Die Teilnehmer, die den „Regionalen Holzpreis“ in Innsbruck in Empfang nahmen, sind (von links) Cornelia Woll, Büro Woll&Woll Architekten, Stephan Ruff, Bauverständiger und Architekt vom Hochbauamt Oberndorf am Neckar, sowie Roland Lauble, Ortsvorsteher Beffendorf.

Die Teilnehmer, die den „Regionalen Holzpreis“ in Innsbruck in Empfang nahmen, sind (von links) Cornelia Woll, Büro Woll&Woll Architekten, Stephan Ruff, Bauverständiger und Architekt vom Hochbauamt Oberndorf am Neckar, sowie Roland Lauble, Ortsvorsteher Beffendorf.

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Kurze Wege für die Umwelt

Mit „Holz von Hier“ zertifizierter Neubau erhielt Umweltpreis

„Holz von hier“ ist eine gemeinnützige Initiative, die national und im angrenzenden europäischen Raum Architekten, Kommunen, Verbraucher sowie Entscheider aus Politik und Verwaltung für die enorme Bedeutung von „Holz der kurzen Wege“ für Klima, Umwelt und regionale Wertschöpfung sensibilisiert. Bei einer Preisverleihung im November 2018 spielte das Holz-von-hier-Zertifikat eine wichtige Rolle.

In Innsbruck wurde während der Jahreskonferenz der Europäischen Strategie für den Alpenraum (EUSALP) erstmals der „Regionale Holzpreis“ für Nachhaltigkeit und CO2-Einsparungen bei der Verarbeitung von Holz verliehen. Der Preis war in den fünf Alpenstaaten Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich und Slowenien ausgelobt. Für Deutschland erhielt ein kommunales Holzbauprojekt aus Oberndorf-Beffendorf in Baden-Württemberg den begehrten Preis. Der Ort Beffendorf hatte mit dem Neubau seiner Turnhalle die Jury-Mitglieder überzeugt. Die überdurchschnittlich kurze Prozesskette des Holzes vom Wald bis zur Baustelle war mit dem Umweltzeichen „Holz von hier“ zertifiziert.

Die Verwendung von Holz in langlebigen Produkten gilt als ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Neben der Substitution von nicht nachwachsenden Rohstoffen wird die CO2-Speicherwirkung von Holz angeführt. Die Höhe der Speicherwirkung ist von den CO2-Emissionen abhängig, die bei der Herstellung der Holzprodukte entstehen. Ein wichtiger Punkt ist die Länge des Transportwegs. Leider ist überall in Europa eine sehr deutliche Zunahme der Transportentfernungen bei nahezu allen Holzprodukten und Sortimenten zu verzeichnen. Dabei können die mit den Transporten verbundenen Emissionen leicht ein Vielfaches der gesamten mit der Herstellung verbundenen Emissionen erreichen.

Im Rahmen des europäischen Projektes EUSALP wurde vor diesem Hintergrund der Holzpreis für Bauten ausgelobt, bei denen Holz aus kurzen Prozessketten verwendet wird. Dieser Preis unterscheidet sich von anderen Holzbaupreisen, indem er explizit die Umweltbilanz unter Berücksichtigung der Vorketten bewertet. Im Bereich „Öffentliche Bauten, Region Deutschland“ wurde die Turnhalle aus 280 Kubikmeter Weißtannenholz der Stadt Oberndorf-Beffendorf im Schwarzwald ausgezeichnet. Das Konzept zeichnete sich auch dadurch aus, dass nahezu alle Sortimente, die beim Einschnitt im Sägewerk entstanden, im Gebäude verwendet wurden. Hierdurch wurde auf zweifache Weise eine hohe Regionalität, eine sehr kurze Prozesskette und ein hoher Beitrag zum Klimaschutz und Ressourceneffizienz erreicht. Durch die Verwertung aller Sortimente aus dem Einschnitt konnten die Bauherren die Kosten der Materialherstellung außerdem deutlich senken, was die regionale Herstellung gegenüber allen anderen Angeboten konkurrenzfähig machte.

Planer, Entscheidungsträger sowie Unternehmen der Holzverarbeitungskette, die sich ebenfalls für eine entsprechende Auszeichnung interessieren, können sich bei Holz von Hier über die Möglichkeiten informieren.

 

Im Bereich „Öffentliche Bauten, Region Deutschland“ wurde die Turnhalle der Stadt Oberndorf-Beffendorf im Schwarzwald ausgezeichnet. Sie besteht aus 280 Kubikmeter Weißtannenholz. Das Konzept zeichnete sich auch dadurch aus, dass nahezu alle Sortimente, die beim Einschnitt im Sägewerk entstanden, im Gebäude verwendet wurden.

Im Bereich „Öffentliche Bauten, Region Deutschland“ wurde die Turnhalle der Stadt Oberndorf-Beffendorf im Schwarzwald ausgezeichnet. Sie besteht aus 280 Kubikmeter Weißtannenholz. Das Konzept zeichnete sich auch dadurch aus, dass nahezu alle Sortimente, die beim Einschnitt im Sägewerk entstanden, im Gebäude verwendet wurden.


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27. August 2019


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