Das Schrobenhausener Land bildet das Zentrum des Spargelanbaus in Bayern und ist eines der bekanntesten Spargelanbaugebiete in ganz Deutschland. Der „Schrobenhausener Spargel“ ist zudem eine geschützte europäische Marke.

Das Schrobenhausener Land bildet das Zentrum des Spargelanbaus in Bayern und ist eines der bekanntesten Spargelanbaugebiete in ganz Deutschland. Der „Schrobenhausener Spargel“ ist zudem eine geschützte europäische Marke.

Zwei Spargelmetropolen besiegeln ihre Freundschaft

Schwetzingen und Schrobenhausen zelebrieren die Städtepartnerschaft

Im April 2018 unterzeichneten der Oberbürgermeister der im nördlichen Baden-Württemberg gelegenen Stadt Schwetzingen, Dr. René Pöltl, und der Erste Bürgermeister aus dem bayerischen Schrobenhausen, Dr. Karlheinz Stephan, die Städtepartnerschaftsurkunde. Somit wurde die freundschaftliche Beziehung zwischen den beiden Städten offiziell besiegelt.

Die Freundschaft besteht schon lange: Bereits 1985 zur Eröffnung des Deutschen Spargelmuseums in Schrobenhausen war der damalige Oberbürgermeister Schwetzingens und spätere baden-württembergische Finanzminister, Gerhard Stratthaus, unter den Ehrengästen.

Die Verbindung beider Städte zum Spargel spiegelt sich auch in der Wahl des Datums für die Unterzeichnung der Städtepartnerschaftsurkunde wider. Schwetzingen feiert in diesem Jahr ihr 350. Spargeljubiläum und nutzte das Wochenende des offiziellen Spargelanstichs, um die Verbindung zwischen den beiden Metropolen zu besiegeln. Die zukünftige Zusammenarbeit soll vor allem auf kultureller Ebene stattfinden – zum Beispiel durch die gegenseitige Teilnahme an Festen wie dem Weihnachtsmarkt – und einen regen Austausch zwischen den Bürgern stärken.

 

Der grüne Stadtwall (rund 1.300 Meter lang) rund um die Altstadt von Schrobenhausen mit uralten Kastanienbäumen und der Stadtmauer mit Türmen ist aus der Luft recht gut zu erkennen.

Der grüne Stadtwall (rund 1.300 Meter lang) rund um die Altstadt von Schrobenhausen mit uralten Kastanienbäumen und der Stadtmauer mit Türmen ist aus der Luft recht gut zu erkennen.

Gemeinsame Geschichte

Etwa 215 Kilometer Luftlinie trennen die beiden Städte voneinander, aber verbunden werden sie vor allem durch eines, den Spargel. Schwetzingen ist weit über die Grenzen des Rhein-Neckar-Kreises bekannt und wird als „Hauptstadt des Spargels“ bezeichnet. Bereits seit 350 Jahren wird das edle Gemüse dort angebaut und geerntet. Zunächst nur als Speise für die Kurfürsten gedacht, kann heutzutage während der Spargelsaison von April bis Juni täglich frischer Spargel erworben werden. In Schrobenhausen wird bereits seit dem 19. Jahrhundert Spargel angebaut. So konnte sich die Stadt als Mittelpunkt des größten bayerischen Spargelanbaugebietes etablieren.

 

Jedes Jahr besuchen zur Spargelzeit unzählige Spargelfreunde das Umland von Schrobenhausen und das dortige Spargelmuseum.

Jedes Jahr besuchen zur Spargelzeit unzählige Spargelfreunde das Umland von Schrobenhausen und das dortige Spargelmuseum.

Zwei Spargelköniginnen

In Schrobenhausen wurde 1985 das Europäische Spargelmuseum eröffnet, welches auf einzigartige Art und Weise Geschichte, Botanik, Anbau, Kunst und Kuriositäten rund um das Thema Spargel zeigt. In Schwetzingen zeugen das monumentale Wandgemälde „Ohne Spargel ist alles Banane“ des Bananensprayers Thomas Baumgärtel und die Skulptur der „Spargelfrau“ auf dem Schlossplatz von der Verbundenheit mit dem Spargel. Des Weiteren wurde 2018 das große Jubiläum „350 Jahre Spargel“ gefeiert. Begleitet wurde dieses von verschiedenen (Kunst-)Ausstellungen, die Aktion „Stich den Spargel – Workshop zum Spargelstechen“ oder Fotoprojekte. Außerdem hat Schwetzingen im Norden der Stadt den Spargellehrpfad eröffnet. Auf 14 Hinweisschildern lernt der Besucher Details über die Geschichte des Spargels, dessen Anbau und Vermarktung. Darüber hinaus werden die Spargelhöfe, die Spargelpartnerstadt Schrobenhausen, sowie die Spargelhoheiten vorgestellt. In Schwetzingen regiert derzeit Janine I., in Schrobenhausen wurde 2017 Lena I. zur 43. Spargelkönigin gekrönt. In beiden Städten sind die Spargelköniginnen als aktive Botschafterinnen unterwegs und bei Besuchen in der Partnergemeinde willkommene Gäste.

