In Bayern wurde das „Radverkehrsprogramm Bayern 2025“ als Strategie für die Radverkehrsförderung vorgestellt. Daraus folgend soll der Freistaat ein durchgängiges Radroutennetz erhalten.

In Bayern wurde das „Radverkehrsprogramm Bayern 2025“ als Strategie für die Radverkehrsförderung vorgestellt. Daraus folgend soll der Freistaat ein durchgängiges Radroutennetz erhalten.

10. Juli 2023

Dem Radverkehr auf die Sprünge helfen

Gemeinsam stark: Im Netzwerk bereiten Kommunen den Weg

Mit dem Nationalen Radverkehrsplan 3.0 (NRVP) wurde die Strategie für die Radverkehrsförderung in Deutschland vorgestellt. Danach sollen sich die gefahrenen Kilometer per Rad bis 2030 im Vergleich zu 2017 verdoppeln. Weiterhin wurde das Radverkehrsprogramm Bayern 2025 als Strategie für die Radverkehrsförderung vorgestellt. Daraus folgend soll der Freistaat ein durchgängiges Radroutennetz erhalten, sollen Abstellplätze deutlich ausgebaut und der Radverkehrsanteil von derzeit elf Prozent auf 20 Prozent im Jahr 2025 gesteigert werden.

Für die Erreichung dieser Ziele sind die Kommunen wichtigster Partner. Die Herausforderungen sind nicht für alle Kommunen gleich – aber auch nicht gänzlich verschieden. Um individuelle Antworten zu finden und Lösungen zu teilen, wurden deshalb Netzwerke wie die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern (AGFK Bayern) etabliert. Das Netzwerk besteht aus mittlerweile 119 Kommunen, die durch konkrete Projekte und Aktionen den Radverkehrsanteil vor Ort erhöhen. Dabei stellt sich für Kommunen mittlerweile weniger die Frage, ob, sondern wie der Radverkehr gefördert werden kann und soll. Sarah Guttenberger, Geschäftsführerin der AGFK Bayern: „Die Steigerung des Radverkehrsanteils ist kein Selbstläufer – erst die Schaffung von fahrradfreundlichen Rahmenbedingungen ermöglicht die Etablierung einer Fahrradkultur und das Ankommen des Fahrrads als ernstzunehmende Alternative zum motorisierten Personenverkehr. Das Fahrrad muss künftig als Verkehrsmittel für den Alltag und nicht nur für die Freizeit wahrgenommen werden – dies gilt sowohl für urbane, vor allem aber auch für ländliche Räume.“

Um das Rad als Alltags- und Freizeitverkehrsmittel voranzubringen, müssen möglichst lückenlose Netze geschaffen werden.

Um das Rad als Alltags- und Freizeitverkehrsmittel voranzubringen, müssen möglichst lückenlose Netze geschaffen werden.

Ganzheitliche Radverkehrsförderung basiert auf vier Säulen: Infrastruktur: Infrastruktur schafft die Voraussetzungen für sicheres und komfortables Radfahren. Bei den Planungen sollten Kommunen den aktuellen Stand der Technik zugrunde legen und über die Gemeindegrenzen hinausdenken; um das Rad als Alltags- und Freizeitverkehrsmittel voranzubringen, müssen möglichst lückenlose Netze geschaffen werden. Den Landkreisen kommt hier als Koordinator eine wichtige Funktion zu.
Information: Informationen zur Fahrradnutzung sollten permanent präsent sein. Hierzu zählen Hinweise zu Routen und Kennzeichnungen sowie Serviceangebote. Die AGFK Bayern stellt Kampagnen zu wichtigen Radthemen zur Verfügung und fördert den Wissensaustausch ihrer Mitglieder untereinander und im Rahmen von Veranstaltungsformaten.
Öffentlichkeitsarbeit: Durch aufklärende und motivierende Öffentlichkeitsarbeit kann das Mobilitätsverhalten der Bürger beeinflusst und ein Verhaltenswandel erreicht werden.
Service: Service meint Elemente, die zu einer einfachen und bequemen Nutzung des Fahrrads beitragen. Beispielsweise die Kombination von Fahrrad und ÖPNV (Bike & Ride), ein Reparaturservice, bewachtes Parken oder die Möglichkeit zur Gepäckaufbewahrung.

Eine ganzheitliche Radverkehrsförderung basiert auf vier Säulen: Infrastruktur, Information, Öffentlichkeitsarbeit und Service.

Eine ganzheitliche Radverkehrsförderung basiert auf vier Säulen: Infrastruktur, Information, Öffentlichkeitsarbeit und Service.

Weitere Informationen:

Geschäftsführerin Sarah Guttenberger
Tel.:  09131 / 616 81 88
sarah.guttenberger@agfk-bayern.de


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17. Juli 2024


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