Daran erkennt man zukunftsfähige Klärtechnik
Drei Auszeichnungen werden für Umweltkompetenz vergeben
Der Förderverein KUMAS e. V. verleiht seit seiner Gründung jährlich einen Umweltpreis. Die 27. Auszeichnung der KUMAS-Leitprojekte zeigte die Zukunft der Abwasserbeseitigung im Zeichen der Energieeffizienz und des Ressourcenschutzes.
„Insbesondere die Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm wird in naher Zukunft entscheidend sein für eine zukunftsfähige, landwirtschaftliche Lebensmittelproduktion“, so KUMAS-Geschäftsführer Thomas Nieborowsky.
Die 2025 ausgezeichneten Projekte:
Emter GmbH, Altenstadt
Aus Klärschlamm entsteht in einer Klärschlammverbrennungsanlage ein hervorragender Phosphatdünger. Die Einmaligkeit des Verfahrens besteht darin, den kommunalen Klärschlamm direkt aufzubereiten. Dadurch wird eine pflanzenverfügbare Phosphatverbindung hergestellt, die die Basis des Emter-Phosphatdüngers ist. Das einzigartige Verfahren, das zusammen mit der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) erforscht und umgesetzt wurde, besticht durch Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Der produzierte Phosphatdünger kann sogar in der Biolandwirtschaft eingesetzt werden.

Kanalisations-Zweckverband Schwarzachgruppe, Schwarzenbruck
In der bilanziell energieautarken Kläranlage sind Techniken der Energieeffizienz und regenerativen Energieerzeugung kombiniert und der gesamte Betrieb optimiert. Der Betrieb der Anlage wird energieneutral, da der benötigte Strom mit regenerativen Energiequellen erzeugt wird. Die Energiequellen sind Klärgas, Photovoltaik und Wasserkraft. Außerdem werden neue Ansätze zur Energiespeicherung und sektorübergreifenden Energiebewirtschaftung angewandt, um energetische Optimierung im netzdienlichen Betrieb zu erreichen. Der Gasspeicher wurde vergrößert, ein Batteriespeicher gebaut und ein Wärmespeicher errichtet. Strom wird in das Netz gespeist, wenn dieser bestmöglich vergütet beziehungsweise im Netz gebraucht wird.

Energieagentur Regensburg e. V.
Unter dem Titel „Wir sind alle Astronauten und unser Raumschiff ist die Erde“ dreht sich in der „um:welt“, dem ersten bayerischen Energie-Bildungszentrum in Regensburg, alles um Klima, Energie und Nachhaltigkeit. Auf 600 Quadratmetern erleben Besucher in interaktiven Räumen, wie unser Planet, das Raumschiff Erde, funktioniert – und was wir tun können, um ihn zu schützen. Spannende Lernstationen, Workshops und digitale Formate zeigen: Jeder kann Teil der Lösung sein. Denn im Raumschiff Erde gibt es keine Passagiere – wir alle sind Teil der Crew. Das Bildungszentrum ist ein Projekt der Energieagentur Regensburg gemeinsam mit der Stadt und dem Landkreis Regensburg und dem Landkreis Kelheim als Kooperationspartner.
KUMAS e. V. blickt mit den Leitprojekten auf eine lange Tradition zurück und wird den Umweltpreis auch im Jahr 2026 vergeben. Bis zum 31. August 2026 können noch Vorschläge eingereicht werden.
KUMAS – Kompetenzzentrum Umwelt e. V.
Am Mittleren Moos 48
86167 Augsburg











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