Unterwegs mit Kaschnitz, Hesse, Scheffel und Co
Freiburg, August 2026 – Die inspirierende Kraft der Natur fasziniert Literaten seit Jahrhunderten, und besonders die mystische Kulisse des Schwarzwalds prägte weltberühmte Werke. Im laufenden Jubiläumsjahr zum 200. Geburtstag von Joseph Victor von Scheffel – dem Schöpfer des „Trompeters von Säckingen“ – zieht es Kultur- und Naturbegeisterte gleichermaßen in die Region. Wer sich jetzt im Spätsommer auf Spurensuche begibt, entdeckt einzigartige Wanderwege, Museen und literarische Orte. Von den Pfaden einer Marie Luise Kaschnitz in Bollschweil über die Heimat Hermann Hesses in Calw bis hin zu den Spuren Albert Schweitzers in Königsfeld: Überall verschmelzen die Landschaften des Schwarzwalds mit den Biografien ihrer großen Denker und laden zu tiefgründigen Entdeckungsreisen ein.

Buchmesse „Blätterrauschen“: Literaturförderung aus und für den Schwarzwald
Bereits zum dritten Mal findet im Kurhaus Hinterzarten die Buchmesse „Blätterrauschen“ statt. Vom 8. bis 10. Mai 2026 kommen Autoren und Verlage im Hochschwarzwald zusammen, um ihre Werke mit Bezug zum Schwarzwald vorzustellen und mit interessierten Besuchern in einen Austausch über ihre Arbeit zu kommen. Zum Programm gehören auch Lesungen, Filmvorträge und Gesprächsrunden. Im Rahmen der Veranstaltung werden ausgewählte Bücher in den Kategorien Belletristik und Sachbuch mit dem Förderpreis „Wälderliebling“ ausgezeichnet. www.hochschwarzwald.de/buchmesse
Deutsches Tagebucharchiv in Emmendingen
Ein Hoch aufs geschriebene Wort: Das „Deutsche Tagebuch-Archiv“ in Emmendingen sammelt deutschsprachige Tagebücher, Lebenserinnerungen und Briefwechsel von Jedermann und Jederfrau – einzigartig in Deutschland. Das älteste Tagebuch stammt von 1760. Aus der Sammlung von mehr als 28.000 Dokumenten sind im kleinen Museum 26 ausgewählte Dokumente in Wechselausstellungen eigenständig zu betrachten: Von Grafikern, Malerinnen und Schriftkünstlern gestaltete Diarien, Reisejournale aus zwei Jahrhunderten, Jugendtagebücher, Lebenswerke von Autoren, deren Schreiben ihr ganzes Leben begleitet, die Protokolle von Eltern, die die Entwicklungsschritte ihrer Kinder dokumentieren oder Kuriositäten wie ein Miniaturtagebuch mit dem Titel „Die Mooroase“. Das Museum ist dienstags bis donnerstags von 14 bis 16 Uhr geöffnet, Führungen durch das „Tagebuch-Archiv“ sind nach Absprache möglich. www.tagebucharchiv.de

Im Muße-Literaturmuseum wird dieses „literarische Baden-Baden“ in mehrfacher Hinsicht präsentiert: als Lebensort für Literatinnen und Literaten, als „erzählte Stadt“, als Lehr- und Lernort – und als Raum für Muße. Das Literaturmuseum ist als „Buch“ mit interessanten Kapiteln gestaltet und ermöglicht, mit vielen Sinnen – Sehen, Hören, Fühlen, vor allem aber Lesen und (Be-)Greifen – einzutauchen in die Welt der Literatur. Bild: Nathalie Dautel
Baden-Baden in der Weltliteratur: Muße-Literaturmuseum
Baden-Baden hat eine jahrhundertelange, höchst interessante Geschichte, auch mit Blick auf die Literatur. Vor allem im 19. Jahrhundert war die „Sommerhauptstadt Europas“ ein beliebter Treffpunkt für Künstler, Adelige und Schriftsteller aus aller Welt, insbesondere aus Russland. Im Muße-Literaturmuseum wird dieses „literarische Baden-Baden“ in mehrfacher Hinsicht präsentiert: als Lebensort für Literatinnen und Literaten, als „erzählte Stadt“, als Lehr- und Lernort – und als Raum für Muße. Das Literaturmuseum ist als „Buch“ mit interessanten Kapiteln gestaltet und ermöglicht, mit vielen Sinnen – Sehen, Hören, Fühlen, vor allem aber Lesen und (Be-)Greifen – einzutauchen in die Welt der Literatur. In 18 Räumen wird erzählt von Huldigungen und Frechheiten, Begeisterung und Ablehnung, Liebe und Mord – die Texte und Schicksale reichen vom Mittelalter bis in die Gegenwart und präsentieren mehr als 100 Schriftstellerinnen und Schriftsteller wie Paracelsus, Mary Shelley, Nikolai Gogol, Iwan Turgenjew, Fjodor Dostojewski, Leo Tolstoi, Mark Twain, Alfred Döblin und Simone de Beauvoir. www.baden-baden.com
