Kommunale Quartierslösung neu gedacht
Wärmepumpen im intelligenten Systemverbund sichern wirtschaftlichen Betrieb und Förderfähigkeit
Steigende Energiepreise und verschärfte Klimaziele fordern im kommunalen Wohnungsbau Heizkonzepte, die Effizienz, Versorgungssicherheit und Förderfähigkeit lückenlos abdecken. An der Taläckerallee in Künzelsau demonstriert Mitsubishi Electric ein Wärmepumpensystem, das alle drei Anforderungen in einer skalierbaren Lösung vereint. Die Anlage arbeitet nachhaltig, redundant und digital gesteuert. Ideal für öffentliche Bauvorhaben.
Leistung auch bei niedrigen Temperaturen
Vier MEHP-iS-G07-Luft/Wasser-Wärmepumpen – kurz G07 – versorgen 80 barrierefreie Wohnungen in modularer Holzbauweise. Jede G07-Einheit liefert bis zu 110 kW Nennwärmeleistung selbst bei -20 °C Außentemperatur.
Dank invertergeregelter Scrollverdichter fährt das System seine Leistung automatisch herunter, wenn weniger Wärmebedarf besteht. Im Verbundbetrieb stehen konstant 320 kW bereit, und die Leistungskennzahl (COP) liegt nach EN 14511 bei 3,2 bis 3,5 pro Einzelgerät – ein Top-Wert für kommunale Anwendungen.
Holzmodule plus PV: Kreislauf und Wirtschaftlichkeit
112 vorgefertigte Holzmodule verkürzen im Quartiersprojekt Künzelsau die Bauzeit deutlich und minimieren Kostenrisiken im Zeitplan. Gleichzeitig binden sie CO2 im Bau und ermöglichen sortenreines Recycling nach Ende der Lebensdauer. Besonders spannend: Den für die Wärmepumpenlösung benötigten Strom erzeugen Photovoltaikmodule auf den Flachdächern direkt vor Ort. Dadurch sinkt der externe Primärenergiebedarf und das Quartier erreicht spielend den KfW-40-EE-Standard.
„Die Zweierkaskaden arbeiten im Wechselbetrieb und garantieren lückenlosen Betrieb. Fällt ein Modul aus, übernehmen die verbleibenden Geräte nahtlos – ein entscheidender Punkt für die Versorgungssicherheit“, betont Silvio Braun, Projektleiter bei der Windmüller Technik GmbH

Redundant ausgelegt und digital gesteuert
Die Wärmepumpenanlagen des Wohnquartiers arbeiten in zwei unabhängigen Zweierkaskaden: Fällt eine G07-Einheit aus, übernehmen die übrigen ohne Unterbrechung die vollständige Heizleistung. Ein zentraler Multi-Manager vernetzt bis zu acht MEHP-iS-Geräte über LAN und orchestriert Smart Defrost, Lastverschiebung und Backup-Modi. Remote Monitoring liefert Echtzeit-Diagnosen und minimiert Serviceeinsätze. So behalten die Verantwortlichen Betriebszustand und Leistung jederzeit im Blick.
Förderfähigkeit und transparente Investitionsplanung
Kommunale Bauherren profitieren in dieser Projektkonstellation von voll erfüllten KfW-Förderrichtlinien für EE-Heizungen und einem transparenten Kostenmodell. Die modulare Skalierung erlaubt die bedarfsgerechte Dimensionierung; zusätzliche G07-Module lassen sich jederzeit ohne großen Aufwand nachrüsten. Eigenstromnutzung und erneuerbare Wärme senken Energie- und Wartungskosten nachhaltig. Die Redundanz reduziert Ausfallrisiken, das digitale Monitoring senkt Personalkosten für Wartung und Betrieb, Remote-Diagnosen erkennen Verschleiß frühzeitig und schützen vor teuren Ausfällen. So sichert die Investition in den kommunalen Wohnungsbau eine planbare Kostenstruktur über Jahrzehnte. Und bietet Gemeinden eine maximale Rendite öffentlicher Mittel.
Projektdaten im Überblick:
Wohneinheiten: 80 barrierefreie Apartments in vier Blöcken
Bauweise: serielle Triple-Zero-Holzmodule mit CO2-Speicherung
Wärmepumpen: 4 x MEHP-iS-G07 (Nennwärmeleistung je 110 kW bei –20 °C)
Systemleistung: 320 kW durch Verbundbetrieb, Warmwasser bis 65 °C
Erneuerbare Energie: integrierte PV-Stromerzeugung, COP 3,2–3,5 (EN 14511)
Förderstandard: KfW-40-EE-konform
Highlights: redundante Zweierkaskaden, Smart Defrost, Multi-Manager-Steuerung, Remote Monitoring

Weitere Informationen und Referenzen unter:
https://www.mitsubishi-les.com/de-de/wissen/referenzen/luft-wasser-waermepumpen-mit-hohen-leistungszahlen-25920.html
www.mitsubishi-les.com/de-de/wissen/referenzen
https://www.youtube.com/watch?v=xNDlv_AM2nE
Mitsubishi Electric Europe B.V.
Mitsubishi-Electric-Platz 1
40882 Ratingen











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