Die Rohrleitungen im Ulmer Westbad, das in den 1960er-Jahren erbaut und 1970 eröffnet wurde, sind alt. Ein besonderes Augenmerk gilt deshalb dem Erhalt der Trinkwasserhygiene: Täglich werden dafür alle Entnahmestellen automatisch gespült.

Die Rohrleitungen im Ulmer Westbad, das in den 1960er-Jahren erbaut und 1970 eröffnet wurde, sind alt. Ein besonderes Augenmerk gilt deshalb dem Erhalt der Trinkwasserhygiene: Täglich werden dafür alle Entnahmestellen automatisch gespült.

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Betrieb und Wartung im Griff

Westbad Ulm sorgt mit neuen Duschpaneelen für mehr Hygiene und Sicherheit

Mit einem modernen 25-Meter-Schwimmerbecken, einem Nichtschwimmerbecken, einem Babyplanschbereich, einer Dampfgrotte und einer Sonnenterrasse erfreut das in der Ulmer Weststadt gelegene Sportbad viele Badegäste, Vereine und Schulklassen. Seit über 50 Jahren ist die Anlage ein fester Bestandteil der Ulmer Schwimm- und Badekultur – und immer wieder auch ein beliebter Austragungsort für Veranstaltungen wie beispielsweise „Jugend trainiert für Olympia“.

Das Zentrale Westbad-Gebäudemanagement nutzte die pandemiebedingte Schließung im Frühjahr 2020, um neue Schell Edelstahl-Duschpaneele in Kombination mit dem Schell Wassermanagement-System SWS zu installieren. So können sich Betreiber und Badegäste hinsichtlich einwandfreier Trinkwasserqualität und vorbildlicher Hygiene in Zukunft völlig sicher fühlen.

Edelstahl gilt als optimaler Werkstoff für Duschpaneele in einem Hallenbad. Im Zuge der geplanten Umrüstung sollten außerdem zwei weitere Dinge berücksichtigt werden: die Reduzierung des personellen Aufwands bei Wartungsaufgaben an den Duschpaneelen und die automatisierte Sicherstellung des bestimmungsgemäßen Betriebs über Stagnationsspülungen, die bis dato alle 24 Stunden manuell erfolgten.

Zum Einsatz kamen deshalb 18 Edelstahl-Duschpaneele „Linus Inox DP-C-T“. Sie verfügen über ein korrosionsbeständiges Gehäuse aus gebürstetem Premium-Edelstahl mit der hohen Werkstoffgüte 1.4404 (V4A). Auch Duschkopf, Temperaturregler und Bedientaste bestehen aus Ganzmetall und sind hochwertig verchromt. Intensive Reinigungen können der robusten und zugleich pflegeleichten Oberfläche nichts anhaben. Auch der vor Vandalismus geschützte Duschkopf Comfort 13° mit Softstrahl und Antikalknoppen verringert die Wartungshäufigkeit. Die gewählte elektronische Duschpaneel-Variante ist mit vor Spritzwasser geschützter CVD-Touch-Elektronik für den automatischen Schließvorgang ausgestattet sowie mit dem EN 1111-konformen Thermostat inklusive Sicherheitsverriegelung im Fall von Kaltwasserausfall. Diese Komfort-Ausstattung gewährleistet einen größtmöglichen Verbrühungsschutz. Eine zuschaltbare 24-Stunden-Stagnationsspülung und die Möglichkeit zur thermischen Desinfektion sowie die bestmögliche Geräuschklasse I sorgen für ein angenehmes, hygienisches Duscherlebnis.

Die hochwertigen Edelstahl-Duschpaneele DP-C-T von Schell mit Touch-Bedienung tragen mit glatten, reinigungsfreundlichen Oberflächen zu einem höheren Infektionsschutz bei und ermöglichen automatische Stagnationsspülungen.

Die hochwertigen Edelstahl-Duschpaneele DP-C-T von Schell mit Touch-Bedienung tragen mit glatten, reinigungsfreundlichen Oberflächen zu einem höheren Infektionsschutz bei und ermöglichen automatische Stagnationsspülungen.

