Die Außenansicht des Unimog-Museums

Die Außenansicht des Unimog-Museums

Das spannende Unimog-Museum im Murgtal

Auch im Winter immer einen Besuch wert / Sonderausstellung bis zum 22. April 2019

Das Unimog-Museum am Eingang des Murgtals entstand genau dort, wo fünfzig Jahre lang Unimog-Anwendungen erprobt und demonstriert wurden. Das Museum ist heute so vielseitig wie sein Haupt-Ausstellungsgegenstand: der Unimog, also das „Universal-Motor-Gerät“. Kaum ein anderes Nutzfahrzeug hat so viele Einsatzmöglichkeiten.

Das Museum steht auf dem „meistgepflügten Acker Baden-Württembergs“, wie ehemalige Unimog-Vorführer das Gebiet heute liebevoll nennen. Der Acker war lange Zeit das Versuchsgelände der Daimler-Benz AG, die auch den „Murghof“, einen Versuchs-Bauernhof, leitete. Hier konnte man auf dem Unimog mit einer Vielzahl von Anbaugeräten seine Vielseitigkeit im Realbetrieb demonstrieren. Das Holzgebäude auf dem Museumsgelände, auf dem in den typischen Lettern der 1950er Jahre die Leuchtschrift „Unimog Schulung“ prangt, erinnert heute noch an jene „gute alte Zeit“. Wo 50 Jahre lang Land- und Forstwirte, Kraftfahrer von Kommunen oder auch Privatleute im Umgang mit dem Unimog geschult wurden, befinden sich heute Büros, das Shop- und Ausstellungslager und eine kleine Halle für Unimog.

 

Ein Museum für die gesamte Region

Die Produktion des Unimog wurde 2002 von Gaggenau ins LKW-Werk in Wörth verlegt. Vier Jahre später hatte ein Verein von Unimog-Begeisterten auf dem alten Schulungsgelände dem Unimog mit einem eigenen Museum ein Denkmal gesetzt. Das Gebäude mit seiner Holzverkleidung aus heimischen Douglasien hat mittlerweile den Hugo-Häring-Preis für Architektur gewonnen. Im Museum stehen Unimog aus allen Jahrzehnten.  Sie reichen von einem der sechs Prototypen über den seltenen und begehrten Boehringer-Unimog, die ersten Militär-Unimog der Schweizer Armee bis hin zum Unimog der allerneuesten Baureihe. Doch nicht nur Unimog-Geschichte, auch Geschichten rund um den Unimog werden erzählt. In den beliebten Winterausstellungen wird außerdem die Industriegeschichte der Region beleuchtet. Denn hier im nördlichen Schwarzwald wurden seit mehr als 120 Jahren neben Nutzfahrzeugen auch viele andere Dinge produziert.

Unimog-Leidenschaft: Auf dem museumseigenen Außenparcours kann man die besonderen Fähigkeiten des geländegängigsten aller Nutzfahrzeuge hautnah erleben. Hier gibt es eine hinaufführende 100-Prozent-Steigung und eine 70-Prozent-Treppe hoch und auch wieder hinunter.

Unimog-Leidenschaft: Auf dem museumseigenen Außenparcours kann man die besonderen Fähigkeiten des geländegängigsten aller Nutzfahrzeuge hautnah erleben. Hier gibt es eine hinaufführende 100-Prozent-Steigung und eine 70-Prozent-Treppe hoch und auch wieder hinunter.

Vielfalt durch Wechsel

Das Museum lebt von seinen wechselnden Ausstellungen. Während in den ersten Jahren Feuerwehr-, Winterdienst-, Forst-  oder Militär-Unimog das Bild prägten, verwandelte sich das Museum 2011 in ein Expeditionscamp, das den „Unimog als Weltenbummler“ präsentierte. Mit solch großem Erfolg bei Publikum wie Ausstellern, dass daraus ein jährliches Event wurde.

