In Baden-Württemberg soll durch umfangreiche Aktionsprogramme und klimaneutrale Mobilitätskonzepte der motorisierte Individualverkehr reduziert werden.

In Baden-Württemberg soll durch umfangreiche Aktionsprogramme und klimaneutrale Mobilitätskonzepte der motorisierte Individualverkehr reduziert werden.

Der Mobilitätspakt sorgt für weniger Stau in der Region

Umfangreiches Aktionsprogramm des Landes Baden-Württemberg mit Rastatt für klimaneutralen Verkehr

Stau schränkt die Bewegungsmöglichkeit der Menschen ein. Deshalb will Rastatt Mobilität mit Lebensqualität vereinen. Dafür soll der Verkehr in der Region besser fließen. Kernstück ist die Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs. Die öffentlichen Verkehrsmittel und Radwege werden verbessert.

Der Verkehr steht im Brennpunkt der Diskussionen. Für eine Wende der steigenden Zahlen haben insgesamt zwölf Partner unter der politischen Leitung des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg den dritten Mobilitätspakt im Land unterzeichnet. Vergleichbare Mobilitätspakte mit Unterstützung des Verkehrsministeriums gibt es in Baden-Württemberg bisher nur im Raum Heilbronn-Neckarsulm und in Wiesloch-Walldorf. Rastatt ist die erste Stadt, die den Pakt selbst verantwortet.

 

Der Rastatter Mobilitätspakt ist zunächst auf fünf Jahre angelegt. Er soll mit Beteiligung der Bürger Verbesserungen für eine umweltfreundliche Mobilität in der Region ermöglichen. Untersucht werden alle Aspekte: der motorisierte Individualverkehr, der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) mit Bus und Bahn, die Gütertransporte auf Straße und Schiene, der Radfahrer- und Fußgängerverkehr, und das betriebliche Mobilitätsmanagement. Schließlich sollen moderne Kommunikationstechnologien dabei helfen, die unterschiedlichen Verkehrsträger besser miteinander zu vernetzen.

Dafür werden die großen Infrastrukturprojekte wie der Lückenschluss der Bundesstraße 3 oder der Bahnhof als Verknüpfungspunkt zwischen Bahn, Straßenbahn, Bus und Taxi einer genauen Betrachtung unterzogen. Stärkung der klimaneutralen Mobilität und des ÖPNV sind weitere Aspekte. Im Radwegenetz, das topographisch begünstigt ist, sollen Verbesserungen vorgenommen werden. „Wir fördern oder finanzieren Projekte“, erläuterte Uwe Lahl, Ministerialdirektor im Stuttgarter Verkehrsministerium. „Dabei ist mir insbesondere die Stärkung des ÖPNV sowie des Radverkehrs ein Anliegen.“

„Wirtschaft, Tourismus und Bevölkerung sind in Rastatt und der Region in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen“, sagte Hans Jürgen Pütsch, Oberbürgermeister von Rastatt. „Mit dieser positiven Entwicklung ging jedoch eine Zunahme der Verkehrsprobleme in einem sowieso schon verkehrlich hoch belasteten Wirtschaftsraum einher. Der Mobilitätspakt mit seinem verkehrsträgerübergreifenden Ansatz und der breiten Bürgerbeteiligung bietet einen idealen Ansatz, die Mobilität ganzheitlich zu verbessern.“

Rastatt: Für eine Wende der steigenden Verkehrszahlen haben insgesamt zwölf Partner unter der politischen Leitung des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg den dritten Mobilitätspakt im Land unterzeichnet.

Rastatt: Für eine Wende der steigenden Verkehrszahlen haben insgesamt zwölf Partner unter der politischen Leitung des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg den dritten Mobilitätspakt im Land unterzeichnet.

Landrat Toni Huber vom Landkreis Rastatt ergänzte: „Als Landkreis wollen wir gemeinsam mit Partnern Konzepte und Maßnahmen für eine nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklung unserer Region erarbeiten und umsetzen. Wir freuen uns, dass es gelungen ist, neben dem Land Baden-Württemberg und der kommunalen Ebene auch viele weitere Partner aus der Wirtschaft und den Nahverkehrsorganisationen in den Mobilitätspakt Rastatt einzubinden. Nur auf solch breiter Basis kann er gelingen.“

 

Betriebs-Shuttle und Jobticket

„Die Verbesserung der Verkehrssituation in der Region ist uns ein großes Anliegen“, betonte Thomas Geier, Mercedes-Benz-Standortverantwortlicher im Werk Raststatt. „Verschiedene Maßnahmen wie ein Shuttle-Verkehr vom Bahnhof zum Werk und ein Jobticket wurden bereits umgesetzt, weitere Maßnahmen sind in Vorbereitung.“

Für Bürgermeister Raphael Knoth ist Mobilität eines der zentralen Themen und drängendsten Probleme in der Region. „Der Mobilitätspakt Rastatt bietet uns die Möglichkeit, mit den Entscheidungsträgern und Akteuren die verkehrlichen Einzelthemen gesamtheitlich in einem strukturierten Prozess anzugehen und zu lösen“, sagte Knoth.

 

Der nächste Mobilitätspakt in Baden-Württemberg ist bereits geplant: Mit einem Mobilitäts- und Zukunftskongress in Oberkochen als Start sollen On-Demand-Services, betriebliches Mobilitätsmanagement und Regionalentwicklung im Ostalbkreis präsentiert werden. Der Mobilitätspakt bietet den Vorteil, eine ganzheitliche Betrachtung der Mobilität über alle Verkehrsarten hinweg anzustreben. Somit können auch regionale und überregionale Wirkungen verschiedener Maßnahmen auf ihr Zusammenspiel optimiert werden.

Die zwölf Partner, die den Mobilitätspakt in Rastatt unterzeichnet haben.

Die zwölf Partner, die den Mobilitätspakt in Rastatt unterzeichnet haben.

Mobilitätspakte sind eine innovative Möglichkeit, um die Verkehrsprobleme einer Wirtschaftsregion zu analysieren und gemeinsam – im Zusammenspiel der Verantwortlichen aus Wirtschaft, Verkehrsbetrieben, Kommunen und Land – Lösungsvorschläge zu entwickeln. In Baden-Württemberg gibt es derzeit drei Mobilitätspakte, die vom Verkehrsministerium begleitet werden: Heilbronn-Neckarsulm (seit 2017), Walldorf-Wiesloch (seit 2018) und Rastatt (seit 2020).

 

Weitere Informationen:

https://vm.baden-wuerttemberg.de/de/politik-zukunft/nachhaltige-mobilitaet/mobilitaetspakte

https://vm.baden-wuerttemberg.de/de/verkehrspolitik


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