forsa-Umfrage: Deutsche Verbraucher befürworten KI bei Behörden
Zwei Drittel der Befragten sind der Meinung, die Technologie sollte in der öffentlichen Verwaltung zum Einsatz kommen
Heidelberg 23. Februar 2026 – Eine klare Mehrheit der deutschen Bevölkerung steht dem Einsatz von KI durch Behörden und öffentliche Einrichtungen positiv gegenüber. Das zeigt eine repräsentative Befragung durch forsa im Auftrag des Softwareunternehmens SAS unter 1.000 Verbrauchern. Diese sollten angeben, wie ihre Einstellung gegenüber der Technologie ist – und zwar für verschiedene Branchen. Demnach befürworten zwei Drittel der Befragten KI-Nutzung bei Behörden, dicht darauf folgt das Gesundheitswesen (64 Prozent), an dritter Stelle stehen Versicherungen (58 Prozent). Im Kontrast dazu sprechen sich zwei Drittel explizit dagegen aus, dass Banken KI einsetzen.
Grundsätzlich gegen die KI-Nutzung äußert sich immerhin ein Fünftel (21 Prozent) der Umfrageteilnehmer. Männer sind generell häufiger als Frauen dafür, dass KI zum Einsatz kommen soll – und zwar in allen abgefragten Bereichen.
Schere zwischen Verbrauchern und Unternehmen beim Vertrauensvorschuss

Entgegen des allgemeinen Trends zeigen Umfrageteilnehmer allerdings weniger Vertrauen in Behörden, wenn es darum geht, wie diese mit ihren Daten im Kontext von KI umgehen. Hier sehen lediglich 51 Prozent ihre persönlichen Informationen in guten Händen. Ganz vorne liegt dagegen das Gesundheitswesen: 65 Prozent gehen davon aus, dass Ärzte, Kliniken und Krankenkassen beim Einsatz von KI sorgfältig mit ihren Daten umgehen. Am geringsten ist das Vertrauen in Versicherungen (41 Prozent).
„2026 geht es nicht mehr darum, wer KI als Erster einsetzt. Entscheidend ist, wer funktionierende Rahmenwerke für die verantwortungsvolle Nutzung aufbaut“,
Ingo Macht, Country Leader Deutschland von SAS
„Denn nur, wer sich dadurch das Vertrauen und die Akzeptanz von Verbrauchern und Mitarbeitern sichert, schafft die Grundlage für Wertschöpfung aus intelligenten Technologien. Der Report zeigt, dass in Deutschland hier noch Luft nach oben ist.“

Sehr viel skeptischer zeigten sich Teilnehmer einer forsa-Umfrage noch 2024. Eine – teilweise deutliche – Mehrheit der Befragten fühlte sich damals eher unwohl, wenn KI medizinische Diagnosen stellt und Behandlungsempfehlungen gibt (61 Prozent), über staatliche Unterstützungsleistungen entscheidet (65 Prozent) oder in Bank- und Versicherungsgeschäften involviert ist (69 Prozent).
Im Gegensatz zu dem zurückhaltenden Zuspruch deutscher Verbraucher weisen Unternehmen eine gewisse KI-Euphorie auf: Laut einer globalen IDC-Studie vertrauen 78 Prozent der befragten Führungskräfte weltweit KI vollkommen. Allerdings haben erst 40 Prozent nach eigener Aussage in AI Governance, Erklärbarkeit und ethische Vorgaben investiert, um dieses Vertrauen auch abzusichern.
SAS Institute GmbH
In der Neckarhelle 162
69118 Heidelberg











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