Entstehende Wärme in andere Gebäude weiterzuleiten, anstatt sie ungenutzt nach außen entweichen zu lassen, ist eine sehr ökonomische, weil umweltfreundliche Lösung. Im rheinland-pfälzischen Mayen wurde so ein wegweisendes Fernwärme-Projekt realisiert.

Entstehende Wärme in andere Gebäude weiterzuleiten, anstatt sie ungenutzt nach außen entweichen zu lassen, ist eine sehr ökonomische, weil umweltfreundliche Lösung. Im rheinland-pfälzischen Mayen wurde so ein wegweisendes Fernwärme-Projekt realisiert.

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Wohlige Wärme

Das Fernwärmeprojekt Mayen: Konzept für dezentrale Energieversorgung

Die einen haben zu viel Energie, die anderen zu wenig. In solchen Fällen wird ein Vermittler benötigt, der die speziellen Interessen verbinden kann. Der Energieversorger Steag New Energies ist spezialisiert auf dezentrale Erzeugung und Projektpartnerschaft mit Kommunen. Preisgekrönt ist das Projekt „Fernwärmeversorgung in Mayen“, das die Fernwärmeversorgung der Stadt ausschließlich durch Abwärme einer nahegelegenen Papierfabrik realisiert.

Damals war es ein angenehmer Nebeneffekt, heutzutage handelt es sich um eine Vorreiterrolle mit politischem Weitblick: Jährlich wird der Ausstoß von etwa 5000 Tonnen Kohlendioxid (CO2) vermieden. Das Grüne Projekt, so würde man inzwischen sagen, hat nicht nur der Kommune, sondern auch den Energienutzern und ebenso dem Unternehmen einen Vorteil gebracht.

Erfahrung mit Fernwärme hat sich auch in Mayen ausgezahlt. Die Partner Weig-Karton, der Fernwärmespezialist Steag New Energies und die Stadtwerke Mayen haben sich zu einem beispielgebenden Projekt zusammengefunden.

Das Resultat hat vor fünf Jahren den Tandem-Preis für vorbildliche Kooperationsprojekte mit Unternehmen im Rahmen des Wettbewerbs Mittelstandsfreundliche Kommunen des Landes Rheinland-Pfalz erhalten. Die Fernwärmeversorgung der Stadt wird ausschließlich durch Abwärme aus der Papierfabrik realisiert.

Aus ursprünglich vier Gesellschaftern – der Moritz J. Weig, der Saarberg Fernwärme (heute: STEAG New Energies), der Energieversorgung Mittelrhein (heute: Energieversorgung Mittelrhein) und der Stadtwerke Mayen – sind inzwischen sechs Gesellschafter geworden. Die Kreissparkasse Mayen und das Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein haben sich ebenfalls beteiligt.

Preisgekrönt ist das Projekt „Fernwärmeversorgung in Mayen“, das die Fernwärmeversorgung der Stadt ausschließlich durch Abwärme einer nahegelegenen Papierfabrik realisiert.

Preisgekrönt ist das Projekt „Fernwärmeversorgung in Mayen“, das die Fernwärmeversorgung der Stadt ausschließlich durch Abwärme einer nahegelegenen Papierfabrik realisiert.

In Mayen wollte man die Einzelfeuerungsstätten ersetzen, da die meisten mit Kohle oder Heizöl betrieben wurden. Das Ziel war es, die Lebensqualität in der Eifel-Stadt zu erhöhen, indem die Abluft verbessert und die Belastung durch Ruß und Rauch verringert wurde. „Gleichzeitig war STEAG New Energies auf der Suche nach einem innovativen Projekt“, berichtet Andreas Jochem. Der Koordinator für den Bereich dezentrale Anlagen Mitte und technischer Geschäftsführer der Fernwärme Mayen weiß allerdings auch, „die Gesamtkombination muss stimmen, damit so ein Projekt erfolgreich ist.“

Dazu gehört einerseits der Veränderungswille bei einer Kommune. Andererseits muss ein Unternehmen bereit sein, seine Abwärme zur Verfügung zu stellen. Damit geht auch mehr einher, als nur die Anschlussstellen zu schaffen, „es handelt sich eher schon um einen Eingriff in die Produktion“, erläutert Jochem. Schließlich gehört ein Partner dazu, der das technische Know-how für den Aufbau einer Fernwärmeversorgung hat.