Champagner statt Sauerstoff: „Tschechow-Salon“ in Badenweiler
1904 reiste der russische Schriftsteller Anton Pawlowitsch Tschechow (1860–1904) zusammen mit seiner Ehefrau Olga Knipper in den Kurort Badenweiler. Hier ließ er sich wegen seines Lungenleidens behandeln – ohne Erfolg, denn er starb noch in Badenweiler. Kurz vor seinem Tode, so lautet die Geschichte, wollte sein Badenweiler Arzt eine Flasche Sauerstoff für ihn besorgen. Da Tschechow befürchtete, dass diese nicht mehr rechtzeitig eintreffen würde, bat er darum, stattdessen eine Flasche Champagner für ihn und seine Frau kommen zu lassen. Das Literarische Museum „Tschechow-Salon“ in Badenweiler ist das einzige Museum für den russischen Schriftsteller und Dramatiker der Weltliteratur in Westeuropa. Zudem werden in dem Museum 25 deutsche und internationale Schriftsteller und Dichter, die im Heilbad gekurt oder gelebt haben, vorgestellt. Neben Tschechow sind dies unter anderem Stephen Crane, Konstantin Stanislawski, René Schickele und Annette Kolb sowie Vertreter der zeitgenössischen Literatur wie Gabriele Wohmann und Rüdiger Safranski. www.literaturmuseum-tschechow-salon.de

Literarische Wanderungen im Schwarzwald
Der Geburtstag von Joseph Victor von Scheffel erinnert an sein berühmtes Werk „Der Trompeter von Säckingen“. Wer jetzt im Spätsommer im Schwarzwald wandert, kann Natur und Literatur perfekt miteinander verbinden. Auf den Spuren bekannter Autoren erleben Sie die Landschaften, die als Inspiration für weltberühmte Werke dienten.
Dorfspaziergang auf den Spuren von Marie Luise Kaschnitz (Bollschweil)
Marie Luise Kaschnitz (1901–1974) verbrachte viel Zeit im Schloss Bollschweil vor den Toren Freiburgs. Mit ihrer Erzählung „Beschreibung eines Dorfes“ schuf sie der Gemeinde ein literarisches Denkmal.
- Das Erlebnis: Ein Spaziergang durch stille Gassen und das historische Schlossgelände.
- Hilfsmittel: Online sind ein Leitfaden und eine Wanderkarte verfügbar.
- Highlights im Ort: Das Kaschnitz-Zimmer im Rathaus und der Gedenkstein auf dem Friedhof.
- Infos: www.bollschweil.de
Literarischer Streifzug für Hermann Hesse (Calw und Hirsau)
Ein drei Kilometer langer Rundgang durch die historische Altstadt von Calw führt direkt in die Welt des Nobelpreisträgers Hermann Hesse (1877–1962).
- Die Route: Der Weg führt über den Marktplatz mit Hesses Geburtshaus, vorbei an Fachwerkhäusern und über die Nikolausbrücke.
- Der Bezug: Viele Gassen dienten als Kulisse für Werke wie „Unterm Rad“ oder die „Gerbersauer Geschichten“.
- Kultur-Tipp: Aktuell und noch bis zum 9. August lief der „Gerbersauer Lesesommer“ – die Schauplätze lassen sich aber weiterhin wunderbar auf eigene Faust erkunden.
- Infos: www.calw.de/kultur/hermann-hesse

Sonderausstellung: Hermann Hesse als Maler (Riegel am Kaiserstuhl)
Hermann Hesse war nicht nur Schriftsteller, sondern auch leidenschaftlicher Maler. Die laufende Ausstellung in der Kunsthalle Messmer in Riegel zeigt eine umfassende Werkschau des Künstlers.
- Die Exponate: Rund 130 Aquarelle, Tuschezeichnungen, illustrierte Briefe, Erstausgaben und Fotografien.
