Brückenbau: Der Ausbau auf sechs Fahrstreifen – drei in Richtung Mannheim und drei in Richtung Nürnberg – sowie der Neubau des 137 Meter langen Neckartalübergangs werden einen großen Nutzen für alle Beteiligten bringen.

Der Ausbau auf sechs Fahrstreifen – drei in Richtung Mannheim und drei in Richtung Nürnberg – sowie der Neubau des 137 Meter langen Neckartalübergangs werden einen großen Nutzen für alle Beteiligten bringen.

Die A6 der Zukunft entsteht

Das in Baden-Württemberg stattfindende ÖPP-Straßenbau-Projekt nimmt Fahrt auf

Am 3. April 2017 wurde der Spatenstich an der A6 unter dem Neckartalübergang in Heilbronn gefeiert. Inzwischen hat das bislang größte ÖPP-Straßenbau-Projekt in Baden-Württemberg Fahrt aufgenommen. „Der Ausbau der Strecke zwischen Wiesloch/Rauenberg und dem Autobahnkreuz Weinsberg auf sechs Fahrstreifen soll langfristig die Verkehrssituation maßgeblich verbessern", sagte Alexander Hofmann als Vertreter der Unternehmen HOCHTIEF PPP SOLUTIONS, JOHANN BUNTE Bauunternehmung und DIF, die für diesen Streckenabschnitt mit dem Bund eine Öffentlich-Private-Partnerschaft pflegen.

Der Streckenabschnitt der A 6 zwischen der Anschluss stelle Wiesloch/Rauenberg und dem Autobahnkreuz Weinsberg ist die wichtigste Ost-West-Verbindung Süddeutschlands und seit Jahren einer hohen Verkehrsbelastung ausgesetzt. Ob Anwohner, angrenzende Unternehmen, Pendler oder Lastwagenfahrer – der Ausbau dieses Streckenabschnitts wird seit langem von vielen gefordert. Der bisherige Ausbauzustand wechselt zwischen Zwei- und Dreistreifigkeit, größtenteils ohne Standspur. Täglich wird der hoch belastete Streckenabschnitt von derzeit rund 100.000 Fahrzeugen pro Tag genutzt.

Mit dem Zuschlag zum Ausbau, Betrieb und der Erhaltung der A6 an die ViA6West GmbH & Co. KG, bestehend aus HOCHTIEF PPP SOLUTIONS, JOHANN BUNTE Bauunternehmung und DIF, änderte sich am 1. Mai 2017 die Zuständigkeit für die rund 47 Kilometer lange Strecke, die bisher von den staatlichen Autobahnmeistereien betreut wurde.

„Wir starten mit einer hochmotivierten neuen Mannschaft und einem komplett neuen Fahrzeug- und Technikpark in diese auf 30 Jahre ausgelegte neue Aufgabe“, so Tobias Kupfer, Leiter Betrieb und Erhaltung ViA6West Service.

Der Betriebsdienst stelle die dauerhaft gefahrlose Nutzbarkeit der Projektstrecke sicher und sei für die Erfüllung der Verkehrssicherungspflicht verantwortlich.

Er umfasst neben dem Betrieb der PWC-Anlagen Sofortmaßnahmen am Straßenkörper, die Grünpflege, Wartung und Instandhaltung der Straßenausstattung, Reinigung, den Winterdienst, die Streckenkontrolle sowie die Absicherung von Gefahrenstellen. Es findet zu diesem Zweck ein regelmäßiger Austausch mit der zuständigen Autobahnpolizei, der Feuerwehr und dem Technischen Hilfswerk (THW) statt.

 

Brückenabbruch entlang der A6

Brückenabbruch entlang der A6

Ausbau auf sechs Fahrstreifen gestartet

Der durchgehende Ausbau auf sechs Fahrstreifen – drei in Fahrtrichtung Mannheim und drei in Fahrtrichtung Nürnberg – sowie der Neubau des Neckartalübergangs werden einen großen Nutzen für alle Beteiligten bringen: Den Autobahnnutzern, weil die A6 durch die zusätzlichen Fahrstreifen erheblich an Leistungsfähigkeit gewinnen wird, den Logistikunternehmen, weil die Standzeiten ihrer Lastwagen im Stau deutlich zurückgehen werden, und  den Menschen vor Ort, die durch eine Vielzahl von Lärmschutzmaßnahmen ein erkennbares Plus an Lebensqualität erfahren werden.

