Den Stakeholdern im Entwicklungsprozess war wichtig, dass zukünftig die Energie im Quartier selbst regenerativ produziert wird und über ein intelligentes Zirkulationssystem in allen Gebäuden und auf den Außenanlagen genutzt werden kann.

Den Stakeholdern im Entwicklungsprozess war wichtig, dass zukünftig die Energie im Quartier selbst regenerativ produziert wird und über ein intelligentes Zirkulationssystem in allen Gebäuden und auf den Außenanlagen genutzt werden kann.

Ein Stadtquartier steckt voller Innovationen

Der Mensch im Mittelpunkt / So gelingt in Düren ein Konzept für alle Ansprüche

Innenstädte für die Menschen und Bürger lebenswert, grüner und nach klimaneutralen Gesichtspunkten zu gestalten, ist aktuell eines der Topthemen in der Stadtentwicklung. Konzepte wie Smart oder Circular Cities, die die regionale Wirtschaft mit zirkulärer Ver- und Entsorgung, intelligenter Mobilität, aktivem Klimaschutz und Vorsorge gegen die Auswirkungen des Klimawandels vereinen, stehen in vielen Rathäusern, Gemeinderäten und kommunalen Gremien ganz oben auf der Tagesordnung. Wie kann es gelingen, solche visionären Ansätze in die Praxis umzusetzen? Was sind kritische Erfolgsfaktoren und gibt es schon Erfahrungen, die man nutzen kann?

 

Das Beispiel der Stadt Düren im rheinischen Revier zeigt, wie ein partizipativer Ansatz, der alle Beteiligten von Anfang an in den Entwicklungsprozess einbezieht, genau das auch unter den schwierigen Herausforderungen des laufenden Strukturwandels leisten kann. Hier entsteht rund um den Dürener Hauptbahnhof ein Innovationsquartier, das intelligente, nachhaltige Wissensgebäude mit smarten Mobilitätskonzepten, zirkulärer Wirtschaft und CO2-neutraler Energieversorgung verbindet und für das bislang strukturell unterentwickelte Gebiet eine ganz neue Perspektive schafft. Mitten in der Stadt entsteht eine hochattraktive, lebenswerte und klimafreundliche Wohn- und Arbeitsumgebung mit konkreten Mehrwerten für zukunfts- und wettbewerbsfähige Unternehmen, die neue Arbeitsplätze schaffen.

 

Im Quartier sollen neue, attraktive Fortbewegungsalternativen – zum Beispiel über Mobility Hubs, Shared Mobility und Smart Vehicles – geschaffen werden.

Im Quartier sollen neue, attraktive Fortbewegungsalternativen – zum Beispiel über Mobility Hubs, Shared Mobility und Smart Vehicles – geschaffen werden.

 

Partizipation ermöglicht Synergien

Ausgangspunkt in Düren war die Überlegung, dass der Mensch im Mittelpunkt stehen muss, wenn eine solche Vision mit Leben erfüllt werden soll. Nach dem Vorbild des „Human Centered Design“ lud die Stadt Anwohner und zukünftige Nutzer, ansässige Unternehmen, innovative Startups und Vor-Ort-Initiativen sowie erfahrene Experten aus Stadtentwicklung, Digitalisierung, Kultur und Nachhaltigkeit dazu ein, gemeinsam ein neues Innenstadtkonzept zu erarbeiten. Moderiert wurde der Entwicklungsprozess von der CARPUS + Partner AG, einem international tätigen Beratungs- und Planungsunternehmen, das sich auf die Entwicklung visionärer Gebäude, Infrastrukturen und lebenswerter Städte für eine nachhaltige, wissensintensive und diversifizierte Wirtschaft spezialisiert hat. „Der gemeinsame Entwicklungsprozess mit allen Stakeholdern und Beteiligten war extrem wertvoll. Durch das Zusammenbringen ganz unterschiedlicher Bedürfnisse, Perspektiven und interdisziplinärer Kompetenzen konnten gleich zu Beginn Synergien identifiziert und konkretisiert werden, welche die weitere Planung erheblich vereinfacht haben,“ berichtet Christian Hüschelrath von den Erfahrungen.

 

Für das Innovationsquartier ist flächendeckend eine umweltschonende und klimaneutrale E-Ladeinfrastruktur geplant.

Für das Innovationsquartier ist flächendeckend eine umweltschonende und klimaneutrale E-Ladeinfrastruktur geplant.

 

Circular Economy als Motor für Innovationen

Die Kreislaufwirtschaft bietet immense Chancen und Potentiale sowohl für die Entwicklung neuer wie auch bestehender Quartiere. Der Wandel der Wirtschaft von einem linearen System hin zu einem kontinuierlichen Kreislauf findet auch im Dürener Quartiersdesign Anwendung: Ziel ist der Werterhalt jeder Ressource im städtischen Maßstab. Für die energieeffizient gestalteten Gebäude werden im Innen- wie im Außenraum ausschließlich gesunde Materialien und nachhaltige Baustoffe verwendet und in einer Materialdatenbank für die Rückverfolgbarkeit und Wiederverwendung erfasst. Jedes Element, sei es Material oder Bauteil, wird am Ende der Nutzungsphase in seinen technologischen oder biologischen Kreislauf zurückgeführt. Energie wird im Quartier selbst regenerativ produziert und über ein intelligentes System zirkuliert, von dem alle Nutzer im Gebäude, auf den Außenanlagen oder in Form von Mobilitätsangeboten profitieren. Vor Ort integriertes Abfallrecycling reduziert die notwendige Deponierung und damit den Ausstoß von Treibhausgasen. Im Innovationsquartier Düren sorgen örtlich geschlossene hydrologische Kreisläufe und eine gezielte Oberflächen-, Gebäude- und Dachbegrünung bei gleichzeitig minimierter Flächenversiegelung für eine effiziente, nachhaltige und ressourcenschonende Wassernutzung. Damit werden auch Hitzerisiken und Gefahren von Starkregenereignissen reduziert. Mit solchen multifunktionalen Blauen und Grünen Infrastrukturen können Stadtquartiere besser mit den Folgen des Klimawandels umgehen und die Lebensqualität für die Bewohner aktiv verbessern.

