Für mehr Biodiversität in Bayern

Bauministerium fördert den Artenschutz an staatlichen Gebäuden und Straßen

Artenschutz ist für die Menschen in Bayern ein wichtiges Thema, das hat das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ im Jahr 2019 gezeigt. Die gute Nachricht ist: Jeder kann einen Beitrag dazu leisten, Tiere und Pflanzen zu schützen und ihnen passende Lebensräume zu bieten.

Bayerns Bauministerin Kerstin Schreyer hat jetzt eine Freiluft-Ausstellung eröffnet, die zeigt, wie die Artenvielfalt an Straßen, auf Dächern, an Fassaden und in Gärten gefördert werden kann und wo das Bau- und Verkehrsministerium bereits aktiv ist. Außerdem gibt die Handreichung „Artenschutz leicht gemacht“ Bürgerinnen und Bürgern Tipps für mehr Biodiversität rund um das eigene Haus oder die Wohnung.

Positive Effekte durch Gebäudegrün und begrünte Quartiere

Das sogenannte „Versöhnungsgesetz“, das als Antwort auf das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ verabschiedet wurde, sieht vor, staatseigene Gebäude und zugehörige Freiflächen zukünftig intensiver zu begrünen oder bepflanzen. „Wir gehen mit gutem Beispiel voran“, erklärte Bauministerin Schreyer. „Denn Nachbarschaften mit attraktiven Grün- und Freiflächen sind nicht nur in Zeiten von Corona wichtiger denn je. Artenreiche begrünte Quartiere haben auch positive Effekte für das Stadtklima und das Wohlbefinden der Menschen.“

Insgesamt konnten mit einer ersten Anschubfinanzierung von einer Million Euro bereits 23 bayerische Behördenstandorte Artenschutzmaßnahmen umsetzen. Es entstehen begrünte Dächer in Kempten, Augsburg, Landshut, Dinkelsbühl und Würzburg sowie begrünte Fassaden am Universitätscampus in Regensburg. Außerdem wurden am Eichamt in Bamberg Feuchtgebiete sowie an vielen weiteren Gebäuden in ganz Bayern Blumenwiesen und Stauden angelegt.

Rund 20.000 Kilometer an den Bundes- und Staatsstraßen für Insekten

Auch entlang von Straßen bieten die Grünflächen Rückzugsorte für viele Insektenarten, die in der Fläche durch die intensive Landnutzung kaum mehr geeignete Lebensräume finden. Denn die Straßenböschungen unterliegen weder einem Nutzungs- und Erholungsdruck, noch müssen sie gedüngt oder mit Pflanzenschutzmitteln behandelt werden.

Außerdem bieten Straßen durch ihre bandartige Struktur die Möglichkeit, bestehende Lebensräume von Pflanzen und Tieren miteinander zu vernetzen. Deshalb hat das Verkehrsministerium in Abstimmung mit dem Umweltministerium ein umfangreiches Konzept erarbeitet, das die Straßenbegleitflächen durch eine optimierte Grünpflege ökologisch aufwerten soll. „Schon heute blüht und summt es an vielen unserer Straßen“, so Ministerin Schreyer. „Das wollen wir jetzt gezielt unterstützen und die rund 20.000 Kilometer an unseren Bundes- und Staatsstraßen mit arten- und blütenreichen Flächen für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten weiter aufwerten.“

Tipps für Haus, Garten und Balkon wurden unter dem Titel „Artenschutz leicht gemacht“ für Bürgerinnen und Bürger in einer Broschüre zusammengefasst. Diese steht unter www.bestellen.bayern.de kostenfrei zum Download bereit.

Begleitend dazu wird die Info-Ausstellung im Außenbereich des Ministeriums am Münchner Franz-Josef-Strauß-Ring 4 noch bis 19. September 2021 rund um die Uhr zu sehen sein. Bau- und Verkehrsministerin Kerstin Schreyer: „Packen wir‘s an! Lassen Sie uns gemeinsam diese wichtige Aufgabe angehen.“


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