 

Eine Spargelmetropole in Baden-Württemberg ist Schwetzingen im Rhein-Neckar-Kreis bei Heidelberg. Von hier aus beginnt die 136 Kilometer lange „Badische Spargelstraße“ durch das nordbadische Spargelanbaugebiet.

Eine Spargelmetropole in Baden-Württemberg ist Schwetzingen im Rhein-Neckar-Kreis bei Heidelberg. Von hier aus beginnt die 136 Kilometer lange „Badische Spargelstraße“ durch das nordbadische Spargelanbaugebiet.

Kunst und Kultur

Auch Kunst und Kultur sind wichtige Bestandteile des städtischen Lebens. Die jährlich in Schrobenhausen stattfindenden Barocktage sind ebenso ein Besuchermagnet wie in Schwetzingen die SWR-Festspiele.

Dazu kommt im Herbst das „Schwetzinger Mozartfest“, welches an Wolfgang Amadeus Mozart erinnert, der im Jahr 1763 Schwetzingen als Siebenjähriger zusammen mit seiner Familie das erste Mal zu Ehren des Kurfürsten Carl Theodors besuchte. Dieser Kurfürst war es auch, der den in Europa einzigartigen Schlossgarten anlegen ließ. In diesem findet alljährlich ein Fest der Musikschule statt, zu dem der Schwetzinger Musikschulleiter in diesem Jahr zwölf Schrobenhausener Musikschüler eingeladen hatte. In Schrobenhausen erinnert das Lenbachmuseum an den dort geborenen Künstler Franz von Lenbach, einen der bedeutendsten deutschen Porträtmaler des 19. Jahrhunderts. In Schwetzingen wurde zu Ehren des Künstlers die Schrobenhausener Ausstellung „Franz von Lenbach und die Schönen seiner Zeit“ gezeigt.

 

Das Schloss (mit Schlossgarten im Vordergrund) ist die ehemalige Sommerresidenz der Kurfürsten von der Pfalz und Wahrzeichen der Stadt.

Das Schloss (mit Schlossgarten im Vordergrund) ist die ehemalige Sommerresidenz der Kurfürsten von der Pfalz und Wahrzeichen der Stadt.

Attraktive Auflugsziele

Der Schlossgarten gehört zum aus dem 17. Jahrhundert stammenden Barockschloss, das Schwetzingen auch über den Rhein-Neckar-Kreis hinaus bekannt gemacht hat. In Schrobenhausen zählt die spätgotische Stadtpfarrkirche mit ihren mittelalterlichen Fresken zu den Wahrzeichen der Stadt, ebenso wie die Mauerreste des Stadtwalls aus dem 15. Jahrhundert.

Beide Städte profitieren von ihrer guten Lage zwischen größeren Städten und der flachen Landschaft. Von Schwetzingen aus erreicht man in knapp einer halben Stunde die Großstädte Mannheim und Heidelberg. Schrobenhausen liegt zentral zwischen Ingolstadt, Augsburg und München und bietet seinen Bürger somit ebenso eine bunte Mischung an Angeboten. Die flache Landschaft, in die beide Städte eingebettet sind, lädt zum Radfahren ein. Durch Schrobenhausen führt der „Altbaierische Oxenweg“, der von Ungarn seinen Ursprung hat und über Wien nach Augsburg führt.

Auch Schwetzingen liegt entlang mehrerer Fahrradrouten. Eine davon ist die „Tour de Spargel“, eine Rundfahrt quer durch die Rheinebene, auf der man mit dem Fahrrad den Spuren des Spargels folgt. Ebenso liegt Schwetzingen an der sogenannten Burgenstraße, diese startet am Barockschloss in Mannheim und führt bis nach Bayreuth. Ähnlich dazu bildet Schrobenhausen den Anfang und das Ende der Schlössertour, welche die schönsten Schlösser und Kirchen aus dem 14. bis 20. Jahrhundert in Oberbayern abdeckt.

 

Weitere Informationen unter:

Spargelstadt Schwetzingen: https://www.schwetzingen.de/pb/schwetzingen,Lde/Startseite/Schwetzingen+erleben/Spargelstadt.html

Spargelstadt Schrobenhausen: https://www.schrobenhausen.de/de/Die-Spargelstadt/Stadtgeschichte/Stadtarchiv

Kontakt: Stadt Schrobenhausen

 

Im Schrobenhausener Spargelmuseum werden Exponate wie beispielsweise Spargelzangen gezeigt.

Im Schrobenhausener Spargelmuseum werden Exponate wie beispielsweise Spargelzangen gezeigt.


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Tel. +49 6202 87-0
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7. Dezember 2018


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