Wenn die Drohne sieht, ob das Grab Pflege braucht
Die digitale Transformation eröffnet völlig neue Möglichkeiten für Bürger, Besucher und Friedhofsverwaltungen
In den Friedhofsverwaltungen werden webbasierte Cloud-Lösungen immer beliebter, während lokal oder netzwerkbasierte Desktop-Software inzwischen als veraltet gilt. Cloud-Lösungen nutzen modernste Technologien, um sowohl die Verwaltung als auch virtuelle Besucher und Gäste vor Ort effektiv zu unterstützen. Es entstehen immer mehr digitale Verfahren, die sämtliche Belange des Friedhofsbetriebs abdecken. Durch das Zusammenspiel verwaltungstechnischer Anforderungen mit dem technisch Machbaren entstehen Lösungen, deren Leistungsumfang noch vor wenigen Jahren kaum vorstellbar gewesen wäre.
Die digitale Transformation vernetzt die Verwaltung zunehmend mit Bestattern und allen anderen Akteuren – inklusive den Trauernden, Interessierten und Besuchern.
Moderne Friedhofssoftware muss aus diesem Grund vielseitige Anforderungen erfüllen. Sie sollte webbasiert und somit geräte- und plattformunabhängig sowohl stationär als auch mobil einsetzbar sein. Ein integrierter, digitaler Friedhofsplan ist essenziell – idealerweise lässt er sich auf der eigenen Website einbinden und für die Öffentlichkeit zugänglich machen, etwa im Rahmen eines „Prominentengräber-Wiki“ oder ähnlicher Informationsdienste.
Darüber hinaus unterstützt moderne Software alle Friedhofs-Gewerke bei alltäglichen Aufgaben wie der Grab-Suche und dem Grabverkauf, der digitalen Bearbeitung von Arbeitsaufträgen oder bei bürgernahen Dienstleistungen wie Online-Reservierungen. Auch eine GPS-gestützte Navigation vom aktuellen Standort bis zum gesuchten Grab über begehbare Wege sollte integriert sein. Digitale Infotafeln an den Friedhofseingängen können Termine zur Kapellennutzung anzeigen sowie aktuelle Hinweise – beispielsweise zur Grabmalprüfung – bereitstellen. Schnittstellen zu Bestatterkalendern, Finanzbuchhaltungssystemen, Dokumenten-Management-Systemen (DMS) und Online-Gedenkportalen runden die digitale Infrastruktur ab und ermöglichen ein durchgängiges, effizientes Arbeiten ohne Medienbrüche.

Einzug der KI
Die Zukunft wird jedoch noch vielseitiger. Ein zentrales Thema ist die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG), das digitale Leistungen wie der Online-Erwerb von Nutzungsrechten oder deren Verlängerung und Übertragung vorschreibt.
Gleichzeitig gewinnt das Thema Künstliche Intelligenz (KI) an Bedeutung. So ist es denkbar, dass KI-gestützte Drohnen künftig erkennen, ob eine Grabpflege erforderlich ist. Die Einsatzmöglichkeiten scheinen nahezu unbegrenzt: KI kann Belegungsprognosen erstellen, den zukünftigen Bedarf planen, die Grabfindung per Spracherkennung erleichtern, das Terminmanagement automatisieren und Besucherströme analysieren. Zugleich verändert sich der gesellschaftliche Umgang mit Friedhöfen als Orte der Erinnerung. Viele Angehörige leben nicht mehr in direkter Nähe und wünschen sich moderne, digitale Formen des Gedenkens. Hier eröffnet die Digitalisierung neue Wege – etwa durch virtuelle Gedenkseiten, QR-Codes an Grabmalen oder Erinnerungsfunktionen, die an Todestage erinnern. Die Friedhofsverwaltung kann so nicht nur effizienter, sondern auch näher an den emotionalen Bedürfnissen der Menschen agieren.
Auch Themen wie Barrierefreiheit und Inklusion werden künftig eine größere Rolle spielen. Informationsangebote in leichter Sprache oder mit Vorlesefunktion sind ebenso möglich wie mehrsprachige Besucherführungen per App. Darüber hinaus rückt das Thema Nachhaltigkeit immer stärker in den Fokus: ressourcenschonende Pflegekonzepte, digital koordinierte Wasserpläne oder emissionsarme Geräteeinsätze sind Entwicklungen, die durch digitale Steuerung unterstützt werden können – auch im Sinne einer klimagerechten Friedhofskultur.
Auch im Bereich der Sicherheit kann die KI wertvolle Dienste leisten: Mithilfe von Drohnen könnten Friedhöfe den Zustand von Grabstätten dokumentieren und potenzielle Gefahren durch lose Grabmale frühzeitig erkennen. Die Drohnen könnten also noch mehr leisten als „nur“ die Dokumentation der aktuellen Grabpflege. Die gesetzlich vorgeschriebene jährliche Prüfung der Standsicherheit von Grabsteinen ist im Arbeitsschutzgesetz verankert und wird damit noch effektiver umsetzbar.

Zuverlässige Sicherheitsprüfungen
Schon heute befinden sich Sicherheitsprüfungen auf hohem fachlichem Niveau. Idealerweise erfolgen sie – in der Regel im frostfreien Zeitraum von März bis Oktober – nicht durch analoge Sichtkontrollen oder unwirksame händische „Rüttelproben“, sondern durch geschultes Fachpersonal mit digitaler Prüftechnik. Ein Beispiel ist das Kraftmessgerät (KMG) der Firma BSK, das durch kontinuierlichen Druckaufbau über einen definierten Zeitraum eine prüfkonforme und rechtssichere Dokumentation ermöglicht. Dabei kann gleichzeitig der Pflegezustand der Grabstätte beurteilt und inklusive Fotodokumentation erfasst werden.
In Kooperation mit der Hades Software GmbH wurde bereits vor über fünfzehn Jahren eine Schnittstelle zwischen dem BSK-Messgerät und den Friedhofsverwaltungsprogrammen Hades und myHADES entwickelt – inzwischen auch für die neue, webbasierte Lösung Hades-X verfügbar. Diese Schnittstelle erlaubt die Übertragung der zu prüfenden Grabmale an das Gerät sowie die nahtlose Rückübermittlung aller Prüfergebnisse, inklusive Zeit-Kraft-Messkurven und Fotodokumentation, in die Verwaltungssoftware. So hat die Friedhofsverwaltung unmittelbar nach der Prüfung alle Daten im System und kann betroffene Nutzungsberechtigte bequem per Serienbrief oder E-Mail informieren, Fristen setzen, dokumentieren und bei Bedarf rechtssicher anmahnen.

Weitere Informationen:
Software für Friedhofsverwaltungen: www.hades-software.de
Standsicherheitsprüfungen für Grabmale: www.grabsteinpruefung.com
HADES Software GmbH
Jacksonring 15
48429 Rheine
Telefon: +49 5971 9871-0
Email: info@hades-software.de
Webseite 1: https://hades-software.de
Webseite 2: https://hades-x.de











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