Präsentismus / Immer mehr kommen krank zur Arbeit

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Wer sich bewegt, fühlt sich besser

Verhängnisvolles Phänomen: Präsentismus / Immer mehr kommen krank zur Arbeit

Nachdem mehr als die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland krank zur Arbeit geht, reichen reichlich gefüllte Obstschalen oder Massagen einmal im Monat als Präventivmaßnahmen nicht aus, um ein besseres Wohlbefinden bei Mitarbeitern am Arbeitsplatz zu schaffen.

Laut den Ergebnissen der aktuellen Studie „Gute Ergebnisse durch mehr Bewegung“, die von Fellowes in Auftrag gegeben und von dem Forschungsinstitut Loudhouse durchgeführt worden ist, sind 71 Prozent der Beschäftigten davon überzeugt, dass vorbeugende und langfristig ausgerichtete Initiativen erfolgsentscheidender für ein gesteigertes Wohlbefinden am Arbeitsplatz sind als kurzfristige, übereilte Maßnahmen. Das bedeutet konkret, dass Arbeitnehmer ganzheitliche Programme mit gut durchdachten Maßnahmen benötigen, die auch einen Langzeiteffekt haben. Denn immerhin spornt ein gutes Wohlbefinden Mitarbeiter an, bessere Leistungen zu erbringen, die sich folglich auch auf die Geschäftsziele des Unternehmens positiv auswirken.

Das Phänomen Präsentismus

Krankheitsbedingte Ausfälle gekoppelt mit verminderten Arbeitsleistungen von Mitarbeitern aufgrund eines angeschlagenen Gesundheitszustandes haben erhebliche Auswirkungen auf die Produktivität. In Zahlen ausgedrückt kostet es europäische Unternehmen jährlich 73 Milliarden Euro. Auch wenn das Engagement der Arbeitnehmer löblich ist, hat die Einstellung, auch krank zu arbeiten und schlechte Arbeitsleistungen in Kauf zu nehmen, negative Folgen – für Arbeitgeber und -nehmer. Anstatt sich auszukurieren, verzögern sie durch ihre Anwesenheit am Arbeitsplatz ihren Genesungsprozess und gefährden bei ansteckenden Infektionskrankheiten sogar ihre Kollegen. Dieses Phänomen nennt sich Präsentismus und ist ein Ergebnis des stetig zunehmenden Leistungsdrucks in unserer Gesellschaft. Jeder vierte Beschäftigte lebt nach eigenen Angaben zu Hause gesund, kann diese gesunde Lebensweise jedoch nicht in seinen Arbeitsalltag übertragen. Ein Grund dafür ist die Arbeitsumgebung. Es gibt oft nicht die Möglichkeit, aktiv zu sein. Dabei wünschen sich mehr als die Hälfte der Beschäftigten, am Arbeitsplatz aktiver sein und sich mehr bewegen zu können. 62 Prozent der Arbeitnehmer sagen, dass  ihre Aufmerksamkeit mit zunehmender Arbeit am Schreibtisch ohne Bewegungspausen leidet. Steven Bowden, Ergonom und Vordenker für das aktive Arbeiten, bestätigt diese Aussage: „Wenn wir uns bewegen, fühlen wir uns besser. Wir können Stress abbauen, wir haben mehr Energie, die unser Gehirn versorgt. Wenn wir uns tagsüber mehr bewegen, bringt das viele Vorteile.“

Besprechungen, die im Stehen abgehalten werden, sorgen für attraktive Abwechslungen im Büroalltag und verhindern körperliche Beschwerden.

Besprechungen, die im Stehen abgehalten werden, sorgen für attraktive Abwechslungen im Büroalltag und verhindern körperliche Beschwerden.

Die Leiden der Arbeitnehmer in Zahlen

Der menschliche Körper ist für Bewegung geschaffen. Andernfalls drohen erhebliche Gesundheitsprobleme wie erhöhter Cholesterinspiegel oder hoher Blutdruck. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern leiden Beschäftigte in Deutschland am häufigsten unter Rücken- (43 Prozent) und Nackenschmerzen (38 Prozent) sowie Schulterverspannungen (34 Prozent). Zudem treten bei fast jedem Vierten Augenreizungen und Kopfschmerzen aufgrund von mangelndem Wohlbefinden am Arbeitsplatz auf. Über die Ursachen sind sich die Beschäftigten durchaus bewusst: So geben Arbeitnehmer an, dass sie häufig eine falsche Sitzhaltung einnehmen (57 Prozent) und lange ununterbrochen Sitzen (49 Prozent).

Die ideale ergonomische Arbeitsumgebung

Um Präsentismus entgegenzuwirken und das Wohlbefinden der Mitarbeiter zu verbessern, stehen Arbeitgeber in der Pflicht, gesündere Arbeitsumgebungen zu schaffen. Der Maßnahmenkatalog sollte umfangreich sein und beispielsweise die Einführung von ergonomischen Produkten wie etwa Fuß-
stützen, Rückenstützen, Handgelenkauflagen, Monitorständer und Sitz-Steh-Schreibtischen beinhalten. Diese unterstützen die natürliche Körperhaltung beim Arbeiten am Schreibtisch. Das Management sollte jedoch auch eine proaktivere Haltung einnehmen und Mitarbeiter zu mehr Bewegung anregen, wie zum Beispiel: alle 20 Minuten eine Bildschirmpause einlegen und aufstehen, Besprechungen im Stehen abhalten, Plakate zur Erinnerung an mehr Bewegung am Arbeitsplatz oder mit Übungen am Schreibtisch aufhängen, Kollegen auch mal für einen Austausch am Arbeitsplatz aufsuchen statt nur per E-Mail oder telefonisch zu kommunizieren oder ein Fahrstuhl-„Verbot“ verhängen und anregen, die Treppen zu benutzen. Jeder sollte mindestens zwei Stunden Stehzeit am Tag erreichen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, um bei allen Beteiligten ein Umdenken anzustoßen und neue, gesündere Gewohnheiten am Arbeitsplatz voranzutreiben, sie müssen nur eingeführt und (vor)gelebt werden.

Ein regelmäßiger Wechsel der Arbeitshaltung beugt Gesundheitsrisiken wie Verspannungen vor, die sich bei Stress und sehr langen Arbeitszeiten viel schneller entwickeln können. Von Vorteil ist es, wenn sich der Arbeitsplatz durch entsprechendes Equipment dieser Arbeitshaltung wunschgemäß anpassen lässt und robust genug ist, um sich auch stehend in entspannter Weise darauf abstützen zu können.

Ein regelmäßiger Wechsel der Arbeitshaltung beugt Gesundheitsrisiken wie Verspannungen vor, die sich bei Stress und sehr langen Arbeitszeiten viel schneller entwickeln können. Von Vorteil ist es, wenn sich der Arbeitsplatz durch entsprechendes Equipment dieser Arbeitshaltung wunschgemäß anpassen lässt und robust genug ist, um sich auch stehend in entspannter Weise darauf abstützen zu können.


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19. Februar 2018


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