Stille Helden, die Brücken bauen
Viele Aufgaben, die das gesellschaftliche Leben vor Ort prägen, werden maßgeblich von Ehrenamtlichen getragen
Stellen Sie sich vor, die Türen des Sportvereins bleiben verschlossen, das Sommerfest fällt aus und der Nachbar, der sonst immer so freundlich beim Einkaufen hilft, bleibt plötzlich zu Hause. Die freiwillige Feuerwehr könnte im Ernstfall nicht mehr ausrücken. Senioren und Bedürftige wären auf sich allein gestellt, weil niemand mehr Zeit für einen Besuch oder einen Einkauf hätte. Im Kindergarten und in der Schule fehlten engagierte Eltern, die sich für die Kinder stark machen, Feste organisieren und den Alltag bunter gestalten.

„Das Ehrenamt ist das unsichtbare Band,
das unsere Gesellschaft zusammenhält.“
Eva Kurfer ist die Co-Geschäftsführerin des Verbands
lagfa bayern e.V., dem Dachverband für rund
120 Freiwilligenagenturen- und -Zentren in Bayern.
„In Deutschland ist das Ehrenamt das unsichtbare Band, das unsere Gesellschaft zusammenhält – und doch nehmen wir es oft als selbstverständlich hin. Im vergangenen Jahr engagierten sich 40 Prozent der Bevölkerung ehrenamtlich.
Sie sind überall: als Schöffen im Gerichtssaal, als Besuchsdienst auf der Intensivstation, als helfende Hände im Gartenbauverein oder als Paten für Kinder und Jugendliche. Sie sind die stillen Helden, die Brücken bauen – zwischen Generationen, Kulturen und Nachbarn. Ihr Einsatz sorgt dafür, dass niemand allein bleibt und unser Miteinander lebendig bleibt.
Ohne das freiwillige Engagement der Bürger und Bürgerinnen wären Städte, Gemeinden und Landkreise um zahlreiche sportliche, kulturelle und Bildungsangebote sowie soziale und gesundheitliche Hilfsleistungen deutlich ärmer. Viele Aufgaben, die das gesellschaftliche Leben vor Ort prägen, werden maßgeblich von Ehrenamtlichen getragen. Das Ehrenamt ist nicht nur ein praktischer Helfer, sondern auch das Fundament der kommunalen Selbstverwaltung. Es sorgt dafür, dass Menschen direkt an der Gestaltung ihres Lebensumfelds beteiligt sind, was die Akzeptanz und Qualität kommunaler Entscheidungen erhöht und die Distanz zwischen Verwaltung und Bevölkerung verringert. Ehrenamtliches Engagement schafft darüber hinaus Bürgernähe, Flexibilität und ermöglicht schnelle, passgenaue Lösungen für lokale Herausforderungen.
Wenn es Kommunen nicht gelingt, das Ehrenamt zu fördern und zu organisieren, leidet das Gemeinschaftsleben und die Lebensqualität sinkt.
Und jeder kann etwas bewegen. Es ist das freundliche Lächeln, die helfende Hand und das offene Ohr, das wir alle manchmal brauchen. Wer sich engagiert, schenkt nicht nur anderen etwas – sondern bekommt auch selbst viel zurück: neue Freundschaften, spannende Erfahrungen und das gute Gefühl, Teil einer starken Gemeinschaft zu sein.
Also, warum nicht heute noch mitmachen?“

Kontakt:
lagfa bayern e.V.
Schaezlerstraße 13 1/2
86150 Augsburg
Tel.: +49 821 20 71 48-0
info@lagfa-bayern.de
www.lagfa-bayern.de
Ein weiteres Statement zum Thema von:
– Daniel Schnurr, Ehrenamtsbeauftragter der Stadt Baden-Baden
– Ulrike Scharf, Bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales
– Mimun Ait Atmane, Referent für Bürgerschaftl. Engagement im Städtetag von Bad.-Württ.
Wir bedanken uns ganz herzlich dafür!
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Diskutieren Sie mit!
Welche Ehrenämter gibt es in Ihrer Kommune, Ihrer Stadt oder Gemeinde?
Welche davon sind besonders gefragt bei Familien und älteren Bürgerinnen und Bürgern?
Werden die ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürger bei ihrer Aufgabe unterstützt?
Welche dieser Ämter halten Sie für besonders wichtig?
Wir sind gespannt auf Ihre/Eure Erfahrungen!











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