Die beschauliche Stadt Böblingen nimmt an einem dreijährigen Klimaschutz-Modellprojekt teil.

Die beschauliche Stadt Böblingen nimmt an einem dreijährigen Klimaschutz-Modellprojekt teil.

Das smarte Rathaus

Modellprojekte zeigen Einsparpotenziale durch automatisierte Steuerung und Regelung auf / Böblingen schützt mit intelligenter Gebäudetechnik das Klima

Die Deutsche Umwelthilfe startet mit Böblingen in ein dreijähriges Modellvorhaben. Gebäudeautomation soll helfen, Energie zu sparen und das Klima zu schützen. Das Böblinger Rathaus, Gymnasium und Kindertagesstätte werden auf den Stand der Technik gebracht.

 

Böblingen ist eine von fünf Modellkommunen im Klimaschutzprojekt SmartRathaus der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Mit digitaler Steuer- und Regeltechnik soll in der Gemeinde künftig Energie eingespart und damit das Klima, aber auch die Gemeindekasse geschont werden.

Böblingen und die vier anderen Modellkommunen stehen dabei beispielhaft für die mehr als 10.000 kleinen und mittleren Kommunen; das Rathaus, der Kindergarten und das Gymnasium stellvertretend für mehr als 170.000 kommunale Liegenschaften, die es in Deutschland gibt.

Mit Heizung, Lüftung, Kühlung, Beleuchtung und Infrastruktur verschlingen öffentliche Gebäude Unmengen an Energie. Deshalb bemühen sich Kommunen, den Energiebedarf manuell zu senken. Häufig werden die Heizungsanlagen von Schulen und Kindergärten in den Ferien heruntergeregelt oder die Beleuchtung in öffentlichen Bereichen mit Bewegungsmeldern und Hauptschaltern gesteuert. „Ein manuelles Gebäudemanagement ist häufig aufwändig und fehleranfällig“, erläutert Steffen Holzmann, Projektleiter Digitalisierung bei der DUH. „Digitale Alternativen erlauben eine viel feinere und ausgefeiltere Steuerung in den Gewerken – das reduziert den Energiebedarf und erhöht häufig sogar noch den Komfort für die Nutzer.“

 

Dr. Stefan Belz (Dritter von rechts), Oberbürgermeister von Böblingen, ist mit einem Team der Deutschen Umwelthilfe (DUH) in ein dreijähriges Modellvorhaben gestartet, das mit intelligenter Gebäudetechnik das Klima schützen soll. Steffen Holzmann (vierter von links), der Projektleiter Digitalisierung bei der DUH, erklärt einige Besonderheiten.

Dr. Stefan Belz (Dritter von rechts), Oberbürgermeister von Böblingen, ist mit einem Team der Deutschen Umwelthilfe (DUH) in ein dreijähriges Modellvorhaben gestartet, das mit intelligenter Gebäudetechnik das Klima schützen soll. Steffen Holzmann (vierter von links), der Projektleiter Digitalisierung bei der DUH, erklärt einige Besonderheiten.

 

Gerade für kleine und mittlere Kommunen ist der Einstieg hier jedoch mit hohem Aufwand verbunden. „Mit dem Projekt SmartRathaus wollen wir den Kommunen die passenden Werkzeuge an die Hand geben, um im digitalen Gebäudemanagement aktiv zu werden“, so Holzmann.

Klimaschutz hat einen hohen Stellenwert in der Böblinger Verwaltung: Im Klimaschutzkonzept der Gemeinde sind bereits 45 konkrete Maßnahmen für den effizienten Umgang mit den Ressourcen Strom und Wärme festgeschrieben. Städtische Gebäude energieeffizienter zu organisieren, ist ein Teil davon: „Das Projekt SmartRathaus knüpft nahtlos an unsere Klimaschutzaktivitäten an. Wir wollen mit gutem Beispiel vorangehen und ausloten, wieviel Energie sich mit intelligenten Maßnahmen einsparen lässt. Und nicht zuletzt wollen wir andere Kommunen an unseren Erfahrungen teilhaben lassen“, so der Böblinger Oberbürgermeister Dr. Stefan Belz.

