Damit ältere Menschen, die in der Bevölkerung anteilig zunehmen, weiterhin ein lebenswertes Leben führen können, werden auch für sie sinnvolle Hilfen und Konzepte entworfen.

Damit ältere Menschen, die in der Bevölkerung anteilig zunehmen, weiterhin ein lebenswertes Leben führen können, werden auch für sie sinnvolle Hilfen und Konzepte entworfen.

Nicht passieren lassen, sondern handeln!

Demographischer Wandel: Der Landkreis Bad Kissingen reagiert mit einem konkreten Maßnahmenkatalog

Auch im Landkreis Bad Kissingen wirkt sich die Veränderung bei der Bevölkerungszusammensetzung aus: Insgesamt werden die Menschen weniger, der Anteil der Älteren steigt. Es fehlen Menschen in der Pflege und im Handwerk. Der Landkreis Bad Kissingen hat deshalb Maßnahmen ergriffen, um dieser Entwicklung zu begegnen.

Neben einer Beteiligung am Bundesmodellprojekt „Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität in ländlichen Räumen“ sowie der Entwicklung einer Standortkampagne zum Imageaufbau nach innen und außen, koordiniert und leitet das Regionalmanagement des Landkreises Bad Kissingen einige Projekte, die am Thema Demographie anknüpfen. Dabei wird es vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie gefördert, das damit auf lokale Ressourcen und Lösungen vor Ort setzt. Ein Instrument ist dabei das Projektmanagement „Generation V-Z“.

Was macht eine Kommune attraktiv für Familien und junge Menschen? Es lohnt sich, diese Frage direkt den jungen Menschen im Ort zu stellen und über deren Beteiligung die Identifikation mit der Heimat zu stärken. Mit dem Projekt „digitale Jugendbeteiligung“ werden in zwei Kommunen des Landkreises Bad Kissingen die Jugendlichen zu Experten in eigener Sache geschult. Es geht darum, speziell für junge Menschen neue Wege der Beteiligung an der Zukunftsgestaltung ihrer Kommune zu erproben und dabei insbesondere offene online Beteiligungsverfahren unter die Lupe zu nehmen.

Daneben engagiert sich das Projektmanagement mit einer Reihe von Maßnahmen, die sich an ältere Menschen, pflegende Angehörige, aber auch an Fachkräfte aus dem Pflegebereich wenden: Die Veranstaltungsreihe „Zuhause daheim“ ist eine davon. Die Reihe tourt regelmäßig mit Themenabenden durch den Landkreis und informiert über erste sinnvolle Schritte, wenn sich ein Pflegefall in der Familie abzeichnet, alternative Wohnformen, Möglichkeiten der Wohnungsanpassung und technische Assistenzsysteme.

Groß ist auch der Erfolg mit dem Kompetenz-Netzwerk Demenz, das durch das Projektmanagement aufgebaut wurde. Es vereint sowohl Fachakteure als auch Betroffene und Angehörige.

Beim Projektmanagement „Generation V-Z“ zur Frage „Was wünscht ihr euch?“ werden Kinder und Jugendliche in den Kommunen aktiv mit in den örtlichen Gestaltungsprozess eingebunden.

Beim Projektmanagement „Generation V-Z“ zur Frage „Was wünscht ihr euch?“ werden Kinder und Jugendliche in den Kommunen aktiv mit in den örtlichen Gestaltungsprozess eingebunden.

Das Angebot reicht von Fachveranstaltungen, über Netzwerktreffen und Themenabende zum Umgang mit der Krankheit bis hin zu der Herausgabe von Infomaterialien, die regelmäßig aktualisiert werden (www.kg.de/demenznetzwerk). „Es war interessant festzustellen, wie sich auch andere Bürgermeister neben der sehr engagierten Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks in das Netzwerk eingebracht haben und wie groß das Bedürfnis nach Austausch und Information bei allen ist.“, stellt Cordula Kuhlmann, Leiterin der Regionalentwicklung, fest. “Die Projektarbeit im Regionalmanagement ist naturgemäß vor allem Aufbauarbeit, das heißt in erster Linie Dialog- und Vernetzungsarbeit: Wichtig ist dabei die regelmäßige Rückversicherung bei den Akteuren.“ sagt die Expertin. Sind wir noch auf Kurs? Braucht es neue Formate? Solche Fragen müssten immer wieder evaluiert werden, damit die Herausforderung demographischer Wandel erfolgreich angegangen werden kann.

„Ilses weite Welt“: Sophie Rosentreter, bekannt aus Medien und TV, berichtete in Bad Kissingen von der Demenz ihrer Großmutter Ilse und ihrem eigenen Weg, dieser Erkrankung mit neuem Verständnis zu begegnen. Dazu verknüpfte sie eigenes Erleben mit gewonnenem Know-how zu einem Konzept, das Angehörige stark macht und Pflegeprofis ermutigt.

„Ilses weite Welt“: Sophie Rosentreter, bekannt aus Medien und TV, berichtete in Bad Kissingen von der Demenz ihrer Großmutter Ilse und ihrem eigenen Weg, dieser Erkrankung mit neuem Verständnis zu begegnen. Dazu verknüpfte sie eigenes Erleben mit gewonnenem Know-how zu einem Konzept, das Angehörige stark macht und Pflegeprofis ermutigt.

Für Rückfragen steht Antje Rink, die Projektmanagerin „Generation V-Z“ vom  Landratsamt Bad Kissingen (Bereich  Regionalentwicklung, Regionalmanagement) zur Verfügung:

Tel.: 0971 / 801-5201, antje.rink@kg.de

 

Weitere Informationen:

https://www.landkreis-badkissingen.de/buerger–politik/buergerservice/fachbereiche-und-abteilungen/regionalmanagement/aufgabenbereiche/demographie/996.Generation-V-Z.html

Eine halbe Stunde im Alterssimulationsanzug: Wie fühlt es sich an, eingeschränkt zu sein? Bei den Veranstaltungen des Regionalmanagements geht es auch darum, praktisch zu erfahren, wie es ist, alt zu sein.

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