Treppenhaus der Würzburger Residenz

Treppenhaus der Würzburger Residenz

UNESCO-Weltkulturerbe am Main

Die Würzburger Residenz – eines der schönsten barocken Schlösser Deutschlands

Die Würzburger Residenz ist das geliebte Wahrzeichen der Stadt und ein unvergängliches Symbol für unendlichen Reichtum und grenzenlose Liebe zur Kunst. Die Residenz gehört bereits seit 1803 dem Staat Bayern und ist seit 1981 UNESCO-Weltkulturerbe. Den Grundstein legte 1720 Johann Philipp Franz von Schönborn, der Balthasar Neumann mit Planung und Ausführung beauftragte. Die Residenz hat ihr Aussehen vor allem diesen beiden Männern und dem venezianischen Maler Giovanni Battista Tiepolo zu verdanken, der hier die vielleicht spektakulärsten Fresken der Kunstgeschichte erschuf.

Strafsumme als Grundstock

Johann Philipp Franz von Schönborn war 1719 gerade zum Fürstbischof gewählt worden, da ließ er den korrupten Finanzdirektor seines Vorgängers vor Gericht stellen. Mit der ungeheuren Strafsumme von 600.000 Gulden konnte man nun mit dem Bau dieses „Schlosses über allen Schlössern“ beginnen. Mit der Planung beauftragte der Fürstbischof seinen Lieblingsarchitekten: Balthasar Neumann. Zur Innenausstattung setzte ein wahrer Künstlerzug aus Wien, Südtirol, Italien und den habsburgischen Niederlanden – dem heutigen Belgien – ein. Architekten und Ingenieure in Wien und Paris überprüften außerdem Balthasar Neumanns Entwürfe. Alles sollte so perfekt wie nur möglich sein.

Und das Meisterwerk gelang. Spektakulär sind bis heute das Spiegelkabinett und die in Marmor gehaltene Hofkirche, die Fresken im Kaisersaal und das riesige Fresko über dem Treppenhaus – dem größten Deckenfresko der Welt. Durch den Weißen Saal mit seinem bizarren Rokokostuck gelangt man zum Zentrum der 167 Meter langen Gartenfront und zum Kaisersaal.  Von dort aus führen zwei jeweils 80 Meter lange Fluchten mit Repräsentationsräumen nach Norden und nach Süden.

Blick vom Hofgarten aus auf die 168 Meter lange Gartenfront der Würzburger Residenz, die unter den Würzburger Fürstbischöfen von 1719 bis 1780 erbaut wurde. Sie gilt als der bedeutendste Residenzbau des Spätbarocks in Europa und wurde 1981 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Blick vom Hofgarten aus auf die 168 Meter lange Gartenfront der Würzburger Residenz, die unter den Würzburger Fürstbischöfen von 1719 bis 1780 erbaut wurde. Sie gilt als der bedeutendste Residenzbau des Spätbarocks in Europa und wurde 1981 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Rekonstruktion nach zerstörerischen Bomben

In der Nacht zum 16. März 1945 erlitt Würzburg einen außergewöhnlich schweren Bombenangriff. 5000 Menschen starben, 90 Prozent der Altstadt und die wunderschöne Residenz lagen in Schutt und Asche. Der Mittelbau mit dem Treppenhaus, der Weiße Saal und der Kaisersaal konnten glücklicherweise gerettet werden. Die übrigen Gebäude und Räume wurden in liebevoller Kleinarbeit rekonstruiert. Dass es so gut gelang, ist nicht zuletzt dem amerikanischen Kunsthistoriker John Skilton zu verdanken, der im Sommer 1945 nach Würzburg kam und – gegen alle Widerstände und trotz aller praktischen Probleme – vor Wintereinbruch für ein Notdach sorgte. Er erhielt später übrigens das Bundesverdienstkreuz.

Einladender Hofgarten

Die Residenz ist heute hauptsächlich ein Museum mit vierzig wiederhergestellten Räumen. Besucher erfreuen sich aber auch an dem wunderschönen Garten, der im französischen Stil angelegt wurde. Er unterscheidet sich bis heute von vielen anderen Hofgärten durch einen hohen Wall. An der Podest-Treppe zum Wall stehen übrigens die berühmten Savoyarden-Knaben, die früher mit Murmeltieren und Mausefallen, Bandelkram und Theriak die Lande durchzogen.


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