Und Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftszweig im Schwarzwald, wie der Landrat vom Ortenaukreis (Offenburg), Frank Scherer, betont: „Wir haben zwar weltbekannte Firmen wie Tesa (Tesafilm), Herrenknecht (Tunnelbormaschinen) oder den Burda-Verlag, das sind alles bedeutende Wirtschaftsunternehmen, aber danach kommt gleich der Tourismus als wichtiger Wirtschaftsfaktor.“

Scherer ist einer von zwei Vorsitzenden von Schwarzwald Tourismus – neben Landrätin Dorothea Störr-Ritter (Breisgau-Hochschwarzwald/Freiburg).

 

Trafen sich an einem Stand der CMT-Messe 2024: Kerstin Köpfer (links) von der Ferienwelt Südschwarzwald in Bernau, Hansjörg Mair, Geschäftsführer Schwarzwald Tourismus GmbH, Landrat Frank Scherer, Walter Strohmeier, Besitzer der historischen Ski Marke „Feldberg“ und Patrick Schreib, Geschäftsführer Hochschwarzwald Tourismus GmbH
Treffen vor der Pressekonferenz auf der CMT-Messe 2024: Kerstin Köpfer (links) von der Ferienwelt Südschwarzwald in Bernau, Hansjörg Mair, Geschäftsführer Schwarzwald Tourismus GmbH, Landrat Frank Scherer, Walter Strohmeier, Besitzer der historischen Ski Marke „Feldberg“ und Patrick Schreib, Geschäftsführer Hochschwarzwald Tourismus GmbH

 

Luxus-Problem

2023 hatte der Schwarzwald-Tourismus nur ein Problem, und das war ein Luxus-Problem: der Sommer war frühzeitig ausgebucht – wo also die noch freien Marketing-Mittel einsetzen? Bei Vor- und Nachsaison lautete die logische Lösung – das Übernachtungsvolumen stieg denn auch im April und Mai sowie September und Oktober auf Werte über dem Vorkrisenniveau. „Wir setzen in unseren Marketingaktivitäten darauf, den Schwarzwald als Ganzjahresdestination zu bewerben“, kommentierte Maier.

Das hört auch Patrick Schreib von der Hochschwarzwald Tourismus GmbH gerne, der im Winter mit dem Feldberg über eine hochattraktive Wintersport-Destination verfügt: 16 Skipisten mit 34 Kilometern Länge bieten beste Möglichkeiten für Freestyler, Anfänger oder Könner – aber eben nur im Winter.

Doch auch nach der Skisaison soll es im Hochschwarzwald touristisch gut weitergehen – mit Zielen wie der „Blackforestline“, einem Besuchermagneten das ganze Jahr hindurch. 450 Meter misst die neue Hängebrücke über die Todtnauer Wasserfälle und lässt das Herz mit jedem Schritt schneller schlagen. Der Blick hinab auf die Wipfel stattlicher Schwarzwaldtannen verursacht schließlich ein angenehmes Kribbeln im Bauch – für bis zu 1000 Personen, theoretisch. Die werden zwar nie zugleich auf der Brücke sein, aber für so viele Besucher sind die beruhigend dicken Tragseile mit 76 mm Durchmesser ausgelegt.

 

Pressekonferenz auf dem Messestand von Schwarzwald Tourismus auf der Freizeitmesse CMT in Stuttgart im Januar 2024
Links: Der Stand von Schwarzwald Tourismus auf der Freizeitmesse CMT in Stuttgart verbreitet Urlaubs-Feeling – auch bei der Pressekonferenz. Rechts: Filzhut, Haferlschuhe, Kniewärmer und kurze Lederhose – Walter Strohmeier ist ein Original. Und das soll er auch sein, denn er repräsentiert den Schwarzwald – und auch „the länd“. Die CMT, die weltweit größte Publikumsmesse für Tourismus und Freizeit, dauert noch bis einschließlich Sonntag, den 21. Januar.

 

Original aus dem Hochschwarzwald

Filzhut, Haferlschuhe, Kniewärmer und kurze Lederhose: Walter Strohmeier ist ein Original – und darauf legt er auch Wert. Schließlich repräsentiert er den Schwarzwald – und auch „the länd“. So, wie dies schon in den 1970er Jahren die Bollenhut-Trägerin tat, die am Flughafen Stuttgart vom damaligen Ministerpräsidenten Filbinger nach New York verabschiedet wurde, um dort das „Ländle“ auf einer Touristikveranstaltung zu repräsentieren.

Walter Strohmeier repräsentiert auch seine Heimat – sei es auf der jährlich in Berlin stattfindenden „Stallwächter-Party“ von der Landesvertretung Baden-Württemberg, oder auch wenn beispielsweise der Bundespräsident Baden-Württemberg besucht, wie im vergangenen Dezember in St. Peter im Südschwarzwald, als Franz Walter Steinmeier das ZDF-Weihnachtskonzert besuchte.

Vor allem ist der kernige Schwarzwälder aber Skibotschafter in eigener Sache – kein Wunder, sein Großvater Ernst Köpfer (1878 bis 1954) war der erste Hersteller von Skiern in Mitteleuropa. Und so errichtete sein stolzer Enkel in Bernau in der Nähe des Feldbergs das „Ski-Köpfer-Museum“ mit Erinnerungen an seinen Großvater – neben originalen Werkzeugen gehört dazu auch das älteste Paar Ski aus dem Jahr 1892.

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