Besonders geeignet sind solche Vorhaben in der Nähe von Unternehmen aus energieintensiven Branchen wie Glasproduktion oder durch die Nutzung von Brennöfen. Die Papier- und Kartonfabrik hat sich als sehr geeignet erwiesen, „obwohl dort schon sehr energieeffizient gearbeitet wird“, ergänzt Jochem. Dafür hat Weig-Karton auch aus der überschüssigen Abwärme, die früher ungenutzt verloren ging, jetzt noch einen Bonus für seine Energiebilanz.

In Mayen wollte man die Einzelfeuerungsstätten ersetzen, da die meisten mit Kohle oder Heizöl betrieben wurden. Das Ziel war es, die Lebensqualität in der Eifel-Stadt zu erhöhen, indem die Abluft verbessert und die Belastung durch Ruß und Rauch verringert wurde.

In Mayen wollte man die Einzelfeuerungsstätten ersetzen, da die meisten mit Kohle oder Heizöl betrieben wurden. Das Ziel war es, die Lebensqualität in der Eifel-Stadt zu erhöhen, indem die Abluft verbessert und die Belastung durch Ruß und Rauch verringert wurde.

Technische Realisierung

Üblicherweise wird die Fernwärmeversorgung bei der Gestaltung von Neubaugebieten oder großen Verwaltungsgebäuden gleich integriert. In Mayen war die Umsetzung schwieriger, denn das Netz mit einer Bauzeit von mehreren Jahren wurde quer durch die ganze Stadt gezogen und die Belange der Bürger fanden Berücksichtigung. „Dann ist es besonders wichtig, die bestehenden Leitungen immer besser zu nutzen“, betont der technische Geschäftsführer. Eine hohe Versorgungsdichte sichert die Rentabilität des Projekts, das in der Eifel mit einer hohen Investition verbunden war.

In Mayen wird die Jahreswärmemenge von 20.000 Megawattstunden genutzt. Dafür wurden bei Weig-Karton Wärmetauscher installiert. „Für diesen Spezialfall mussten sie quasi maßgeschneidert werden“, sagt der Steag-Experte. Aus Abluft und Abgas wird die überschüssige Wärme gewonnen und genutzt, um sie ins Wärmeverteilnetz zu übertragen. Zusätzlich ist ein Speicher für die Fernwärme installiert worden, um die Produktionsspitzen in der Kartonfabrik aufzufangen und bei Bedarf zeitversetzt abzugeben. Denn Bereitstellung und Bedarf fallen selten zusammen. „In den Haushalten wird die Energie morgens und abends benötigt, aber in der Fabrik fällt sie vor allem tagsüber an“, erzählt Jochem. „Mit dem Speicher ist es uns gelungen, einen Ausgleich und eine Vergleichmäßigung im Netz zu schaffen.“ Der Speicher umfasst ein Volumen von 300 Kubikmetern. „Das genügt um eine Spitze von drei bis vier Stunden abzudecken“.

Die Papier- und Kartonfabrik Weig-Karton in Mayen war bereit, ihre Abwärme der Stadt Mayen zur Verfügung zu stellen.

Die Papier- und Kartonfabrik Weig-Karton in Mayen war bereit, ihre Abwärme der Stadt Mayen zur Verfügung zu stellen.

Ansprechpartner für Rückfragen:

Rüdiger Saß, Bereichsleiter Vertrieb Dezentrale Energie:  ruediger.sass@steag.com

Tel.: +49 681 9494-9111,  Fax: +49 681 9494-9368

Mit Hilfe der Pumpstation von Steag leitet die ortsansässige Papierfabrik in Mayen die bis zu 90 Grad heiße Abwärme an Wohnhäuser, das Krankenhaus und das Gymnasium weiter.

Mit Hilfe der Pumpstation von Steag leitet die ortsansässige Papierfabrik in Mayen die bis zu 90 Grad heiße Abwärme an Wohnhäuser, das Krankenhaus und das Gymnasium weiter.

Weitere Informationen unter:

www.steag-newenergies.com

www.fernwaerme-mayen.de

 

Video:

www.youtube.com/watch?v=ebst7dgcR5A


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Tel. +49 681 9494-00
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E-Mail. info-newenergies@steag.com
Web. www.steag-newenergies.com

13. Januar 2020


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