Das Projekt ist eine Blaupause, wie Stadtentwicklung im Bestand und Industrietransformation weltweit erfolgreich gestaltet werden können. Digitale Technologien der gesamten Siemens Xcelerator Plattform – von einem ganzheitlichen digitalen Zwilling bis hin zu Künstlicher Intelligenz (KI) – machen den Stadtteil zukunftsfähig und lebenswert.
Gemeinsam mit zahlreichen Projektpartnern entsteht auf dem über 100 Jahre alten Industrieareal in Berlin-Spandau ein Zukunftsort, der Produktion, Forschung, Lernen, Wohnen und Leben vereint. Insgesamt wird auf 270.000 Quadratmetern Wohnraum für bis zu 7000 Menschen geschaffen, davon 30 Prozent als sozialer Wohnungsbau. Zusätzlich entstehen bis zu 20.000 Arbeitsplätze durch zahlreiche Firmen und Partner. Die Transformation des Stadtteils stärkt die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts und macht die ansässigen Industriearbeitsplätze wettbewerbs- und zukunftsfähig. Siemens selbst investiert 750 Millionen Euro, die größte Einzelinvestition in Berlin überhaupt und ein starkes Bekenntnis zum Industriestandort Deutschland. Das Gesamtprojektvolumen zur Umsetzung wird sich bis 2035 auf bis zu 4,5 Milliarden Euro belaufen.

„Ein Ort der Zukunft und der Zuversicht“

„Diese Grundsteinlegung macht Mut. Denn sie zeigt, was wir in Deutschland schon heute schaffen können – in der Stadtplanung und beim Bau von modernen Quartieren. Die Siemensstadt bleibt auch in Zukunft, was sie seit 125 Jahren ist – ein Ort des Aufbruchs, ein Ort der Zukunft und der Zuversicht", betonte Bundeskanzler Olaf Scholz.
„Siemensstadt Square wird die Blaupause für die Stadt der Zukunft“, sagte Roland Busch, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG. „Künstliche Intelligenz, digitale Zwillinge und andere Technologien der Siemens Xcelerator Plattform verwandeln hier einen historischen Industriestandort in einen Motor für gutes, gesundes Wachstum. CO2-Neutralität wird durch automatisierte Produktion und Gebäudetechnik, optimiertes Energiemanagement und grüne Mobilität gewährleistet. Es ist eine Blaupause für nachhaltiges Wachstum, für Wettbewerbsfähigkeit durch Digitalisierung.“

Die geplante Siemensstadt Square
Die geplante Siemensstadt Square

Ein Beitrag zur Erreichung der Klimaziele

„Berlin hat einen neuen Zukunftsort: Mit der Grundsteinlegung für das neue Stadtquartier Siemensstadt Square beginnen wir ein großartiges Stadtentwicklungsprojekt in Berlin“, so der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner. „Inmitten eines der am stärksten wachsenden Entwicklungsräume der Hauptstadt entsteht eine fortschrittliche und nachhaltige ‚Smart City‘, die entscheidend dazu beitragen wird, dass Berlin seine Klimaziele erreichen kann und dringend benötigte Fachkräfte in die Stadt kommen, auch weil sie hier Wohnraum mit hoher Aufenthaltsqualität finden werden.“

Mit digitaler Transformation verschwinden Silos

Siemensstadt Square zeigt, wie Technologien der Siemens Xcelerator Plattform digitale und nachhaltige Lösungen auf allen Ebenen der Stadt miteinander verbinden: von intelligenten nachhaltigen Gebäuden mit Photovoltaik-Dächern über KI-optimiertes Biodiversitätsmonitoring bis hin zu Elektromobilitätslösungen.
Ein ganzheitlicher digitaler Zwilling ist das Herzstück der Planung, Optimierung und des Betriebs der städtischen Infrastruktur. Er konsolidiert alle Datenpunkte aus einem Campus-Zwilling, Gebäude-Zwilling und Energie-Zwilling. Durch die intelligente Verknüpfung und Nutzung der Informationen entsteht ein vollständiges virtuelles Abbild des Quartiers und Datensilos verschwinden. Fehler werden so in der digitalen Stadt erkannt und in der realen Welt vermieden. Verbesserungspotenziale werden in der digitalen Welt kontinuierlich identifiziert und umgesetzt. Somit können auch Visionen erprobt und eine lebenswerte Zukunft aktiv gestaltet werden.
Der Campus-Zwilling fungiert als digitaler Echtzeit-Masterplan und führt alle relevanten Daten von Bauinformationen bis zum Planungsstand zusammen. Mit dem Gebäude-Zwilling wird die fotorealistische Umplanung des Bestandsareals realisiert. Siemensstadt Square dient hier als Leitkunde, „Customer Zero“. Im laufenden Betrieb wurden bereits über 100 Jahre alte Industriegebäude mit rund 250.000 Quadratmetern Fläche in einen „begehbaren“ Zwilling integriert. Um die Energieversorgung des Quartiers zu optimieren, werden mit dem Energie-Zwilling in der virtuellen Welt Prognosen erstellt und Versorgungsvarianten überwacht. Integrierte KI optimiert die Energieeffizienz, den Verkehr und das Abfallmanagement durch Datenanalyse und ermöglicht Vorhersagen.

Ein neues Stück Berlin

Das durchgängige Energiekonzept des Projekts zeigt, wie gewachsene Städte ihre CO2-Emissionen reduzieren können. Gemeinsam mit den Berliner Wasserbetrieben und einem Energieversorger wird hier der größte Abwasserwärmetauscher Europas installiert. Emittiert das Viertel heute noch rund 3000 Tonnen CO2 im Jahr, was dem Jahresverbrauch von umgerechnet 2100 Autos mit Verbrennungsmotor entspricht, wird diese Anlage in Kombination mit Wärmepumpen das Quartier bereits ab 2026 zu 100 Prozent CO2-neutral mit Wärme und Kälte versorgen. Der dafür notwendige Strom wird vollständig aus erneuerbaren und lokalen Energien gewonnen.

Die Siemensstadt in Berlin im Jahre 1931: Sie entstand zu Beginn der 20. Jahrhunderts im zu Spandau gehörenden, damals brachliegenden Gebiet nördlich der Spree um den Nonnendamm.
Die Siemensstadt in Berlin im Jahre 1931: Sie entstand zu Beginn der 20. Jahrhunderts im zu Spandau gehörenden, damals brachliegenden Gebiet nördlich der Spree um den Nonnendamm.

Siemens AG

Otto-Hahn-Ring 6

81739 München

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