- Die Themen: Hesses farbenfrohe Bilder zeigen seine Liebe zum Tessin und die Suche nach Identität und Harmonie.
- Zeitraum: Die Ausstellung läuft noch bis zum 11. Oktober 2026.
- Infos: www.kunsthallemessmer.de

200 Jahre Scheffel: Bergsee und Trompetenklänge (Bad Säckingen)
Zum 200. Geburtstag von Joseph Victor von Scheffel (1826–1886) lädt eine sechs Kilometer lange Rundtour ein. Sie startet in der Innenstadt und führt hinauf zum idyllischen Bergsee.
- Sehenswürdigkeiten am See: Der markante „Scheffelfelsen“ erinnert an das Versepos „Der Trompeter von Säckingen“.
- Verlängerung der Route: Im Schlosspark warten die Scheffelbüste, der Trompeter-Brunnen und eine Figur des Katers Hiddigeigei.
- Aktivitäten: Themenführungen mit Trompetenklängen und drei Kater-Kinder-Stadt-Rallyes sorgen für Abwechslung.
- Ausstellung: Das Hochrheinmuseum Schloss Schönau zeigt noch bis zum 1. November 2026 die passende Sonderausstellung.
- Infos: www.badsaeckingen.de/scheffel
Lustwandeln auf Mörikes Spuren (Nagold)
Der acht Kilometer lange „Mörike-Wanderweg“ startet an der historischen Stadtkirche in Nagold. Er verbindet Kultur und Natur des schwäbischen Lyrikers Eduard Mörike (1804–1875).
- Der Weg: Acht Infotafeln vermitteln Wissenswertes über das Leben des Dichters. Die Route führt über Wiesen und durch das geschichtsträchtige „Kuhloch“ zurück in die Stadt.
- Der Höhepunkt: Der Zeller-Mörike-Garten lädt als Ort der Ruhe zum Verweilen ein. Hier kurte Mörike im Jahr 1862.
- Ergänzung: Das „Museum im Steinhaus“ zeigt eine Dauerausstellung im ehemaligen Gartenhaus.
- Infos: www.mein-schwarzwald.de
Der Genießerpfad „Wiesensteig“ (Bad Peterstal-Griesbach)
Der 13,5 Kilometer herrlicher Rundweg führt durch das Tal der wilden Rench. Die Region war die zweite Heimat von Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen (um 1622–1676).
- Die Landschaft: Der Pfad führt vorbei an Bergwiesen und Bächen. Himmelsbänke und schattige Getränkebrunnen bieten unterwegs perfekten Sommer-Komfort.
- Der Literaturbezug: Die Landschaft inspirierte den berühmten Schelmenroman „Der abenteuerliche Simplicissimus Teutsch“.
- Zusatz-Tipps: Besuchen Sie das „Simplicissimus-Haus“ in Renchen. Grimmelshausens 350. Todestag ist zudem in diesem Jahr zentraler Schwerpunkt der laufenden „Heimattage Baden-Württemberg“ in Oberkirch.
- Infos: www.nationalparkregion-schwarzwald.de und www.heimattage2026.de
Familienspaß mit Wilhelm Hauffs Märchen (Bad Wildbad)
Das Märchen „Das kalte Herz“ von Wilhelm Hauff (1802–1827) fasziniert bis heute. Der drei Kilometer lange Märchenweg auf dem Sommerberg erweckt die Erzählung um den Köhler Peter Munk zum Leben.
- Das Angebot: Zehn Stationen mit Hörspielen erzählen die Geschichte und vermitteln Wissen über alte Handwerke wie die Flößerei und Glasmacherei.
- Start und Ziel: Der Turm des Baumwipfelpfads mit Panoramablick über den Schwarzwald.
- Kombinationsmöglichkeiten: Die Hängebrücke „Wildline“ liegt direkt in der Nähe.
- Weitere Ausstellungen: Passende Ausstellungen finden sich im Schloss Neuenbürg und in Hauffs Märchenmuseum in Baiersbronn.
- Infos: Ausstellung im Schloss Neuenbürg und Hauffs Märchenmuseum in Baiersbronn besuchen. www.bad-wildbad.de
Auf den Spuren von Johann Peter Hebel (Wiesental)
Johann Peter Hebel (1760–1826) ist der bedeutendste Mundartdichter der alemannischen Region. Seine Kindheit im ländlichen Wiesental prägte sein Schaffen. Mit dem Gedicht „Die Wiese“ setzte er dem Fluss ein literarisches Denkmal.
