Am Puls der bayerischen Regionen
Hineinhören, was die Regionen brauchen: Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie lud ein zur Regio.PULS-Veranstaltungsreihe
Wie Bayerns Regionen auch in Zukunft lebenswert, wirtschaftlich stark und innovativ bleiben, diese Frage stand im Mittelpunkt der dreiteiligen Veranstaltungsreihe bei der Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt direkt mit Akteuren vor Ort diskutierten. Hintergrund: Der Freistaat Bayern unterstützt im Rahmen des Regionalmanagements rund 60 regionale Initiativen in ganz Bayern mit insgesamt rund zehn Millionen Euro jährlich.
Anlass der Veranstaltungsreihe, die in Landshut, Augsburg und Bayreuth stattfand und die Regionalentwicklung aller sieben Regierungsbezirke zum Thema hatte, ist die Neuauflage der Förderrichtlinie für die Landesentwicklung – Regionalmanagement. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger bei der Auftaktveranstaltung in Landshut: „Ich freue mich, dass wir das Regionalmanagement erfolgreich weiterentwickeln und dadurch die Regionen stärken, Ideen fördern und Zukunft gestalten.“
Seit über 30 Jahren gibt es das Regionalmanagement in Bayern als Instrument der Landesentwicklung. Mit einem Fördervolumen von rund 10 Millionen Euro werden im Rahmen der Förderrichtlinie derzeit jährlich rund 60 regio-
nale Initiativen in ganz Bayern gefördert. Regionalmanager gestalten dabei meist auf Landkreisebene in über 200 Projekten die Entwicklung vor Ort.
Unterstützt werden die regionalen Initiativen durch regionale Entscheidungsträger und eine breite Vielfalt lokaler Akteure – etwa Verbände, Bildungsinstitutionen, Vereine und die lokale Bevölkerung. Das Besondere: Die Ideen für Projekte generieren sich bottum-up aus den Regionen selbst.

Förderung für innovative Projekte in zentralen Zukunftsthemen
Die Regionalmanagementförderung erhalten innovative Projekte in zentralen Zukunftsthemen aus den Handlungsfeldern demografischer Wandel, Wettbewerbsfähigkeit, Siedlungsentwicklung, regionale Identität und Klimawandel. Gleichwertige Lebensverhältnisse und Arbeitsbedingungen sollen dadurch in ganz Bayern geschaffen werden.
Die Förderung, die sich im Rahmen der Regelförderung auf bis zu 100.000 Euro pro Projektjahr beläuft, kann sich unter bestimmten Voraussetzungen um 50.000 bis zu 75.000 Euro pro Projektjahr erhöhen, wenn beispielsweise der räumliche Umgriff der regionalen Initiative mehr als drei Landkreise vollständig umfasst, sind es 75.000 Euro). Daneben gibt es Sonderförderungen für Flächensparen, Militär- und Konversionsstandorte, Zielbildungs- und Transformationsprozesse von bis zu 150.000 Euro.
Um die Wirkkraft des Ansatzes erfolgreich weiterzuführen, wurden politische Entscheider, regionale Gestalter und Netzwerkpartner in die Weiterentwicklung des Regionalmanagements in der Veranstaltungsreihe einbezogen.
„Der Name ist Programm – mit Regio.PULS sind wir am Puls der Zeit. Jede Region hat ihre eigenen Stärken, die wir gemeinsam fördern und voranbringen wollen", erklärte Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt in Augsburg, bei der zweiten Veranstaltung der Reihe, zu der er Experten aus Schwaben und Oberbayern zusammenführte.

Schwaben und Oberbayern haben besondere Standortvorteile, aber auch Herausforderungen, so das Bayerische Wirtschaftsministerium in der Pressemitteilung. Der Wirtschaftsraum Augsburg A³ wird von Seiten des Regionalmanagements deshalb zusätzlich mit der Sonderförderung Transformationsprozesse in Höhe von 150.000 Euro pro Projektjahr unterstützt. Viele Unternehmen in der Region, ob große Traditionsunternehmen oder innovative Mittelständler, stünden unter Druck. Nicht nur im Bereich der industriellen Produktion seien Stellenabbau und bayernweit überdurchschnittliche Unternehmensinsolvenzen zu verzeichnen. Das Regionalmanagement unterstütze die Unternehmen in der Region insbesondere im Bereich der Innovations- und Kooperationsförderung. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Themenfeld Wasserstoff.
Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt erklärte: „Unsere Regionalmanager sind vor Ort und unterstützen dabei, Herausforderungen und Chancen zusammenzubringen. Die Regionalmanagementförderung ist deutschlandweit einzigartig.“
Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe, die in Bayreuth mit dem Titel „Die Regionen von morgen – resilient und kreativ!“ für die drei fränkischen Regierungsbezirke stattfand und bei der rund 100 Vertreter regionaler Initiativen, Kommunen, Verbände und Netzwerke mitdiskutiert haben, resümierte Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt: „Unsere Regionen warten nicht auf Lösungen – sie entwickeln sie selbst.“
In Bayreuth standen Workshops zu Themen wie Fachkräftesicherung, Gesundheitsversorgung, regionale Transformation, Klimaresilienz, Tourismus sowie die Aktivierung von Leerständen im Mittelpunkt.

Regionale Initiative baut digitales Gesundheits-Netzwerk auf
Ein konkretes Projekt aus Franken ist das Digitale Gesundheits-Netzwerk Oberfranken 2.0 des Oberfranken Offensiv e.V.
Die Initiative verfolgt das Ziel, die Gesundheitsversorgung in der Region durch digitale Anwendungen zu verbessern, die Attraktivität des Arbeitsplatzes „Apotheke“ zu steigern und die Apotheken als zentrale Gesundheitsstandorte zu sichern.
Dazu gehört auch, dass Medikamente per Drohne vom lokalen Großhandel zur Apotheke und von Apotheke zu Apotheke geliefert werden. Momentan wird dies unter realen Alltagsbedingungen getestet. Ziel ist dabei, die medizinische Versorgung, insbesondere im ländlichen Raum, zukunftssicher aufzustellen und gleichzeitig die Apotheken vor Ort zu stärken. Drohnen sollen dort einspringen, wo klassische Lieferdienste meist versagen, beispielsweise, wenn kurzfristig Medikamente bestellt werden oder dringend benötigte Arzneimittel nicht vorrätig sind. [ pb ]

Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie
Prinzregentenstraße 28
80538 München











Youtube