Es ist viel mehr als ein „Nice to have“
Ehrenamtliche stärken mit ihrem Einsatz das Fundament, auf dem unser demokratisch verfasstes Gemeinwesen in Freiheit aufbaut
Bürgerschaftliches Engagement ist unverzichtbarer Bestandteil einer lebendigen und vielfältigen Gesellschaft und trägt wesentlich zu Zusammenhalt und Solidarität der Bürgerinnen und Bürger bei. Es ist weder durch wirtschaftliche Zwänge motiviert, noch staatlichen Geboten verpflichtet, sondern wird unentgeltlich, freiwillig und gemeinwohlorientiert ausgeübt.

„Ehrenamtliches Engagement macht
Bayern zu dem, was es ist.“
Ulrike Scharf ist Bayerische Staatsministerin
für Familie, Arbeit und Soziales und zweite Stellvertreterin
des bayerischen Ministerpräsidenten.
„Die Förderung des Bürgerschaftlichen Engagements hat seit 2014 Verfassungsrang. Artikel 121 der Bayerischen Verfassung bestimmt ‚Staat und Gemeinden fördern den ehrenamtlichen Einsatz für das Gemeinwohl‘.
Der Soziologe Ulrich Beck hat gesagt: ‚Das ehrenamtliche Engagement ist die Seele der Demokratie.‘ Ehrenamt bedeutet also viel mehr als „nice to have“. Ehrenamtliche geben mit ihrem Einsatz unserem Land ein sympathisch-menschliches Gesicht und stärken damit das Fundament, auf dem unser demokratisch verfasstes Gemeinwesen in Freiheit aufbaut. In Bayern engagieren sich 41 Prozent der Bürger über 14 Jahren für das Gemeinwohl; dies sind rund 4,7 Millionen Menschen.
Erst ehrenamtliches Engagement macht Bayern zu dem, was es ist – unsere lebens- und liebenswerte Heimat. Ehrenamtliches Engagement findet vor Ort statt: bei der Freiwilligen Feuerwehr, im Sport- und Schützenverein, in der Blaskapelle und im Kirchenchor, bei den Trachtenvereinen, im Rettungsdienst und in sozialen Einrichtungen. Sie engagieren sich für die Natur und die Kultur, fördern die Talente unserer Kinder und Jugendlichen und kümmern sich um ältere und kranke Menschen.
Eine Gruppe Ehrenamtlicher dürfen wir nicht vergessen, ohne die unser Gemeinwesen nicht funktionieren würde: unsere vielen ehrenamtlichen Lokalpolitikerinnen und -politiker. Gemeinde- und Stadträte, Kreis- und Bezirksräte, ehrenamtliche Bürgermeisterinnen und Bürgermeister. Unsere Demokratie braucht sie alle.
Am 8. März 2026 ist es wieder so weit: In Bayern stehen die Kommunalwahlen an. Ich kann nur ermutigen: Lassen Sie sich aufstellen, bringen Sie sich ein – unser Bayern braucht in der Kommunalpolitik engagierte Vertreter.
Ehrenamt ist aber nicht selbstverständlich. Der Staat kann dieses Engagement weder einfordern noch ersetzen. Er kann gemeinsam mit den Landkreisen, Städten und Gemeinden gute Rahmenbedingungen schaffen, damit sich möglichst viele Menschen in Bayern engagieren. Wir haben mit unseren Freiwilligenagenturen und -zentren eine flächendeckende Infrastruktur fürs Ehrenamt. Sie beraten und vernetzen Vereine, Initiativen und interessierte Bürger, organisieren Vorträge, unterstützen bei der Öffentlichkeitsarbeit und Digitalisierung, koordinieren Freiwillige und qualifizieren sie weiter. Mit unserer barrierefreien Engagement-Plattform „freilich“ (www.freilich-bayern.de) findet jede und jeder das passende Engagement.
Unsere vielen engagierten Ehrenamtlichen verdienen für ihren Einsatz für das Gemeinwohl Anerkennung und Wertschätzung.

Die Bayerische Ehrenamtskarte ist ein sichtbares Zeichen der persönlichen Anerkennung. Im Scheckkartenformat oder digital, personalisiert, inklusive Logo des Landkreises oder der Stadt – es gibt schon über 250.000 Ehrenamtskarteninhaber. Das ist deutschlandweit spitze.
Und die Ehrenamtskarte hat noch einen echten Mehrwert. Mit der Ehrenamtskarte erhalten die Engagierten kostenlosen Eintritt bei allen staatlichen Schlössern und Burgen, Museen und Sammlungen sowie kostenfreie Fahrten bei der Bayerischen Seenschifffahrt. Auch Kommunen und Unternehmen steuern eigene Angebote bei.
Ehrenamtliches Engagement ist ein Geschenk, das sich die Menschen in unserem Land gegenseitig machen. Sie stärken damit den Zusammenhalt und schaffen ein gemeinsames Miteinander in der Bevölkerung. Viele Herausforderungen könnten wir ohne ihren Einsatz nicht so gut bewältigen.
Deshalb kann ich all unseren Ehrenamtlichen im Namen der Bayerischen Staatsregierung und ganz persönlich nur ein herzliches Vergelt’s Gott sagen. Machen Sie weiter so. Lassen Sie uns das Ehrenamt weiter stärken! Damit auch in Zukunft gilt: Bayern. Gemeinsam. Stark.“
Kontakt:
Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales
Winzererstraße 9
80797 München
Tel.: +49 89 126 101
Bürgerservice des Sozialministeriums: Tel.: +49 89 12 611 660
Poststelle@stmas.bayern.de
www.stmas.bayern.de
www.stmas.bayern.de/wohnen-im-alter/nachbarschaftshilfen/index.php
Ein weiteres Statement zum Thema von:
– Daniel Schnurr, Ehrenamtsbeauftragter der Stadt Baden-Baden
– Eva Kurfer, Co-Geschäftsführerin des Verbands lagfa bayern e.V.
– Mimun Ait Atmane, Referent für Bürgerschaftl. Engagement im Städtetag von Bad.-Württ.
Wir bedanken uns ganz herzlich dafür!
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Diskutieren Sie mit!
Welche Ehrenämter gibt es in Ihrer Kommune, Ihrer Stadt oder Gemeinde?
Welche davon sind besonders gefragt bei Familien und älteren Bürgerinnen und Bürgern?
Werden die ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürger bei ihrer Aufgabe unterstützt?
Welche dieser Ämter halten Sie für besonders wichtig?
Wir sind gespannt auf Ihre/Eure Erfahrungen!











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