Digitales Wassermanagement

Als weiteres wichtiges Element wurde im Zuge der Umrüstung erstmals in einer Ulmer Liegenschaft das Wassermanagement-System SWS von Schell installiert. Dabei fungiert der SWS Server als Zentrale, die alle Informationen bündelt. Dazu wurden die 18 elektronischen Edelstahl-Duschpaneele mit jeweils einem steckerfertigen SWS Bus-Extender Kabel BE-K ausgestattet. Über dieses Bauteil und die CVD-Touch-Elektronik lässt sich jedes Duschpaneel per SWS Software, die auf dem PC des verantwortlichen Haustechnikers installiert ist, mit dem SWS Server vernetzen. Das SWS leistet wertvolle Dienste bei der Parametrierung der Duschpaneele. Die Verantwortlichen können so die optimale Wasserlaufzeit und Wassernachlaufzeit sowie die Betätigungskraft der Touch-Bedientaste anpassen. SWS bietet zugleich die Möglichkeit, Spülzeiten jederzeit individuell einzustellen. Denn selten genutzte Entnahmestellen begünstigen die Vermehrung von Bakterien, was sich so unterbinden lässt. Zudem können mit SWS mehrere Duschpaneele in Spülgruppen zusammengefasst werden. Die Auslösung von zeitgleichen Stagnationsspülungen an mehreren Entnahmestellen erzielt einen hohen Volumenstrom. Dieser ist sinnvoll, da man so Biofilme und Ablagerungen mit einer turbulenten Strömung aus den Rohren ausspülen kann. Das Wassermanagement-System SWS erfüllt somit zwei wichtige Funktionen: Es unterstützt den Erhalt der Trinkwasserhygiene maßgeblich und es trägt zur Wasser- und Energieeinsparung ohne Komforteinschränkung bei.

Im Westbad stehen 600 Quadratmeter Wasserfläche für den Schwimmsport zur Verfügung.

Im Westbad stehen 600 Quadratmeter Wasserfläche für den Schwimmsport zur Verfügung.

Schutz vor Infektionen hat oberste Priorität

Gerade im Hinblick auf pandemiebedingte Schließungen waren unbedingt Maßnahmen zu treffen, damit es nicht durch bakteriologisch belastetes Trinkwasser zu Erkrankungen der Nutzer über Verneblungen oder Aerosole kommt. Mit dem Einsatz elektronischer Schell Edelstahl-Duschpaneele und ihrer Vernetzung mit dem Wassermanagement-System SWS lässt sich die Einhaltung der Trinkwasserverordnung über die automatisierte Steuerung und Überwachung von Stagnationsspülungen maßgeblich unterstützen. Selbst die thermische Desinfektion nach DVGW Arbeitsblatt W 551 einschließlich ihrer Dokumentation ist mit SWS möglich.

„Das Rohrleitungssystem im Westbad ist alt, und es gab seit 2001 keine Sanierung, sodass man die Rohre hätte durchschleifen können“, berichtet Michael Kuhnle. Er ist seit 16 Jahren verantwortlicher Bezirksbaumeister West beim Zentralen Gebäudemanagement und betreut somit etwa die Hälfte von insgesamt 450 Liegenschaften der Stadt Ulm. „Dies war das entscheidende Kriterium für den Einsatz des Wassermanagement-Systems SWS.“ Seinen Berechnungen zufolge löst die Stagnationsspülung im pandemiebedingten Gebäudestillstand sowie während der mehrwöchentlichen saisonalen Sommerschließung an drei Tagen in der Woche für 30 Sekunden aus, was pro Tag einem zusätzlichen Wasserverbrauch von knapp neun Litern an jedem Duschplatz entspricht.

Für die Zukunft hält das installierte Schell Wassermanagement-System weitgehende Erweiterungs-Optionen bereit. So kann das Zentrale Gebäudemanagement Ulm beispielsweise zu einem späteren Zeitpunkt auch elektronische Schell Waschtisch-, WC- und Urinal-Armaturen ins SWS im Westbad einbinden.

Das Ziel ist erreicht (von links): Schell-Vertriebsbeauftragter Sven Potthoff, Haustechniker Frank Welz und Michael Kuhnle vom Zentralen Gebäudemanagement der Stadt Ulm sind mit dem Ergebnis zufrieden.

Das Ziel ist erreicht (von links): Schell-Vertriebsbeauftragter Sven Potthoff, Haustechniker Frank Welz und Michael Kuhnle vom Zentralen Gebäudemanagement der Stadt Ulm sind mit dem Ergebnis zufrieden.


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4. November 2021


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