AQtap (links hinten im Bild) garantiert in Entwicklungsländern eine zuverlässige Wasserversorgung, eine effektive Erfassung der Einnahmen und einen sicheren Betrieb.

AQtap (links hinten im Bild) garantiert in Entwicklungsländern eine zuverlässige Wasserversorgung, eine effektive Erfassung der Einnahmen und einen sicheren Betrieb.

Energiefreundliche Pumpensysteme dank Sonne und Wind

Auch in Afrika ist sauberes Wasser nun bezahlbar

Die Grundfos GmbH unterstützt seit 2012 den UN Global Compact, eine Initiative für Unternehmen, die ihre Strategien an bestimmten Prinzipien ausrichten. Grundfos legt dabei besonderes Augenmerk auf die Bereitstellung von sauberem Wasser und gleichzeitiger Bekämpfung des Klimawandels.

Wasserpumpen für faire Preise und energiefreundlich

In den ariden Zonen der Entwicklungsländer fehlt für Pumpen oft der Stromanschluss. Dann kommen meist ein Elektrogenerator oder ein Benzinmotor zum Einsatz. Beide Möglichkeiten sind jedoch eine Belastung für die Umwelt. Erneuerbare Energien bieten hier interessante Alternativen, das System „Wasserkiosk“ sorgt außerdem für faire Preise.

AQtap ist Teil des Engagements von Grundfos, nachhaltige Wasserlösungen für Entwicklungsländer bereitzustellen. Es handelt sich um einen intelligenten Wasserspender, der als „Wasserkiosk“ eingesetzt werden kann. Man will damit den lokalen Wasserversorgern ein Konzept bieten, mit dem sie die technische Infrastruktur finanzieren können. Ein solcher Wasserkiosk besteht aus dem eigentlichen Wasserspender, einem Cloud-basierten Wassermanagement-Tool und einer SmartCard-Plattform.

Die Wasserspender werden bevorzugt an vorhandene Frischwasserleitungen der Gemeinde angeschlossen. Muss das Wasser anderweitig beschafft werden – und das auch in Regionen ohne Infrastruktur für elektrischen Strom – hat Grundfos mit der solar- oder windbetriebenen Brunnenpumpe SQflex eine entsprechende Lösung entwickelt. Optional sorgt AQpure – eine kleine Ultrafiltrationsanlage – dafür, dass potenziell verunreinigtes Oberflächen- und Flusswasser Trinkwasserqualität erreicht. Auch der Wasserspender AQtap kann per Solar-Panel oder per Windenergie mit Strom versorgt werden.

Um Leitungswasser zapfen zu können, müssen die Verbraucher eine WaterCard mit Wasserpunkten zu einem zuvor festgelegten fairen Preis erwerben. Dieses Vorauszahlungsmodell und die Überwachung der Wasserabnahme bietet dem Versorger finanzielle Sicherheit und gewährleistet Transparenz. Der Verbraucher erhält mit dem intuitiv bedienbaren AQtap exakt die Menge Wasser, die er bezahlt hat. Missmanagement durch profitorientierte Zwischenhändler entfällt. Der Wasserkiosk garantiert als Online-Wasserwirtschaftssystem eine zuverlässige Wasserversorgung, eine effektive Erfassung der Einnahmen und einen sicheren Betrieb.

 

Das SQFlex-System von Grundfos im Querschnitt

Das SQFlex-System von Grundfos im Querschnitt

 

Ein Beispiel aus Uganda

Das „Rhino Camp“ in Uganda ist eines der größten Flüchtlingslager der Welt. In Uganda gibt es mehr als 1 Million Flüchtlinge und jeden Tag kommen weitere hinzu. Allein das Rhino-Camp beherbergt mehr als 100.000 Menschen. Die traditionelle Trinkwasserversorgung per LKW ist im Camp extrem teuer. Für einen 20-Liter-Kanister mussten 540 ugandische Schillinge bezahlt werden, mehr als das Siebenfache der offiziellen Kosten für Wasser, da ein LKW aus Ugandas Hauptstadt Kampala acht Stunden unterwegs ist.

Fast die Hälfte der benötigten täglichen 900.000 Liter pro Tag kamen bisher per LKW in das Rhino-Camp. Deshalb war die Installation eines solargespeisten AQtap mit einer Leistung von 50 Kubikmetern Trinkwasser pro Stunde eine wesentliche Verbesserung. Dies ist nur ein Beispiel von zahlreichen möglichen Einsätzen.

Obwohl Grundfos 95 Prozent seines Umsatzes mit traditionellen Pumpensystemen erzielt, sieht das Unternehmen seine soziale Aufgabe darin, einen verantwortungsvollen Beitrag zur Umwelt und für die Wasserversorgung überall auf der Welt zu leisten. Wenn Trinkwasser ausreichend vorhanden ist, aufgrund krimineller Strukturen aber nur vollkommen überteuert für die Menschen erhältlich ist, offeriert das Unternehmen Lösungen, um eine sichere Versorgung ohne Korruption zu bieten. Produkte wie der AQtap Wasserspender, der als Wasserkiosk beispielsweise mit Solarstrom eingesetzt wird, sind kein profitables Geschäft sondern Teil des sozialen Engagements.

 

Effektive Wasseraufbereitung – nicht nur für Afrika

Mit dem System SQFlex offeriert Grundfos Wasserversorgungs-Anlagen für die Photovoltaik ebenso wie für die Nutzung der Windenergie. Das Programm besteht aus elf Pumpengrößen. Fünf Exzenterschneckenpumpen für Anwendungen mit hohem Druckbedarf bei geringerer Fördermenge und sechs Kreiselpumpen für hohen Volumenstrom bei geringerer Förderhöhe. Die SQFlex ist jedoch mehr als nur eine Pumpe – es ist ein anschlussfertiges, intelligentes Komplettsystem. Aufgrund der eingebauten Steuerungselektronik ist es möglich, jede Lösung ohne die zusätzliche Nutzung eines externen Wechselrichters sowohl im Gleichstromnetz wie auch im Wechselstromnetz einzusetzen.

Die Solarmodule und/oder die Windkraftanlage werden auf die Wetterverhältnisse des jeweiligen Standortes angepasst. Der optional verfügbare Akkumulator kann zur temporären Speicherung der überschüssigen Energie eingesetzt werden.

Die Ultrafiltrationsanlage AQpure stellt sicher, dass potenziell verunreinigtes Oberflächen- und Flusswasser aufbereitet wird und Trinkwasserqualität erreicht. Das modulare Konzept ermöglicht eine spezifische Anpassung an die lokal vorliegende Rohwasserqualität. AQpure überwacht sich selbst, inklusive regelmäßiger Reinigungszyklen. Eine Fernüberwachung durch das Grundfos Remote Management (GRM) ist möglich.

Übrigens: Obwohl die öffentliche Stromversorgung in Deutschland gut ausgebaut ist, gibt es auch im ländlichen Raum durchaus Standorte ohne elektrischen Netzstrom. Auch hier bieten SQflex und AQpure eine probate und praktische Lösung.

 

Das SQFlex-System fördert Wasser, indem es sowohl über Sonnen- als auch über Windenergie betrieben werden kann.

Das SQFlex-System fördert Wasser, indem es sowohl über Sonnen- als auch über Windenergie betrieben werden kann.

 

Dirk Schmitz, Manager Communication & PR DACH


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5. März 2019


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