Das Klima auch beim Bau in den Fokus stellen
Ziele in der Nachhaltigkeit haben inzwischen auch die Baustellen erreicht
Die Klimakrise wird auf der Baustelle entschieden. Dominik Campanella, Experte für kreislaufgerechtes Bauen und Geschäftsführer und Mitgründer von Concular, ist überzeugt davon, dass vorwiegend das Sanieren alter Gebäude eine von verschiedenen Lösungen dafür ist, um die Klimaziele zu erreichen.
Warum der Weg nur über Zirkularität führt

„Sanieren, zirkulär und datenbasiert.“
Dominik Campanella, Experte für kreislaufgerechtes Bauen und Geschäftsführer und Mitgründer von Concular
Der Gebäudesektor verursacht rund 40 Prozent der CO2-Emissionen und 60 Prozent des Abfallaufkommens. Rund die Hälfte dieser Emissionen entsteht bereits durch die Herstellung von Baumaterialien – lange bevor ein Gebäude überhaupt genutzt wird. Wenn wir die Klimaziele erreichen wollen, führt am Erhalt und an der Sanierung des Gebäudebestands kein Weg vorbei.
Warum ist Sanieren besser?
Das nachhaltigste Gebäude ist das, welches bereits gebaut wurde. Beim Neubau entstehen enorme Mengen an „grauer Energie“, also Emissionen aus der Herstellung, dem Transport und dem Einbau von Baustoffen. Diese machen oft mehr als die Hälfte der Gesamtemissionen eines Gebäudes aus. Bei einer Sanierung bleiben große Teile dieser Emissionen ungenutzt im Bestand „gespeichert“. Studien zeigen, dass Sanierungen je nach Umfang 50 bis 70 Prozent weniger Treibhausgasemissionen verursachen als ein Neubau.
Regulatorischer Druck wächst
Die neue Energy Performance of Buildings Directive (EPBD), welche in Kürze in Kraft geht, schreibt vor, dass künftig CO2-Grenzwerte für Neubauten einzuhalten sind. Schon heute ist klar: Diese Werte sind praktisch nicht mehr erreichbar, wenn wir weiter so bauen wie bisher. Der einzige realistische Weg, Klimaziele einzuhalten, ist daher die Sanierung und der Erhalt des Bestands.

Graue Energie muss gemessen werden
Bislang wurde die Bilanzierung von Gebäuden fast ausschließlich auf die Betriebsenergie fokussiert. Künftig muss die graue Energie genauso berücksichtigt werden. Concular hat mit CircularLCA eine Software entwickelt, die genau das ermöglicht: eine zirkuläre Lebenszyklusanalyse, die Materialkreisläufe, Restwerte und Wiederverwendung systematisch einbezieht – kompatibel mit DGNB, QNG und weiteren Standards.
Concular als Partner für Kommunen
Wir bei Concular unterstützen diesen Wandel seit Jahren. Mit über 800 Projekten und einem Team von 70 Experten und Expertinnen haben wir gezeigt, dass zirkuläres Bauen in der Praxis funktioniert. Mehr als die Hälfte unserer Kunden stammen aus der öffentlichen Hand: von der Stadt Köln über München bis zum Land NRW, den Bund, Waiblingen oder den Kreis Bergstraße. Gemeinsam haben wir digitale Gebäuderessourcenpässe etabliert, Rückbauprozesse optimiert und Millionen von Bauteilen wieder in den Kreislauf gebracht.
Fazit
Sanierung ist nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch sinnvoll. Sie spart CO2, Kosten und Zeit – und sie wird durch Regulierung zur Pflicht. Mit digitalen Lösungen, Materialpässen und CircularLCA schaffen wir die Grundlage, damit Kommunen, Bauherren und Planende heute schon den Schritt in eine zirkuläre Baukultur gehen können. Die Klimakrise wird auf der Baustelle entschieden – und die Antwort auf die Frage „Sanieren oder Neubau?“ ist eindeutig: Sanieren, zirkulär und datenbasiert.

Kontaktdaten:
Concular GmbH
c/o Impact Hub
Rollbergstraße 28a
12053 Berlin
Tel.: +49 711 400 990 98
info@concular.de
www.concular.de
Ein weiteres Statement zum Thema von:
– Petra Wurmer-Weiß, Architektin und Beraterin bei der Bayerischen Architektenkammer
– Winfried Heusler, Institutsleiter des ift Rosenheim und Fassadenexperte
– Christine Lemaitre, Geschäftsführender Vorstand beim DGNB e.V.
Wir bedanken uns ganz herzlich dafür!
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Diskutieren Sie mit!
Welche Erfahrungen haben Sie in Ihrer Kommune beim Gebäudebau gemacht?
Wie viele Wohnungen fehlen in ihrem Landkreis?
Gibt es genügend geeigneten unbewohnten Altbau, der nachhaltig saniert werden kann?
Wie viele neue Gebäude wurden in den letzten fünf Jahren bei Ihnen vor Ort gebaut?
Wir sind gespannt auf Ihre/Eure Erfahrungen!











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