Inklusion kann auf vielfältige Weise stattfinden – und bringt allen Teilnehmenden unter Umständen sehr viel Spaß. Der erste Schritt in die richtige Richtung beginnt über entsprechende Baumaßnahmen, die barrierefreie Wege schaffen.

Inklusion kann auf vielfältige Weise stattfinden – und bringt allen Teilnehmenden unter Umständen sehr viel Spaß. Der erste Schritt in die richtige Richtung beginnt über entsprechende Baumaßnahmen, die barrierefreie Wege schaffen.

Inklusion ist mehr als Integration

Am 8. Februar 2019 findet die Regionalkonferenz „Inklusiv gestalten“ im Hospitalhof Stuttgart statt

Kaiserslautern hat es im Herbst vergangenen Jahres bereits vorgemacht. Am 8. Februar kommt die Regionalkonferenz „Inklusiv gestalten“ jetzt mit Ideen und guten Beispielen aus Architektur und Stadtplanung nach Stuttgart. Der Hospitalhof als Veranstaltungsort darf dabei als Statement gesehen werden, wurde das Evangelische Bildungszentrum von Lederer Ragnarsdottir Oei doch selbstredend barrierefrei ausgeführt. Veranstalter der Konferenz sind Jürgen Dusel, Bundesbeauftragter für die Belange von Menschen mit Behinderungen, die Bundesarchitektenkammer und die Architektenkammer Baden-Württemberg.

Das Nachmittagsprogramm ist umfangreich und die Teilnehmer werden zur Stärkung bereits ab 13 Uhr mit einem Imbiss empfangen. Die Konferenz beginnt dann um 14 Uhr mit den Grußworten vom Bundes-Behindertenbeauftragten Jürgen Dusel sowie Bärbl Mielich, MdL, Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg. Zum Eröffnungsgespräch trifft Jürgen Dusel die Landes-Behindertenbeauftragte aus Baden-Württemberg, Stephanie Aeffner, Simone Fischer als Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen der Stadt Stuttgart wie auch Markus Müller, den Präsidenten der Architektenkammer Baden-Württemberg. Der Talk ist überschrieben mit „Bauen für alle“, mit dem sich die Runde einem wichtigen und gleichermaßen heiklen Thema nähert. Denn es geht hier nicht nur um Menschen mit Behinderung, die integriert werden sollen, in Gebäuden mit monströsen Erschließungsrampen und umständlicher Wegeführung – einem Appendix gleich. Randgruppen dürfen nicht lediglich berücksichtigt werden, vielmehr müssen sie Teil eines Ganzen werden, denn Inklusion ist mehr als Integration. Unsere Aufgabe ist es, die Gebäude dafür zu schaffen. Hinsichtlich der Überalterung unserer Gesellschaft ist es aus Sicht von Ursula Kremer-Preiß vom Kuratorium Deutsche Altershilfe in Köln ein Muss: nicht nur inklusiv zu denken, sondern auch inklusiv zu bauen. In ihrem Impulsvortrag „Anforderungen an zukunftsfähige Gemeinschaften in einer alternden Gesellschaft“ fordert sie uns heraus, diese Aufgabe ernst zu nehmen.

 

Der Hospitalhof ist ein gelungenes Beispiel für einen barrierefreien Veranstaltungsort und somit prädestiniert für die Regionalkonferenz. Architektur: LRO Lederer Ragnarsdóttir Oei GmbH & Co. KG Architekten: BDA/AI, Arno Lederer, Jórunn Ragnarsdóttir, Marc Oei, Stuttgart

Der Hospitalhof ist ein gelungenes Beispiel für einen barrierefreien Veranstaltungsort und somit prädestiniert für die Regionalkonferenz. Architektur: LRO Lederer Ragnarsdóttir Oei GmbH & Co. KG Architekten: BDA/AI, Arno Lederer, Jórunn Ragnarsdóttir, Marc Oei, Stuttgart

 

Wie das aussehen kann, zeigen die Praxisbeispiele. Gelungene Umsetzungen aus Architektur und Städtebau, „best practice“ genannt, veranschaulichen das Tagungsthema und zeigen Methoden und Lösungen barierrefreier Planungen. Henning Volpp, der die Gesellschaft für Soziales Planen gegründet hat und now(h)ere architekten aus Stuttgart verantwortet, erklärt das Konzept des „Nachbarschaftshauses“, eines Pflegeheims im Scharnhauser Park, gemeinsam mit Susanne Volpp, kommunale Vertreterin für den Fachbereich Bildung, Kultur und Familie in Ostfildern. Jörg Weinbrenner, der mit Karl-Heinz Single und Afshin Arabzadeh der Architektenwerkgemeinschaft aus Nürtingen angehört, spricht über ihr inklusives „Wohnen am Neckarbogen“ der Heilbronner BUGA 2019-Bauten. Im „Tandem“ mit Pfarrerin Sybille Leiß, Vorstand der evangelischen Stiftung Lichtenstern in Löwenstein. Drittens wird mit der Quartiersentwicklung Erlenmatt Ost aus Basel „über den Tellerrand geblickt“, die verantwortliche Züricher Architektin Nadine Gordon von Galli Rudolf Architekten stellt ihren Planungsansatz mit Urs Buomberger von der Stiftung Habitat als sozial engagiertem Projektentwickler vor.

 

In der abschließenden Podiumsdiskussion tauscht man sich aus über die Frage, was eine inklusive Gesellschaft für das Planen und Bauen bedeutet. Jürgen Dusel, Stephanie Aeffner und Simone Fischer sind im Gespräch mit Martin Müller, der sich als Mitveranstalter und Vizepräsident der Bundesarchitektenkammer der Schlussrunde anschließt. Durch das Programm und die Diskussion führt die ZDF-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein; sie lädt die Konferenzteilnehmer und Referenten gegen 18.30 Uhr ein, mit hoffentlich vielen Anregungen und neuem Wissen den Tag gemeinsam ausklingen zu lassen.

Birgit Rathfelder

 

In Städten und Gemeinden nimmt die Zahl barrierefreier Gebäude zum Glück stetig zu.

 

Einladung zur Regionalkonferenz „Inklusiv gestalten“, VA-Nr. 19901

Termin: 08.02.2019, 14 bis 19 Uhr

Ort: Hospitalhof, Büchsenstraße 33, 70174 Stuttgart

Die Veranstaltung ist kostenfrei und wird von der Architektenkammer Baden-Württemberg für alle Fachrichtungen mit 3 Unterrichtsstunden anerkannt.

Wir bitten um schriftliche Anmeldung bis 31. Januar 2019 unter:

https://www.akbw.de/fortbildung/ifbau/ifbau-seminar-suche/detail/seminar/regionalkonferenz-inklusiv-gestalten-19901.html

Suchpfad: www.ifbau.de > Schnellauswahl > Datenbanken > IFBau Seminar-Suche > Suchworteingabe: Inklusiv gestalten 19901


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19. Dezember 2018


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