Florian Busl, Fachreferent für Naturschutz beim Landratsamt Miesbach, erläuterte die Bedeutung der Maßnahme für den Artenreichtum im Wasserschutzgebiet: Viele heimische Fledermausarten sind bedroht, auch weil sie durch Sanierung oder Abriss alter Gebäude ihre Schlafplätze verlieren.

 

Die Unterkunft für die tierischen Besucher befindet sich in einer ehemaligen Trafostation der SWM. Nachdem die Anlagen nicht mehr zur Versorgung benötigt wurden, haben die SWM entschieden, sechs Kilometer Freileitung mit 41 Masten zurückzubauen und das stillgelegte Gebäude zum Lebensraum für bedrohte Tierarten umzugestalten. In Abstimmung mit dem Landratsamt Miesbach und mit fachlicher Beratung durch die Koordinationsstelle für Fledermausschutz in Südbayern wurde das Fledermaushotel entwickelt. Dafür wurden passende Ein- und Ausflugöffnungen geschaffen und der Dachstuhl umgestaltet. Weil es Fledermäuse warm mögen, wurde der hohe Kamin schwarz gestrichen, um die Sonnenenergie zu speichern. Anstelle elektrotechnischer Anlagen im Inneren sind nun Holzbretter und Backsteine an der Decke befestigt: Hier können die Fledermäuse in ihrer bevorzugten Ruheposition von der Decke hängen. Die ersten Bewohner sind „eingezogen“.

 

Hoffen auf weitere fliegende Hotelgäste in der ehemaligen SWM-Trafostation (von links): Florian Busl, Fachreferent für Naturschutz beim Landratsamt Miesbach, Rainer List, Leiter der SWM Wassergewinnung, Helge-Uve Braun, Technischer Geschäftsführer der SWM, Miesbachs Landrat Wolfgang Rzehak und Thomas Eichacker, Leiter der Umwelt-Abteilung beim Landratsamt Miesbach.
Hoffen auf weitere fliegende Hotelgäste in der ehemaligen SWM-Trafostation (von links): Florian Busl, Fachreferent für Naturschutz beim Landratsamt Miesbach, Rainer List, Leiter der SWM Wassergewinnung, Helge-Uve Braun, Technischer Geschäftsführer der SWM, Miesbachs Landrat Wolfgang Rzehak und Thomas Eichacker, Leiter der Umwelt-Abteilung beim Landratsamt Miesbach.

 

Auch weitere geflügelte Gäste sind willkommen: An der Außenfassade sind zwei „Flachkästen“ für Fledermäuse, Nistkästen für Vögel und Insektenhotels angebracht. Das Fledermaushotel ist ein Beispiel für das Engagement der SWM in Sachen Umweltschutz.

 

Zum Fledermaushotel Neumühle ist auch ein SWM-Infoflyer erschienen. Dieser Flyer ist >hier< abrufbar.

 

Helge-Uve Braun, Technischer Geschäftsführer der SWM (links), und Miesbachs Landrat Wolfgang Rzehak bringen ein Informationsschild über das neue Fledermaushotel Neumühle an der Fassade an.
Helge-Uve Braun, Technischer Geschäftsführer der SWM (links), und Miesbachs Landrat Wolfgang Rzehak bringen ein Informationsschild über das neue Fledermaushotel Neumühle an der Fassade an.

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