Mit Datenplattformen zur Mobilitätswende

Städte, Gemeinden und Kreise in Baden-Württemberg wollen die Mobilitätswende voranbringen

Stuttgart. Beim 10. Match Making von InKoMo 4.0 ging es um Datenplattformen und –architektur. Mit dabei waren Verkehrsminister Winfried Hermann und Ministerialdirektor Stefan Krebs, CIO/CDOdes Landes Baden-Württemberg.

Dabei stehen folgende Fragen im Vordergrund

  • Welchen substanziellen Mehrwertschafft die Digitalisierung für die Mobilität von Kommunen?
  • Wie gelingt es Kommunen, den Herausforderungen von zukunftsgerichteten Mobilitätsformen innovativ und erfolgreich zu begegnen?
  • Welche Rolle spielen dabei Datenplattformen und -architektur und welcheFördermöglichkeiten bestehen für Kommunen?

 

Um sich diesen komplexen Problemstellungen zu widmen, braucht es branchenübergreifende Ideen sowie die Zusammenarbeit von Kommunen und zukunftsorientierten Unternehmen der Mobilitätswirtschaft.Mithilfe moderner Digitaltechniken lassen sich nicht nur innovative Datenarchitekturen aufbauen, sondern sie ermöglichen auch bedarfsorientierte Mobilitätsangebote und eine zielorientierte Verkehrssteuerung. Die Bereitstellung der Verkehrsdaten ist demnachein wesentlicher Bestandteil der Mobilitätswende für Baden-Württemberg.

 

InKoMo-Match – eine Datenplattformen für die Architektur

Dieser Herausforderung nahm sich das 10. InKoMo-Match Making an. Das Thema waren „Datenplattformen und -architektur“. Gudrun Heute-Bluhm, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Städtetags Baden-Württemberg,zog nach zehn Match Makings eine kleine Bilanz: „InKoMo 4.0 hat sich als wandlungsfähiges Projekt erwiesen. Stand anfangs die Förderung von Start-ups im Mobilitätsbereich im Mittelpunkt, zeigt sich inzwischen, dass wir kommunale Bedarfe und Angebote aus derfreien Wirtschaft zusammenführen müssen. Diesen Marktplatz müssen wir auch in Zukunft erhalten. Für die Kommunen brauchen wir besondere Hilfestellung bei Vergabewesen und Datenschutz sowie einen gezielten Erfahrungsaustausch.“

 

Hier verwies Dr. Susanne Nusser, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des Städtetags, auf die besondere Bedeutung der 10. Veranstaltung:

„Die Jubiläumsveranstaltung fand, genau wie die Gründung,wieder im Hospitalhof statt. Wir sehen heute, wie weit das Projekt in den vergangenen vier Jahren gekommen ist und welche besondere Funktion die Vernetzung von Kommunen und Wirtschaft spielt.“

 

Wichtige Impulse für den weiteren Weg der Mobilitätswende gaben Verkehrsminister Winfried Hermann und Ministerialdirektor Stefan Krebs, CIO/CDO des Landes Baden-Württemberg, zu den Themen Digitalisierung und Digitale Mobilität in Baden-Württemberg. Minister Hermann machte deutlich, welch hohen Stellenwert das Projekt InKoMo 4.0 im Verkehrsministerium hat. „Die Digitalisierungeröffnet zahlreiche Möglichkeiten, um klimafreundlicheres Mobilitätsverhalten und emissionsärmere Verkehrssysteme zu stärken. Das gilt für den Straßenverkehr ebenso wie für öffentliche Verkehrsmittel. Der ÖPNV kann durch die Nutzung von Verkehrsdaten im Interesseder Fahrgäste deutlich attraktiver gestaltet werden. Als Land haben wir in den vergangenen Jahren zahlreiche Projekte der Digitalen Mobilität angestoßen. Entscheidend für den Erfolg ist eine gute Zusammenarbeit mit den Kommunen“, so Hermann.

 

Neben der Vorstellung von Lösungsansätzen innovativer Unternehmen aus Baden-Württemberg wie Bosch, Mercedes-Benz, MHP oder ZF, gab es die Möglichkeit zum gemeinsamen Austausch und der Gründungvon Innovationspartnerschaften zwischen Unternehmen und kommunalen Vertreterinnen und Vertretern. Denn, so Innenminister Thomas Strobl, „die digitale Kommune der Zukunft ist Team-Arbeit. Damit sie gelingt,müssen Kommunen, Wirtschaft und Politik an einem Strang ziehen. Mit InKoMo 4.0 fördern wir die Entwicklung neuer digitaler Mobilitätsdienste aus enger Partnerschaft zwischen Kommunen und Mobilitätswirtschaft und bringen so die Digitalisierung auf die Straße.Damit die Lösungen von weiteren Städten und Gemeinden umgesetzt werden können, investieren wir kräftig. Seit 2020 haben wir fünf herausragende digitale Mobilitätslösungen mit insgesamt rund 1,7 Millionen Euro gefördert. Unsere Städte und Gemeinden tragen somit ihrer Innovationskraft zusammen mit den kreativen Unternehmen in unserem Land dazu bei, Baden-Württemberg zur digitalen Leitregion Europas zu machen.“

 

Über InKoMo 4.0

Das Projekt InKoMo 4.0 – Innovationspartnerschaften für Kommunen und Mobilitätswirtschaft 4.0 – mit der dazugehörigen Geschäftsstelle wurde im Rahmen des Strategiedialogs Automobilwirtschaft ins Leben gerufen. Ziel von InKoMo 4.0 und der 10. Match Making Veranstaltung war und ist es, vorhandene Ansätze und Projekte der Mobilitätswirtschaft sichtbarzu machen, konkrete Lösungen mit kommunalen Bedürfnissen zusammenbringen und diese in die Breite zu streuen.


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