Photovoltaik-Ausbau nimmt Fahrt auf
Eigene Dächer, eigener Strom: Photovoltaik auf städtischen Gebäuden liefert rechnerisch fast die Hälfte des Strombedarfs
Die Stadtverwaltung Schorndorf treibt gemeinsam mit den Stadtwerken Schorndorf den Ausbau der erneuerbaren Energien konsequent voran und setzt bei ihren eigenen Gebäuden auf die Kraft der Sonne. Ziel ist es, durch Nutzung der Sonnenenergie die Energiekosten für städtische Gebäude dauerhaft zu senken und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
Seit 2023 haben Verwaltung und Stadtwerke ihre Kooperation intensiv ausgebaut und verstärkt Photovoltaikanlagen auf den Dächern der städtischen Gebäude installiert. Dabei gehen die Kooperationspartner systematisch vor, denn nicht jedes Dach ist gleich gut für Photovoltaikanlagen geeignet. Entscheidend sind unter anderem die verfügbare Dachfläche, mögliche Verschattungen, die Tragfähigkeit des Daches, die Wirtschaftlichkeit sowie der Strombedarf des jeweiligen Gebäudes. Auf dieser Grundlage wird berechnet, wo sich eine Photovoltaikanlage vorrangig lohnt und technisch umsetzbar ist. Somit entsteht eine Prioritätenliste, die gemeinsam von den Stadtwerken, dem städtischen Gebäudemanagement und der Stabsstelle Klimaschutz und Mobilität entwickelt und nun Schritt für Schritt umgesetzt wird.
Beeindruckende Zahlen und starke Wirkung
Mittlerweile konnten auf 36 städtischen Gebäuden Solaranlagen installiert werden. Zusammen erreichen diese Anlagen eine Leistung von mehr als zwei Megawatt Peak und erzeugen jährlich etwa 2 Millionen Kilowattstunden Strom. Dies entspricht dem Bedarf von rund 500 Vier-Personen-Haushalten bzw. 45 Prozent des Stromverbrauchs aller städtischen Einrichtungen.
Besonders große Photovoltaikanlagen befinden sich auf dem Gebäude der Stadtwerke, dem Oskar-Frech-Hallenbad, der Barbara-Künkelin-Halle sowie auf mehreren Schulgebäuden, wie beispielsweise dem Burggymnasium oder der Gemeinschaftsschule Rainbrunnen. Die Barbara-Künkelin-Halle ist hierbei das Projekt, das aktuell als letztes fertiggestellt wurde: Mit knapp 100 Kilowatt Leistung und dem größten je in der Stadt installierten Speicher können rund 88 Prozent des erzeugten Stroms direkt vor Ort genutzt werden.

Mehr Effizienz durch Batteriespeicher
Wie bei der Barbara-Künkelin-Halle haben sich Batteriespeicher auch bei anderen städtischen Gebäuden längst bewährt, denn sie sorgen für mehr Effizienz, indem der erzeugte Strom direkt vor Ort genutzt werden kann. Denn wird der Strom zum Beispiel in einer Turnhalle durch die Photovoltaikanlagen tagsüber, wenn die Sonne scheint, erzeugt, so kann dieser durch den Speicher zwischengespeichert schließlich abends, wenn die Turnhalle durch Vereine belegt ist, wieder abgerufen werden. Das reduziert den Bezug aus dem öffentlichen Netz, senkt die Kosten und steigert die CO2-Einsparung. Aktuell verfügen die städtischen Gebäude über eine Speicherkapazität von insgesamt 295 Kilowattstunden. Neue Photovoltaikanlagen werden daher nun standardmäßig mit Speichern ausgestattet, sofern dies technisch und wirtschaftlich umsetzbar ist. Bestehende Photovoltaikanlagen werden sukzessive nachgerüstet.
Weitere Projekte in Planung
Der Ausbau von Photovoltaikanlagen und Stromspeichern geht weiter: Für die Jahre 2026 und 2027 sind zahlreiche neue Projekte geplant, wie beispielsweise die Burgturnhalle, die Aussegnungshalle beim neuen Friedhof oder die Karl-Wahl-Turnhalle. So schafft Schorndorf sukzessive die Unabhängigkeit von fossilen Energien und trägt erheblich zu CO2-Einsparungen und somit zum aktiven Klimaschutz bei.
Fazit: Ein klarer Weg in die Zukunft
Der Ausbau der Solarenergie in Schorndorf erfolgt Schritt für Schritt, aber mit klarer Strategie. Die Kombination aus Photovoltaik und Batteriespeichern erweist sich dabei als besonders sinnvoll – sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich. Die Stadt zeigt: Kommunaler Klimaschutz kann konkret, messbar und erfolgreich sein.
Weitere Informationen:
https://stadtwerke-schorndorf.de/photovoltaik/privatkunden

Stadtverwaltung Schorndorf
Marktplatz 1
73614 Schorndorf











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