 

Der Mensch im Mittelpunkt: Nach dem Vorbild des „Human Centered Design“ entsteht in Düren mit dem Innovationsquartier ein visionäres und nachhaltiges Konzept für eine lebenswerte Innenstadt.

Der Mensch im Mittelpunkt: Nach dem Vorbild des „Human Centered Design“ entsteht in Düren mit dem Innovationsquartier ein visionäres und nachhaltiges Konzept für eine lebenswerte Innenstadt.

 

Soziale Aspekte der Digitalisierung

In vielen Bereichen unseres alltäglichen Lebens werden immer größere Datenmengen produziert und auch im Innovationsquartier werden zahlreiche Informationen zur Versorgung, Nutzung und Auslastung sensorgestützt erfasst. Das ermöglicht nicht nur die zentrale Steuerung der vernetzten, intelligenten Gebäude sowie der Ver- und Entsorgungsprozesse in Echtzeit, sondern bietet vor allem auch die Chance, Digitalisierung und smarte Technologien zur Verbesserung sozialer Aspekte und der Lebensqualität von Bürgern zu entwickeln. Vernetzung, Kommunikation und die Schaffung neuer Services, wie zum Beispiel Room Sharing oder die gemeinsame Nutzung digitaler Plattformen, stehen dabei im Fokus. Auch für zukunftsweisende und planerische Entscheidungen werden aktuelle und relevante Informationen benötigt. Im Innovationsquartier Düren unterstützt der Urban Digital Twin die Quartiersplanung, indem er Entscheidungen, Szenariomodellierung und Prognosen auf der Basis von Echtzeitdaten und mithilfe der Nutzung von künstlicher Intelligenz (KI) ermöglicht. Das Zusammenführen der Quartiersdaten im digitalen Zwilling schafft höchstmögliche Transparenz und die Informationen können zentral genutzt und visualisiert werden.

 

Digitalisierung: Die digitale Infrastruktur wird alle Funktionsbereiche vernetzen und nutzt smarte Technologien für die intelligente Gebäudesteuerung, innovative Services und soziale Interaktion.

Digitalisierung: Die digitale Infrastruktur wird alle Funktionsbereiche vernetzen und nutzt smarte Technologien für die intelligente Gebäudesteuerung, innovative Services und soziale Interaktion.

 

Menschen bewegen

Die unmittelbaren Anbindungen des weitgehend autofreien Innovationsquartiers sowohl an den Dürener Hauptbahnhof wie auch an die Innenstadt machen den Standort lokal, regional und überregional für Bewohner ebenso wie für Unternehmen attraktiv.
Eine zentrale Fuß- und Radwegpromenade verbindet das Quartier direkt mit der Innenstadt, nicht-motorisierte Verkehre werden priorisiert und neue, attraktive Fortbewegungsalternativen – zum Beispiel über Mobility Hubs, Shared Mobility und Smart Vehicles – geschaffen. Auch bei der Quartierslogistik liegt der Fokus auf umweltschonenden und klimaneutralen Transportwegen.

 

Klimaschutz: Die geplante Quartiersgestaltung aus gesunden Materialien und nachhaltigen Baustoffen sowie die CO2-neutralen Ver- und Entsorgungskreisläufe tragen zu Klimaschutz und hoher Lebensqualität bei.

Klimaschutz: Die geplante Quartiersgestaltung aus gesunden Materialien und nachhaltigen Baustoffen sowie die CO2-neutralen Ver- und Entsorgungskreisläufe tragen zu Klimaschutz und hoher Lebensqualität bei.

 

Vielfalt schafft Innovation

Die Kombination aus partizipativem Prozess, zirkulär-wirtschaftlicher Ausrichtung, Einbindung sozialer und ökologischer Zielsetzungen sowie die Nutzung vorhandener Daten und digitaler Prognosemodelle machen das „Smart Circular Quarter“ wegweisend als innovative Herangehensweise für eine zukunftsgerichtete und nachhaltige Stadtplanung auch in anderen Bundesländern, Städten und Gemeinden. Als mitwachsendes Konzept kann es skaliert und erweitert werden, so dass Stadtplaner flexibel auf die aktuellen und zukünftigen Bedürfnisse der Bürger reagieren können.

 

Die Kombination aus partizipativem Prozess mit zirkulär-wirtschaftlicher Ausrichtung und gleichermaßen sozialer wie ökologischer Zielsetzung machen das „Smart Circular Quarter“ wegweisend als innovative Herangehensweise für eine zukunftsgerichtete und nachhaltige Stadtplanung.

Die Kombination aus partizipativem Prozess mit zirkulär-wirtschaftlicher Ausrichtung und gleichermaßen sozialer wie ökologischer Zielsetzung machen das „Smart Circular Quarter“ wegweisend als innovative Herangehensweise für eine zukunftsgerichtete und nachhaltige Stadtplanung.

 


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52074 Aachen

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5. Oktober 2022


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