Die Studie „Der Preis der Datenvernichtung: Untersuchung der ökonomischen und ökologischen Kosten der Datenvernichtung im öffentlichen Sektor“ von Blancco zeigt, dass die befragten öffentlichen Einrichtungen in Deutschland rund 1,9 Millionen Euro für die physische Vernichtung von Solid State Drives (SSDs) ausgeben. SSDs werden sowohl als Wechseldatenspeicher als auch in Laptops, Desktop-Computern und Servern genutzt. Hinzu kommen Kosten für neue SSDs in Höhe von 4,5 Millionen Euro. So summieren sich die Ausgaben auf 6,41 Millionen Euro für die Vernichtung von IT-Geräten, die in vielen Fällen wiederverwendet werden könnten.
51 Prozent der Befragten in Deutschland stimmen zu, dass die Wiederverwendung von SSDs besser für die Umwelt ist als die physische Vernichtung. Zudem geben 93 Prozent der Studienteilnehmer an, dass ihre Einrichtung einen Plan zur Verringerung der Umweltauswirkungen durch die Vernichtung von IT-Geräten hat. Trotzdem setzen nur 21 Prozent der Einrichtungen diese Pläne auch aktiv um.

Gründe für den „falschen“ Umgang mit Datenspeichern:

  • 36 Prozent der Befragten vernichten „vorsorglich“ alle SSDs, da die physische Vernichtung von SSDs mit Verschlusssachen gesetzlich vorgeschrieben sei.
  • 39 Prozent sind der Meinung, dass die physische Vernichtung günstiger als andere Lösungen zur Datenvernichtung ist und 52 Prozent halten es für sicherer.
  • 36 Prozent glauben, dass es keine zertifizierten oder zugelassenen Anbieter oder Lösung für ein anderes Verfahren gibt und
  • 27 Prozent kennen keine anderen Verfahren zur Datenvernichtung.
Millionen von Datenspeichern landen auf dem Müll, obwohl sie wiederverwendet werden könnten
Millionen von Datenspeichern landen auf dem Müll, obwohl sie wiederverwendet werden könnten

Richtlinien für einen verbesserten Umgang mit Datenspeichern

Die Studienergebnisse zeigen, dass es zwar ein Bewusstsein für die Problematik gibt, aber keine klare Zuständigkeit oder Richtlinien für eine ökologisch und ökonomisch sinnvolle Handhabung. Blancco empfiehlt, die folgenden Punkte zu berücksichtigen:

1. Entwickeln Sie spezifische CSR- und Elektroschrottrichtlinien mit klaren Zuständigkeiten und Bestimmungen zum Umgang mit Elektroschrott.
2. Falls IT-Geräte wiederverwendet werden können, sollten Sie sich über geeignete Verfahren informieren und diese kommunizieren, um die Geräte mithilfe zertifizierter Software löschen zu können. Dabei sollten klare Vorgaben für verschiedene Szenarien der Weiterverwendung aufgezeigt sein.
3. Da immer mehr Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten, sollte auch ein Remoteverfahren zur Datenlöschung implementiert werden.
4. Durch fachgerechte Datenlöschung, bevor Geräte aus dem Unternehmensnetzwerk entfernt werden, wird sichergestellt, dass sie anschließend ohne Angst vor Datenpannen intern oder extern wiederverwendet, verkauft, gespendet oder recycelt werden können. Selbst wenn es Vorschrift ist, noch funktionstüchtige IT-Geräte physisch zu vernichten, sollten die darauf befindlichen Daten vor Ort gelöscht werden, bevor die Geräte einem externen Anbieter zur Vernichtung überlassen werden.
5. Bei nicht mehr funktionstüchtigen Geräten sollten Unternehmen darauf achten, diese an ein Recyclingunternehmen oder einen ITAD-Anbieter mit hohen Umweltstandards zu senden, der bestätigen kann, dass die Daten durch physische Vernichtung tatsächlich zerstört wurden.

 

Weitere Informationen unter:

www.blancco.com/de/resources/der-preis-der-datenvernichtung

 

 

Blancco CE

Monreposstraße 53

71634 Ludwigsburg

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