Für die Erhaltung und den Betrieb der sogenannten Erhaltungsabschnitte ist ViA6West über die gesamte Projektlaufzeit des Vertrages bis zum Jahre 2046 verantwortlich.

 

Zwei neue Rastanlagen entstehen

Neben den bestehenden Rastanlagen wird es zusätzlich je Fahrtrichtung zwei neue Rastanlagen auf der 47,2 Kilometer langen Strecke geben: In Fahrtrichtung Mannheim die PWC-Anlage Sulmtal Nord zwischen dem Weinsberger Kreuz und der Anschlussstelle Heilbronn/Neckarsulm sowie kurz vor der Anschlussstelle Bad Rappenau wird die PWC-Anlage Eichhäuser Hof gebaut.

Und in Fahrtrichtung Nürnberg, kurz hinter der Anschluss- stelle Bad Rappenau, entstehen die PWC-Anlage Wart sowie nach der Anschlussstelle Heilbronn/Neckarsulm die PWC-Anlage Sulmtal Süd. Diese Rastplätze werden in Zukunft erheblich mehr LKW-, Bus- und PKW-Parkplätze aufweisen.

 

Bau der Brückenfundamente für die A6

Bau der Brückenfundamente für die A6

Der Brückenbau – eine Herausforderung

Der 1965 erbaute Neckartalübergang zwischen Heilbronn und Neckarsulm ist mit 1.326 Metern Länge und einer Brückenfläche von insgesamt zirka 40.000 Quadratmetern der größte und längste Brückenzug in Baden-Württemberg. Er überspannt bei Neckarsulm den Neckar und die Neckaraue sowie am westlichen Ufer die Neckartalstraße (Landesstraße 1100). Am östlichen Ufer überbrückt er die Landesstraße 1101 mit der parallel verlaufenden Bahnstrecke von Heilbronn nach Neckarsulm.

Die Fertigstellung der ersten Brückenhälfte ist zur Bundesgartenschau 2019 in Heilbronn vorgesehen. Die Ausbaumaßnahmen sollen 2022 beendet sein. Technisch ist der Neubau der Vorlandbrücke und der Neckarbrücke eine Herausforderung. Die Vorlandbrücke wird als Spannbetonbrücke mit einer Länge von 823 Metern und einer Regelstützweite von 38 Metern hergestellt, die Neckarbrücke als Stahlverbundbrücke mit einer Länge von 513 Metern und einer maximalen Stützweite von 131 Metern.

 

Während der Bauzeit muss die Autobahn an dieser Stelle voll benutzbar bleiben. Zuerst wird daher in nördlicher Seitenlage auf zum Teil provisorischen Unterbauten der Überbau der Richtungsfahrbahn Mannheim neben der bestehenden Brücke gebaut. Dies erfolgt für die Neckarbrücke im Taktschiebeverfahren seitens der Odenwaldstraße neben der bestehenden Brücke über die dortigen Bahngleise, die Kanalstraße und die dort vorhandene Neckarinsel gen Westen in Richtung Obereisesheim. Der erste Verschub der Stahlverbund-Brücke mit 131 Metern erfolgte im Januar 2018. Die weiteren drei Takte erfolgen jeweils im Abstand von etwa drei Monaten.

 

Manchmal muss es schnell gehen: In einer Nacht wurde im Sommer 2018 recht zügig eine neue, kleine Brücke über die Autobahn A6 gesetzt.

Manchmal muss es schnell gehen: In einer Nacht wurde im Sommer 2018 recht zügig eine neue, kleine Brücke über die Autobahn A6 gesetzt.

Betreiber geht mit Ehrgeiz ans Werk

Für Tobias Kupfer stellt das ÖPP-Projekt einen besonderen Anreiz dar: „Wenn wir die Straße frei und in gutem Zustand halten, bekommen wir die volle Vergütung. Das ist für uns ein Anreiz, bestmöglich zu bauen und den Betrieb so auszurichten, dass die vereinbarte Vergütung bezahlt wird.“

Das ÖPP-Projekt sei für alle Beteiligten eine bessere Lösung als die Abhängigkeit von Mauteinnahmen.


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29. November 2018


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