Bereits 400 Dächer mit Photovoltaikanlagen belegt, 100 weitere in Planung oder Bau

Die Gründe, warum ein großer Teil der staatlichen Dächer nicht für Photovoltaik geeignet ist, sind vielfältig. Teilweise sind die Dachflächen der Nebengebäude zu klein, von der Lage her nicht geeignet, verschattet oder kommen aus baufachlichen Gründen nicht in Frage. Um die 800 noch freien, geeigneten Dächer mit staatseigenen Photovoltaikanlagen zu belegen, bestünde ein Investitionsbedarf von rund 110 Millionen Euro.

„Wir müssen genau prüfen, wo wir die verfügbaren Mittel mit dem größten Nutzen einsetzen“,
erläutert Bernreiter.

„Hier wünsche ich mir eine sachliche Debatte. Es ist niemanden geholfen, wenn man plakativ die Zahl von 11.000 Gebäuden nennt und dabei das tatsächliche Potenzial bewusst außen vorlässt. Wir sind bei der Photovoltaik auf staatlichen Gebäuden schon sehr gut unterwegs und die aktuellen Energiepreise zeigen uns, dass wir den richtigen Weg gehen.“ Im Entwurf für den Haushalt für 2022 sind bislang fünf Millionen Euro Sondermittel für den Bau von Photovoltaikanlagen auf staatlichen Dächern vorgesehen.

 

Parallel zur Prüfung der bestehenden Dachflächen werden Photovoltaikanlagen bei Neubauten und Sanierungen schon so gut wie möglich mitgeplant. Im Jahr 2021 wurden 3,5 Millionen Euro für den Bau von Photovoltaikanlagen bei großen Baumaßnahmen im Haushaltsauschuss genehmigt. Hieraus werden nach Fertigstellung dieser großen Baumaßnahmen 22 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von knapp 2.400 Kilowatt-Peak entstehen. Zusätzlich wurden in 2021 weitere 8 Millionen Euro an Sondermitteln speziell für den Ausbau weiterer Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von knapp 2.800 Kilowatt-Peak eingesetzt. Allein mit den in 2021 neu geplanten Anlangen könnten insgesamt rund 1.250 Vier-Personen-Haushalte in Deutschland versorgt werden. Neben der Errichtung von Photovoltaikanlagen durch den staatlichen Hochbau ist auch die Ausschreibung von Dachflächen für die Errichtung von Photovoltaikanlagen durch private Investoren möglich. Auch dieser Ansatz wird bereits verfolgt.

 

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