- Der Wanderweg: Der gesamte „Hebel-Wanderweg“ misst 60 Kilometer und reicht vom Feldberg bis nach Basel.
- Die Teiletappe: Ein schöner 14 Kilometer langer Abschnitt führt von Zell bis Steinen durch das idyllische Wiesental. Infotafeln am Wegrand beleuchten Hebels Leben.
- Das Highlight: Das historische Hebelhaus in Hausen. Es zeigt als Museum die fast originalgetreu erhaltene Wohnung des Dichters.
- Infos: www.schwarzwald-tourismus.info
Berthold Auerbachs Dorfgeschichten (Horb am Neckar)
Berthold Auerbach (1812–1882) feierte mit seinen „Schwarzwälder Dorfgeschichten“ ab 1843 weltweite Erfolge. Sogar der US-Schriftsteller Mark Twain lernte den Schwarzwald durch Auerbachs Werke kennen. Die Erzählungen beschreiben das traditionelle Leben, sparen aber auch soziale Missstände nicht aus.
- Die Wanderung: Die knapp 12 Kilometer lange „Talblick-Tour“ in Horb am Neckar führt direkt durch Auerbachs Heimat.
- Das Highlight: Der Weg passiert das barocke Nordstetter Schloss. Dort befindet sich das Auerbach-Museum in zwei historischen Räumen.
- Infos: www.horb.de
Der Mundart-Dichter-Weg auf dem Turmberg (Karlsruhe-Durlach)
Diese kurze und abwechslungsreiche Rundwanderung ist ein Muss für alle Liebhaber regionaler Dialekte.
- Die Route: Der Weg ist rund zwei Kilometer lang und verläuft entlang des Karlsruher Turmbergs.
- Das Erlebnis: An sieben Stationen können Wanderer per Audio-App Gedichten und Texten regionaler Mundart-Dichter lauschen.
- Die Highlights: Die Turmbergterrasse bietet einen weiten Blick über Karlsruhe und die Rheinebene. Zum Abschluss wartet das „Hexestäffeles“ mit 528 Stufen hinab ins Tal.
- Infos: www.karlsruhe-erleben.de/tour/mundart-dichter-weg

Literarisch-kulinarisch wandern auf dem „Lebküchlerweg“ (Todtmoos)
Der Name des Weges geht auf die historischen Lebkuchenbäckerinnen aus Todtmoos zurück. Diese verkauften ihre haltbaren Lebkuchen früher an Pilger vor der Wallfahrtskirche. Die Schwarzwälder Autorin Heidi Knoblich setzte dieser Tradition mit ihrem Kinderbuch „Alle warten auf das Lebkuchenweiblein“ ein Denkmal.
- Die Route: Der 12 Kilometer lange Schwarzwälder Genießerpfad führt über schmale Wiesen- und Waldpfade im Süden der Region.
- Das Erlebnis: Wanderer genießen panoramareiche Aussichten auf bis zu 1.200 Metern Höhe.
- Infos: www.geniesserpfade-schwarzwald.info
Eine literarische Entdeckungsreise auf dem Westweg
Der legendäre, im Jahr 1900 angelegte „Westweg“ führt auf 285 Kilometern von Pforzheim nach Basel. Das Buch „Über den Schwarzwald: Entdeckungsreise auf dem Westweg“ von Johannes Schweikle und Daniel Keyerleber verbindet den Wanderbericht mit der Kulturgeschichte der Region.
- Der Inhalt: Das Werk zeigt auf 256 Seiten, wie sich das Bild des Schwarzwaldes wandelte. Romantische Dichter verwandelten die einst gefürchtete, dunkle Wildnis in einen Sehnsuchtsort der Schönheit.
- Das Besondere: Eindrucksvolle, eigenwillige Fotografien ergänzen die historischen und literarischen Porträts entlang des Weges.
- Infos: www.westweg.info

Albert Schweitzers Zufluchtsort in Königsfeld
Der Friedensnobelpreisträger Albert Schweitzer (1875–1965) war Arzt, Theologe, Philosoph und Musiker. In Königsfeld baute er 1923 ein Wohnhaus für seine Familie, um sich von seinen anstrengenden Einsätzen im tropischen Lambaréné zu erholen.
- Die Dokumentationsstätte: Das ehemalige Wohnhaus bündelt Schweitzers gesamte Lebensgeschichte und feiert bereits sein 25-jähriges Bestehen als Museum.
