Erfreute Gesichter bei der Begrüßung des hohen Besuches im Dorfladen Enzweihingen

Erfreute Gesichter bei der Begrüßung des hohen Besuches im Dorfladen Enzweihingen

Lobenswerte Gemeinschaftsleistung

Landespolitiker besuchen den Dorfladen in Enzweihingen

Großer Bahnhof im Dorfladen in der Ortsmitte von Enzweihingen: Zwei Landespolitiker waren zu Gast in der kleinen Gemeinde (ca. 4000 Einwohner) bei Vaihingen/Enz, um sich das Projekt mit Vorbild-Charakter anzusehen. Und sie lobten die große Gemeinschaftsleistung, die die Nahversorgung im ländlichen Raum sichert.

Friedlinde Gurr-Hirsch, Staatssekretärin im Ministerium Ländlicher Raum und Verbraucherschutz  sowie CDU-Landtagsabgeordnete, machte sich gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Markus Rösler (Bündnis 90/Die Grünen) ein Bild von dem beispielhaften Projekt, das die Nahversorgung im ländlichen Raum sichert. Mit dabei waren außerdem Gerd Maisch, Oberbürgermeister der Gemeinde Vaihingen/Enz, der Dorfladen-Geschäftsführer Wilfried Breit sowie einige Ortschafts- und Gemeinderäte. Dabei gab es interessante Gespräche, tolle Anekdoten von der Eröffnung des Ladens im Oktober 2014 bis heute und viel Anerkennung für den Einzelhandel in der ländlichen Region.

 

Gemeinderat unterstützt das Vorhaben

Oberbürgermeister Maisch erinnerte an die Entstehungsgeschichte des Dorfladens. Nach der Pleite des Drogeriemarktes Schlecker habe die Filiale in der Gemeinde Enzweihingen zugemacht, was von vielen Bürgern bedauert wurde. Bald darauf sei die Idee aufgekommen, einen Dorfladen zu eröffnen, der die Nahversorgung in Enzweihingen sichere.

Eine erste Infoveranstaltung stieß auf große Resonanz: „Zahlreiche Enzweihinger Bürger waren bereit, Geld für dieses Projekt zur Verfügung zu stellen“, berichtet Maisch. Der Gemeinderat habe beschlossen, für 25.000 Euro Gesellschaftsanteile zu kaufen. Die Stadt Vaihingen ist mit dieser Summe der größte stille Gesellschafter neben weiteren 272, die mit einer Gesamteinlage von 90.000 Euro beteiligt sind. Die Bürger von Enzweihingen seien hierbei mit Einlagen in Höhe von 150 bis 5000 Euro beteiligt, informiert Breit. Die Eröffnung der haftungsbeschränkten Unternehmergesellschaft (UG) Dorfladen Enzweihingen konnte im Oktober 2014 gefeiert werden.

 

Im kleinen Vaihinger Stadtteil Enzweihingen (mit Bahnbrücke im Hintergrund) existiert nach Schließung einer Schlecker-Filiale seit Oktober 2014 endlich wieder ein Dorfladen, der vorbildlich geführt wird.

Im kleinen Vaihinger Stadtteil Enzweihingen (mit Bahnbrücke im Hintergrund) existiert nach Schließung einer Schlecker-Filiale seit Oktober 2014 endlich wieder ein Dorfladen, der vorbildlich geführt wird.

Sortiment umfasst über 3500 Artikel

Das Startkapital wurde erfolgreich eingesetzt. Auf einer Fläche von 200 Quadratmetern bietet das kleine Geschäft heute über 3500 Artikel an – darunter Produkte für den täglichen Bedarf, regionale, Bio- und Fairtrade-Produkte sowie Sonderangebote. Das fünfköpfige Team um Geschäftsführer Wilfried Breit ist täglich für seine Kunden da. Im November 2014 eröffnet, zählte der Laden bereits im September 2015 die fünfzigtausendste Kundin, die mit einem Einkaufsgutschein belohnt wurde. Im vergangenen Jahr sind rund 60.000 Kundenkontakte gezählt worden, pro Tag rund 200 Kunden die im Durchschnitt für 7,50 Euro einkaufen. Der jährliche Umsatz des Geschäfts beträgt 450 000 Euro brutto, davon werden allein 100 000 Euro mit regionalen Produkten erzielt.

 

Nahversorgung im ländlichen Raum sichern

„Es freut mich, dass der Handelsverband da ist. Das zeigt, dass man euch ernst nimmt“, macht Friedlinde Gurr-Hirsch mit Blick auf den Bereichsleiter des Handelsverbands Baden-Württemberg, Ludwig Schmid, deutlich. „Es ist wichtig, dass wir Sorge dafür tragen, dass Menschen, die nicht so mobil sind, Zugang zu Lebensmitteln haben“, betont die Staatssekretärin. Es sei ein „ganz tolles Zeichen, dass so ein Ort funktioniert“, zeigt sich die Landespolitikerin begeistert.

 

Der hohe Besuch im Dorfladen überzeugt sich von der reichhaltigen Auswahl, im linken Bild: Landtagsabgeordneter Markus Rösler (links) und Friedlinde Gurr-Hirsch, Staatssekretärin im Ministerium Ländlicher Raum und Verbraucherschutz; rechtes Bild: Vaihinger Oberbürgermeister Gerd Maisch (links) und Friedlinde Gurr-Hirsch.

Der hohe Besuch im Dorfladen überzeugt sich von der reichhaltigen Auswahl, im linken Bild: Landtagsabgeordneter Markus Rösler (links) und Friedlinde Gurr-Hirsch, Staatssekretärin im Ministerium Ländlicher Raum und Verbraucherschutz; rechtes Bild: Vaihinger Oberbürgermeister Gerd Maisch (links) und Friedlinde Gurr-Hirsch.

 

Handelsverband würdigt vorbildliche Projekte

Für den Handelsverband Baden-Württemberg steht das Thema Nahversorgung im ländlichen Raum seit vielen Jahren ganz oben auf der Agenda. Der Verband stellt dazu jedes Jahr große Veranstaltungen mit Vertretern der Landesregierung auf die Beine, um für derart vorbildliche Projekte wie den Dorfladen in Enzweihingen zu trommeln. Zudem veröffentlicht der Verband eine Nahversorgungs-Broschüre mit vielen verschiedenen Nahversorgungs-Formaten und -Adressen.

 

Weitere Informationen unter: www.enzweihinger-dorfladen.de/ueber-uns.htm und https://www.vaihingen.de/d/1326

 

 

Geschäftsführer des Enzweihinger Dorfladens, Wilfried Breit (links), erzählt Ludwig Schmid vom HBW (Mitte) und Friedlinde Gurr-Hirsch, der Staatssekretärin im Ministerium Ländlicher Raum und Verbraucherschutz, die Entstehungsgeschichte.

Geschäftsführer des Enzweihinger Dorfladens, Wilfried Breit (links), erzählt Ludwig Schmid vom HBW (Mitte) und Friedlinde Gurr-Hirsch, der Staatssekretärin im Ministerium Ländlicher Raum und Verbraucherschutz, die Entstehungsgeschichte.


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26. November 2018


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