Innovationen entstehendurch Kooperationen
Robotik-Netzwerktreffen bringt Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammen
Innovationen entstehen selten im Alleingang – sie entstehen dort, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen. Genau hierfür bot das Robotik-Netzwerk- und Transfertreffen am Center für Robotik (CERI) der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) den passenden Rahmen. Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik nutzten die Veranstaltung zum Austausch und zur Anbahnung neuer Kooperationen. Auch der Landkreis Rhön-Grabfeld war mit Unternehmen, Wirtschaftsförderung und dem Bayerischen Roten Kreuz vertreten.
Robotik, Künstliche Intelligenz und Automatisierung entwickeln sich zu entscheidenden Erfolgsfaktoren für regionale Unternehmen. Gleichzeitig stellen Strukturwandel, Fachkräftemangel und internationaler Wettbewerb viele Betriebe vor neue Herausforderungen. Umso wichtiger ist der Zugang zu wissenschaftlicher Expertise. In seinem Impulsvortrag zeigte Professor Dr. Tobias Kaupp, der Leiter des CERI, Möglichkeiten von Kooperationen mit Hochschulen auf – von Forschungs- und Entwicklungsprojekten über Abschlussarbeiten bis zu langfristigen Innovationspartnerschaften. Neben den Fachvorträgen stand deshalb der persönliche Austausch im Mittelpunkt.

Für Manuela Michel aus der Wirtschaftsförderung Rhön-Grabfeld bestätigt die Veranstaltung einen zentralen Ansatz ihrer Arbeit: „Wirtschaftliche Resilienz entsteht nicht nur isoliert in einzelnen Unternehmen. Sie entsteht dort, wo Unternehmen, Forschungseinrichtungen und öffentliche Akteure ihr Wissen bündeln und gemeinsam Innovationen entwickeln. Genau diese interorganisationalen Kooperationen werden für die Zukunftsfähigkeit unserer Region immer wichtiger.“
Welchen Mehrwert solche Begegnungen schaffen können, zeigte sich bereits während der Veranstaltung. So tauschten sich der Diplom-Ingenieur Michael Steinbach, Geschäftsführer der FGB – Fertigungsgerätebau A. Steinbach GmbH & Co. KG, und Uwe Kippnich, der Koordinator Sicherheitsforschung des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), über Anknüpfungspunkte für zukünftige Kooperationen aus. Solche Gespräche schaffen Verbindungen zwischen Wirtschaft, Forschung und öffentlichen Einrichtungen und bilden häufig den Ausgangspunkt gemeinsamer Innovationsprojekte. Diese Vernetzung möchte die Wirtschaftsförderung gezielt fördern.
Gemeinsam in die Zukunft: Wie die Wirtschaftsförderung Betriebe und THWS-Forschungseinrichtungen zusammenbringt
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Gesprächen mit den Technologietransferzentren (TTZ) der THWS. Ziel der Wirtschaftsförderung ist es, Unternehmen aus dem Landkreis mit passenden Forschungseinrichtungen zu vernetzen. So unterstützt das TTZ-EMO in Bad Neustadt bei Fragen zu Elektromobilität, Antriebstechnik, Batteriesystemen, Leistungselektronik und Regelungstechnik. Es verfügt über Forschungs- und Laborkompetenzen und arbeitet eng mit Industriepartnern zusammen.
Das TTZ Kitzingen ist Ansprechpartner für Robotik, Künstliche Intelligenz und Digitalisierung. Gemeinsam mit dem CERI und dem Center for Artificial Intelligence and Robotics (CAIRO) entwickelt es Lösungen für Automatisierung, Assistenzsysteme und KI-Anwendungen.
Ergänzt wird das Netzwerk durch weitere spezialisierte Zentren: Das TTZ Bad Kissingen konzentriert sich auf die digitale Transformation von Laboranalytik und Medizintechnik, das TTZ Würzburg in Ochsenfurt auf Cyber Security. Das TTZ Haßfurt forscht an Polymerrohrsystemen und Kunststoffrohrextrusion, das TTZ Main-Spessart in Marktheidenfeld an nachhaltiger additiver und digitaler Produktion.

Ein besonderes Anliegen formulierte Kaupp zum Abschluss: Die THWS sucht Unternehmen, die Praktikumsplätze anbieten, Themen für Bachelor- oder Masterarbeiten einbringenoder sich als Praxispartner an Forschungs- und Entwicklungsprojekten beteiligen möchten. Daraus entstehen häufig langfristige Partnerschaften mit Mehrwert für beide Seiten. „Viele Unternehmen wissen noch nicht, welche umfangreichen Forschungs- und Entwicklungskompetenzen direkt in unserer Region vorhanden sind“, erklärt Manuela Michel.
„Die Technologietransferzentren und die THWS sind starke Partner für den Mittelstand. Unsere Aufgabe ist es, Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen miteinander ins Gespräch zu bringen. Ob technische Fragestellung, Forschungsprojekt, Praktikumsplatz oder Abschlussarbeit – wir helfen dabei, die richtigen Partner zusammenzubringen. Wer Interesse an einer Zusammenarbeit mit der THWS oder einem der Technologietransferzentren hat, kann sich jederzeit an die Wirtschaftsförderung Rhön-Grabfeld wenden.“
[raa]
Landratsamt Rhön-Grabfeld
Spörleinstraße 11
97616 Bad Neustadt a. d. Saale











Youtube