Europa-Park Rust – ein Freizeitpark wie eine Stadt
KI und LoRaWAN sorgen für einen besseren Überblick
Der Europa-Park in Rust ist Deutschlands größter Freizeit- und Themenpark mit mehr als 100 Attraktionen. 2024 kamen mehr als sechs Millionen Menschen in den weitläufigen Park, der auch zahlreiche Seen und Wasserattraktionen hat. Diese Wasseranlagen sind aus mehreren Gründen auf gleichbleibende Pegelstände angewiesen.
Der Europa-Park hat gemeinsam mit dem Unternehmen Zenner International eine Lösung dafür entwickelt. Die Pegelstandsüberwachung ist nun mithilfe von LoRaWAN digitalisiert. LoRaWAN steht für Long Range Wide Area Network und ist ein drahtloses Netzwerkprotokoll, das speziell für Anwendungen mit geringem Energieverbrauch und großer Reichweite entwickelt wurde.
Ultraschallsensoren erfassen sie nun automatisch im Halbstundentakt. Nur wenn der gemessene Wert außerhalb der definierten Toleranz liegt, werden Benachrichtigungen gesendet. Kontrollgänge entfallen und Mitarbeitende müssen nur noch vor Ort sein, um bei Bedarf den Wasserstand anzupassen.

Auch die Pegelstände der öffentlichen Gewässer Elz, Blinde Elz und Brunnwasser, die durch den Europa-Park fließen, werden auf ähnliche Weise überwacht. Mitarbeitende müssen nur noch zum Öffnen oder Schließen der Stellfallen vor Ort sein, Kontrollgänge sind nicht mehr nötig. Der Park kann somit schnell und effizient auf Starkwetterereignisse und Wasserstau reagieren.
Um die begrenzte Kapazität besser steuern zu können, muss der Park die Anzahl der Gäste auf den Fahrgeschäften erfassen. Das erfolgt aktuell noch manuell und wird in Listen eingetragen. An zwei Attraktionen unterschiedlicher Kapazität wurden KI-unterstützte Personenzähler angebracht. Diese Werte werden – im ersten Schritt – mit den händisch erfassten Zahlen verglichen, um eine Abschätzung der Genauigkeit zu erreichen. Perspektivisch ist die Personenzählung mit KI für alle größeren Fahrgeschäfte geplant.

Predictive Maintenance: Überwachung von Liftmotoren
Predictive Maintenance, also die vorausschauende Wartung, ist ein weiterer Use Case, der LoRaWAN und KI verbindet. An den Fahrgeschäften sind viele Elektromotoren im Einsatz. Ausfallzeiten bei Defekten sind teuer und stören das Erlebnis für die Fahrgäste. Wartungen am Morgen und in der Nacht sind zudem zeitintensiv. Aktuell testet der Park an einer Achterbahn den Einsatz eines KI-unterstützten Drei-Achsen-Sensors. Störungen lassen sich so bereits im laufenden Betrieb erkennen und Reparaturen werden planbar.
„Mit der Fülle an ganz unterschiedlichen Anwendungsfällen fühlt sich der Europa-Park fast schon wie eine kleine Stadt an. Und wir sind sozusagen das Stadtwerk, das im Hintergrund alles miteinander verbindet und am Laufen hält“, fasst Stefan Gehring, Zuständiger für Elektro- und Telekommunikationstechnik im Europa-Park, zusammen.
Zukünftig plant der Europa-Park die Überwachung der Parkplatzbelegung, der Motoren sowie diverser Füllstände. Auch eine Raumklimaüberwachung möchte der Park künftig umsetzen.
Die Zenner International GmbH & Co. KG ist ein weltweit führender Anbieter innovativer Lösungen für Stadtwerke, Energieversorger und Kommunen.
Weitere Informationen:
www.zenner.de/kommunikation-und-infrastruktur/iot-netzbetrieb-lorawan
ZENNER International GmbH & Co. KG
Heinrich-Barth-Straße 29
66115 Saarbrücken











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