 

Die Deutsche Umwelthilfe nimmt gemeinsam mit den Experten des Fachbereichs Gebäudeautomation an der Hochschule Biberach drei Böblinger Gebäude genauer unter die Lupe: das alte und neue Rathaus, das Albert-Einstein-Gymnasium sowie die Kita in der Goethestraße. Für das Rathaus wurde bereits ein Sanierungsprogramm von über zwölf Millionen Euro beschlossen, dabei liegt der Fokus auch auf intelligenter Regelungstechnik. Erst im Jahr 2015 öffnete die Kita, die bereits einen hohen Automationsgrad aufweisen kann. Hier soll neben der Energieeffizienz insbesondere die Nutzererfahrung verbessert werden. Im Albert-Einstein-Gymnasium bestehen nur beschränkte Möglichkeiten zur Sanierung der Gebäudehülle, daher dreht sich hier alles um eine zielgerichtete Anlagensteuerung. „Gerade in Böblingen geht es darum, die Intelligenz in der Steuerung der Gebäude zu verbessern. Das verspricht interessante Teilprojekte, aus denen viele weitere Kommunen lernen können“, so Simon Mößinger, Projektmanager Kommunaler Klimaschutz bei der DUH.

 

Die Hochschule Biberach begleitet das Projekt wissenschaftlich. „Durch das Projekt bekommen wir einen umfassenden Einblick in die kommunale Praxis“, freut sich Peter Knoll vom Institut für Gebäude- und Energiesysteme (IGE) der Hochschule Biberach. „Die Modellprojekte werden auch uns neue Erkenntnisse aus der Praxis bringen und zurück in die Forschung und Entwicklung neuer Technologien wirken.“

 

„Ein manuelles Gebäudemanagement ist häufig aufwändig und fehleranfällig“, erläutert Steffen Holzmann, Projektleiter Digitalisierung bei der DUH. „Digitale Alternativen erlauben eine viel feinere und ausgefeiltere Steuerung in den Gewerken – das reduziert den Energiebedarf und erhöht häufig den Komfort.“

„Ein manuelles Gebäudemanagement ist häufig aufwändig und fehleranfällig“, erläutert Steffen Holzmann, Projektleiter Digitalisierung bei der DUH. „Digitale Alternativen erlauben eine viel feinere und ausgefeiltere Steuerung in den Gewerken – das reduziert den Energiebedarf und erhöht häufig den Komfort.“

 

Über SmartRathaus und Hinweise zur Förderung

Durch intelligente Regelung von Heizung, Beleuchtung oder Lüftung lässt sich der Energiebedarf von Gebäuden deutlich senken. Dies will die DUH mit ihrem Projekt SmartRathaus zeigen, das 2018 gestartet ist und bis Ende 2020 läuft. In fünf ausgewählten Städten und Gemeinden entstehen zusammen mit den Kommunalverwaltungen Modellprojekte, die aufzeigen, welche Einsparungen sich mit der automatisierten Steuerung und Regelung von kommunalen Liegenschaften realisieren lassen. Das gilt sowohl beim Energieverbrauch als auch beim Arbeitsaufwand im Gebäudemanagement.

In der Gebäudeautomation sind häufig vor allem die Bestandsliegenschaften von kleineren und mittleren Kommunen nicht auf dem neuesten Stand der Technik. Insgesamt haben sich 50 Kommunen auf die bundesweite Ausschreibung beworben, begleitet von der DUH und der Hochschule Biberach, ihren Gebäudebestand zu optimieren und zu modernisieren. Nach einem Evaluationsprozess sind die Gemeinde Birkenwerder (BB), die Stadt Böblingen (BW), die Stadt Borkum (NI), der Flecken Steyerberg (NI) und die Stadt Wörth am Rhein (RP) als Projektpartner ausgewählt worden.

Das Klimaschutzprojekt SmartRathaus wird gefördert durch das Bundesumweltministerium im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative.

 

 

Weitere Informationen zum Thema SmartRathaus unter:

https://www.duh.de/smartrathaus/

 

Ansprechpartner:
Steffen Holzmann, Projektleiter Digitalisierung
mobil +49 170 4120449, holzmann@duh.de

Simon Mößinger, Projektmanager Kommunaler Klimaschutz
mobil +49 163 6295999, moessinger@duh.de

Dr. Stefan Belz, Oberbürgermeister Böblingen
Tel.: +49 7031 669-1201, s.belz@boeblingen.de

DUH-Pressestelle:
Andrea Kuper, Ann-Kathrin Marggraf

Tel.: +49 30 2400867-20, presse@duh.de

www.duh.de, www.twitter.com/umwelthilfe, www.facebook.com/umwelthilfe

 


Logo Deutsche Umwelthilfe

Fritz-Reichle-Ring 4
78315 Radolfzell

Tel. +49 7732 9995-0
Fax. +49 7732 9995-77
E-Mail. info@duh.de
Web. www.duh.de

Mehr von
Deutsche Umwelthilfe e.V.

Galerie zum Artikel


12. Februar 2019


1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne

(5,00 bei 2 Person/en)

Das könnte Sie auch interessieren