- Der Wanderweg: Der lokale „AusZEIT“-Spazierweg führt durch den Kurpark sowie den Doniswald und regt mit Zitaten zum Nachdenken an.
- Der Ort: Königsfeld ist ein heilklimatischer Kurort und feiert zudem sein 50-jähriges Bestehen als Kneippkurort.
- Infos: www.koenigsfeld.de
Buchmesse „Blätterrauschen“ (Hinterzarten)
Im Kurhaus Hinterzarten fand im Mai bereits zum dritten Mal die regionale Buchmesse „Blätterrauschen“ statt. Sie hat sich fest als Plattform für die Literaturförderung aus und für den Schwarzwald etabliert.
- Das Konzept: Autoren und Verlage kamen im Hochschwarzwald zusammen, um ihre Werke mit Regionalbezug vorzustellen und sich mit dem Publikum auszutauschen.
- Das Programm: Neben klassischen Buchpräsentationen gehörten Lesungen, Filmvorträge und Gesprächsrunden zum dreitägigen Event.
- Die Auszeichnung: Ein Höhepunkt war die Verleihung des Förderpreises „Wälderliebling“ für herausragende Neuerscheinungen in den Kategorien Belletristik und Sachbuch.
- Infos: www.hochschwarzwald.de/buchmesse
Deutsches Tagebucharchiv (Emmendingen)
Das „Deutsche Tagebuch-Archiv“ in Emmendingen ist einzigartig in Deutschland. Es sammelt private, deutschsprachige Lebenszeugnisse von Alltagsmenschen.
- Die Sammlung: Das Archiv bewahrt mehr als 28.000 Dokumente auf – darunter Tagebücher, Lebenserinnerungen und Briefwechsel. Das älteste Exponat stammt aus dem Jahr 1760.
- Das Museum: In wechselnden Ausstellungen werden jeweils 26 ausgewählte Dokumente präsentiert. Zu sehen gibt es kunstvoll gestaltete Diarien, historische Reisejournale, Jugendtagebücher und berührende Elternprotokolle.
- Öffnungszeiten: Das kleine Museum öffnet jeweils von Dienstag bis Donnerstag zwischen 14:00 und 16:00 Uhr. Führungen durch das Archiv sind nach Absprache möglich.
- Infos: www.tagebucharchiv.de
Muße-Literaturmuseum (Baden-Baden)
Baden-Baden galt vor allem im 19. Jahrhundert als „Sommerhauptstadt Europas“. Sie zog Künstler, Adelige und berühmte Schriftsteller aus aller Welt an. Das Muße-Literaturmuseum lässt diese glanzvolle Epoche lebendig werden.
- Das Konzept: Das Museum ist wie ein begehbares Buch gestaltet. Besucher tauchen mit allen Sinnen – durch Sehen, Hören, Fühlen und Lesen – in die Texte ein.
- Die Ausstellung: In 18 Räumen werden die Schicksale von über 100 Autoren beleuchtet, die in Baden-Baden lebten, kurtent oder über die Stadt schrieben.
- Berühmte Namen: Die literarische Spurensuche reicht vom Mittelalter bis in die Gegenwart und umfasst Weltstars wie Mary Shelley, Fjodor Dostojewski, Leo Tolstoi, Mark Twain und Simone de Beauvoir.
- Infos: www.baden-baden.com
Literarisches Museum „Tschechow-Salon“ (Badenweiler)
Im Jahr 1904 reiste der weltberühmte russische Dramatiker Anton Tschechow (1860–1904) zur Behandlung eines Lungenleidens nach Badenweiler, wo er verstarb. Eine Anekdote besagt, dass er kurz vor seinem Tod statt einer verspäteten Sauerstoffflasche lieber Champagner bestellte, um mit seiner Frau anzustoßen.
- Das Besondere: Der „Tschechow-Salon“ ist das weltweit einzige Tschechow-Museum im westlichen Europa.
- Weitere Autoren: Die Ausstellung porträtiert zusätzlich 25 internationale Schriftsteller und Dichter, die im Heilbad gewirkt oder gekurt haben.
- Die Bandbreite: Zu den vorgestellten Autoren gehören historische Größen wie Stephen Crane und René Schickele, aber auch moderne Literaten wie Gabriele Wohmann und Rüdiger Safranski.
- Infos: www.literaturmuseum-tschechow-salon.de
Schwarzwald Tourismus GmbH
Wiesentalstraße 5
79115 Freiburg











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