Am letzten Wochenende im Juli kommen seit 2013 rund 100 Expeditions-Unimog und ihre Besitzer zum „Weltenbummlertreffen“ zusammen, um Erfahrungen und Erlebnisse auszutauschen. Die Besucher sind eingeladen, sich die Fahrzeuge anzusehen, von denen keines dem anderen gleicht, und so manche Weltreise in Wort und Bild nachzuerleben.

2014 war Berlin das Thema, denn der Unimog eroberte inzwischen auch die Stadt. So waren Unimog der Berliner Stadtreinigung, der Wasserwerke, ein MB-trac vom Flughafen Tegel und viele andere Unimog vertreten. Aber auch Berliner Stadtgeschichte wurde erzählt, und zu Ende des Sommers verschönerte der Berliner Street-Art-Künstler El Bocho die Ausstellungswände des Museums und die gesamte Gaggenauer Innenstadt mit seinen großformatigen Bildern.

 

Ein Museum für alle Jahreszeiten

Vorführungen und Aktionen sind im Unimog-Museum das A und O. Denn hier kann man nach all dem Spannenden, das man über den Unimog und seine Einsatzmöglichkeiten im Museum gesehen hat, auch die besonderen Fähigkeiten des geländegängigsten aller Nutzfahrzeuge hautnah erleben. Auf dem museumseigenen Außenparcours geht es eine 100-Prozent-Steigung und eine 70-Prozent-Treppe hoch und auch wieder hinunter. Es geht über Mauern und Baumstümpfe und in eine Schräg-Neigung von über 20 Grad. Man kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus.

In den Winterausstellungen rücken regelmäßig andere Themen in den Mittelpunkt. So wurde die Geschichte der Glasherstellung im Murgtal gezeigt. In anderen Jahren ging es um das Schöpfen von Papier und das Binden von Büchern oder um die lange Tradition der Eisenverarbeitung.

In diesem Winter stehen das Klopfen von Steinen und Exkursionen in die Umgebung auf dem Programm, denn in der Ausstellung „Von Erzen, Sandstein und Granit“ (25.11.2018 – 22.04.2019) geht es um die Geologie, Steingewinnung und deren Verarbeitung in der Region. Dabei werden nicht nur die verschiedenen Gesteinsarten, ihre Entstehung und ihr Vorkommen im Murgtal erläutert. Jeder Besucher kann auch selbst prüfen, wie hart die Gesteine von Buntsandstein bis zum Granit sind.

 

Von der Galerie aus hat man einen ausgezeichneten Blick über alle Exponate des Unimog-Museums.

Von der Galerie aus hat man einen ausgezeichneten Blick über alle Exponate des Unimog-Museums.

 

Pläne für die Zukunft – eine ganze Unimog-Welt

Für die nächsten Jahre ist eine Erweiterung des Museums geplant. Ein Anbau soll die Ausstellungsfläche fast verdoppeln. Dann wird es möglich sein, verschiedene Themen nebeneinander darzustellen und die Typenvielfalt zu vergrößern. Mit einem Wissensparcours für Kinder und Jugendliche will man frühzeitig Technik-Begeisterung wecken und fördern. Ein erster Schritt ist schon getan. Seit Ende 2017 erleichtert ein neuer Werkstattbau den beiden Technikern des Museums nicht nur ihre Arbeit an den zahlreichen Unimog, sondern bietet an Aktionstagen und in speziellen Schrauberkursen auch einen Blick ins technische Herz des Kultfahrzeugs.

 

 

Weitere Informationen und Sonderausstellungen unter:

www.unimog-museum.de

Sonderausstellung vom 25. November 2018 bis 22. April 2019:

„Von Erzen, Sandstein und Granit – Steine und Steingewinnung im Murgtal“


Logo Unimog Museum

An der B 462 / Ausfahrt Schloss Rotenfels
76571 Gaggenau

Tel. +49 7225 98131-10
Fax. +49 7225 98131-19
Web. www.unimog-museum.de

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7. Februar 2019


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