brunnen- zum Trinkwasser

Die Wasseraufbereitungsanlage ist – den Vorschriften entsprechend – eine zweistraßige Ultrafiltrations- und UV-Desinfektionsanlage. In Solms werden zukünftig zwei Brunnen und ein Stollen für die Wasserversorgung der Taunusseite eingesetzt. Die Vorfiltration erfolgt mit einem Grünbeck-Filter Typ FME. Danach gelangt das vorfiltrierte Wasser durch die beiden Ultrafiltrationsanlagen und die nachgeschalteten UV-Desinfektionsanlagen in die Hochbehälter.

Die Grünbeck-Ultrafiltrationsanlage mit einer Membran-Porengröße von ca. 0,02 µm wurde konzipiert, um aus gering belasteten Rohwässern mit gelegentlichen Trübungsspitzen und/oder mikrobieller Belastung Wasser zu erzeugen, das der Trinkwasserverordnung entspricht. Die aktive Filterschicht befindet sich auf der Außenseite der Hohlfasermembran. Die Filtrationsrichtung ist dementsprechend von außen nach innen. Die Abtrennung der Partikel erfolgt dabei nach dem Siebprinzip. Alle Partikel, die größer sind als die Poren der UF-Hohlfasermembran, lagern sich auf der Membranoberfläche ab, dadurch nimmt die Schichtdicke der Ablagerung während des Betriebs stetig zu. Das Resultat: Der Differenzdruck steigt an und das Filtrationsvolumen nimmt ab.

Überschreitet der Differenzdruck oder unterschreitet der Filtrationsvolumenstrom einen bestimmten Grenzwert, wird das UF-Modul mit filtriertem Wasser und der Unterstützung von Druckluft entgegen der Filtrationsrichtung rückgespült. Dieser Vorgang erfolgt komplett automatisiert.

Die zweite Barriere ist die UV-Desinfektion. Das Filtrat der Ultrafiltration strömt in den Reaktor der Anlage. Dort wird es mit UV-C-Licht mit einer Wellenlänge von 254 nm bestrahlt. UV-C-Licht dieser Wellenlänge schädigt das Erbgut der im Wasser vorhandenen Mikroorganismen, was zu deren Vermehrungsunfähigkeit führt.

Alle Werte, Pegel und Betriebszustände werden auf dem zur Visualisierung der Anlage eingesetzten Touch-Panel (Siemens TP 1200) angezeigt und gespeichert. Darüber hinaus wurden in Zusammenarbeit mit der Firma Pfeiffer Electronic GmbH auch die Aufschaltung der verschiedenen Wasserdargebote sowie die Weiterleitung aller relevanten Werte an die Stadtwerke Solms realisiert.

Die Wasseraufbereitung wurde bei Grünbeck in enger Absprache mit dem Ingenieurbüro hydrosoft geplant und anschließend in der Grünbeck-Fertigung komplett vormontiert. Die Vormontage umfasste die komplette Installation, die Verkabelung sowie die Parametrierung aller Messgeräte. Da auch die anlageninterne Verrohrung bei Grünbeck bereits maßgenau vorgefertigt wurde, konnte die Montage in nur zwei Wochen statt der geplanten acht Wochen umgesetzt werden.

Die Einbindung der Wasseraufbereitung und die Aufstellung der Edelstahl-Hochbehälter übernahm das Unternehmen Hydro-Elektrik, welches auf diese Art der Anlagen europaweit spezialisiert ist. Der zuständige Planer Dipl.-Ing. Klaus Moos von hydrosoft war begeistert von der Zusammenarbeit.

 

Die HydroSystemTanks aus Edelstahl haben ein Fassungsvermögen von je 900 Kubikmetern und wurden vor Ort durchgehend verschweißt.

Die HydroSystemTanks aus Edelstahl haben ein Fassungsvermögen von je 900 Kubikmetern und wurden vor Ort durchgehend verschweißt.

Edelstahl statt Beton

Eine weitere Besonderheit sind die beiden jeweils 900 Kubikmeter fassenden Hochbehälter aus dem Hause Hydro-Elektrik. Sie sind komplett aus Edelstahl gefertigt. Die durchgehend verschweißten HydroSystemTanks erfüllen durch hermetische Kapselung höchste Hygiene-, Qualitäts- und Sicherheitsansprüche. Zudem konnte man so auf die sonst üblichen und zum Teil problematischen Dichtungsmaterialien verzichten. Einzigartig ist das integrierte automatische Reinigungssystem, das eine vollflächige Hochdruck-Wandreinigung ermöglicht, ohne dass der Behälter betreten werden muss. Schaugläser und eine integrierte Beleuchtung sowie entsprechende Bedienpodeste erlauben eine Kontrolle des Speicherinhalts sowie eine bequeme und sichere Bedienung.

Zu den zwei Behältersystemen gehören auch die dazugehörigen Anschlüsse, Sicherheitseinrichtungen und Bedieneinrichtungen wie Podeste, Treppen und Geländer. „Jeder, der die Anlage sieht, kann sich vor Ort selbst von der Qualität der von der Firma Grünbeck gelieferten Wasseraufbereitung überzeugen.

Beeindruckend ist, in welch kurzer Zeit die Anlage installiert und in Betrieb genommen wurde“, lobte Bürgermeister Frank Inderthal. „Besonders gefallen hat mir, dass der Kostenrahmen eingehalten wurde.“

 

Die Ultrafiltration hält auch Kolloide, Viren und ungelöste Kohlenwasserstoffe wirkungsvoll zurück.


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28. September 2018


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