Der Klimawandel ist die größte soziale Frage des 21. Jahrhunderts
Stellungnahme zur aktuellen Hitzewelle von Bundesumweltminister Carsten Schneider
Wenn man bedenkt, dass das reichste Prozent der Weltbevölkerung so viele Treibhausgasemissionen verursacht wie die ärmeren zwei Drittel zusammen, stellen sich hier ernsthafte Verteilungsfragen. Das zeigt sich auch beim Thema Hitze: Die Hitze macht die soziale Schieflage besonders spürbar. Wer weniger Geld hat, kann sich schlechter vor den Folgen der Hitze schützen. Arme Menschen leben häufiger an viel befahrenen Straßen und in dicht bebauten Wohnungen, in denen sich die Hitze staut. Wer viel Geld hat, kann sich Klimaanlagen oder den kühlenden Garten leisten. Die Antwort auf diese soziale Frage ist eine engagierte, soziale Klimaschutzpolitik. Wir werden noch in diesem Jahr ein neues Klimaschutzprogramm vorlegen, das uns auf Kurs hin zur Klimaneutralität 2045 bringt. Wichtig ist auch, für mehr Abkühlung in den Städten und Dörfern zu sorgen. Das gelingt mit mehr Bäumen und weniger Asphalt im öffentlichen Raum, mit Gründächern, Wasserflächen und Entsiegelungen für Kitas und Altenheime. Dabei unterstützen wir die Kommunen und soziale Einrichtungen mit Beratung und Fördermitteln.“
Weiterführende Informationen
Mit der Förderrichtlinie "Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen" unterstützt das BMUKN soziale Einrichtungen bei der systematischen, konzeptbasierten Planung und Umsetzung von Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Gefördert werden insbesondere ganzheitliche Klimaanpassungskonzepte und die Umsetzung vorbildhafter investiver Maßnahmen mit einem Schwerpunkt auf naturbasierte Lösungen, wie Dach- und Fassadenbegrünungen, Entsiegelungen oder die Anlage von Wasserflächen. Seit 2020 wurden in dem Förderprogramm bislang knapp 500 Vorhaben mit einem Fördermittelvolumen von rund 73,5 Millionen Euro bewilligt. Nach aktuellem Stand stehen 2025 und 2026 mindestens 11,5 Millionen Euro pro Jahr für die Förderrichtlinie zur Verfügung.
Einige aktuelle Förderprojekte die aktuell gefördert werden sind u.a.
- CABUWAZI Kinderzirkus - Berlin
Einrichtung für Kinderfreizeit - Fördergeld:100.000,00 Euro
Projektmaßnahme: Verdunstungskühlung des Zeltdachs durch das Aufbringen von Regenwasser auf die Zelthaut und eine Fassadenbegrünung der Container verbessern das Raumklima in den Innenräumen, im Außenbereich tragen Bepflanzungen und die Verschattung durch Sonnensegel zu einer langfristigen und nachhaltigen Nutzbarkeit des Geländes
weitere Infos... - Nordberliner Werkgemeinschaft gGmbH - Berlin
Werkstatt für Menschen mit Behinderung - Fördergeld: 352.556,63 Euro
Projektmaßnahme: Begrünung der Dächer, Aufstellen einer Pergola
Anlegen von Hochbeeten, Installation einer Regenwasserableitung, Aufbau einer Zisterne
Weitere Info... - St. Bonifatius Hospitalgesellschaft Lingen e.V. in Lingen
Pflegeheim - Fördergeld: 381.375,57 Euro
Projektmaßnahme: Aufbau einer „Kühlinsel“, Begrünung zur natürlichen Verschattung und Speicherung von Wasser, Hochbeete, Trinkbrunnen, Sonnensegel für Bewohner, Umweltbildung für Bewohner und Kinder (aus nahgelegener Kita)
Weitere Infos... - Wohnstift Beethoven in Bornheim bei Bonn
Altenheim - Fördergeld: 499.981,50 Euro
Projektmaßnahme: Anlage von Gründächern auf vier Gebäuden
Erhöhung des Bachbegleitwegs mit naturnaher Gestaltung der Böschung
Weitere Infos... - Kindergarten Merlin e. V. in Königswinter
Kita - 445.500,00 Euro
Projektmaßnahme: Begrünungsmaßnahmen, Entsiegelung des Eingangsbereiches, Regenwassernutzungsanlage mit Zisterne, Installation einer Tröpfchenbewässerungsanlage
Weitere Infos...











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