Der Ipf bei Bopfingen war ein frühkeltischer Zentralort am Rand der Ostalb (im Ostalbkreis), am Westrand des Nördlinger Ries'.

Der Ipf bei Bopfingen war ein frühkeltischer Zentralort am Rand der Ostalb (im Ostalbkreis), am Westrand des Nördlinger Ries'.

26. Februar 2024

Baden-Württemberg ist Keltenland

Spannende Projekte machen die reiche Geschichte in Zukunft erlebbar

Die keltische Kultur hat Baden-Württemberg über acht Jahrhunderte lang geprägt. Ihre Spuren sind im ganzen Land zu finden: vom Rhein bis an Donau und Iller und vom Bodensee bis an Tauber, Jagst und Kocher.

Eine der bedeutendsten keltischen Hinterlassenschaften Europas, die oberhalb der Donau gelegene Heuneburg, wird in den nächsten Jahren zu einer neuartigen Kelten- und Naturerlebniswelt ausgebaut.
Die baden-württembergische Landesregierung nahm dies zum Anlass, um auch andere keltische Fundstätten und Museen im Land in den Blick zu nehmen. Diese Bemühung findet ihren Ausdruck in der Konzeption „Keltenland Baden-Württemberg“.

Ihr Ziel ist die signifikante Steigerung der Wahrnehmung der Kelten und ihrer historischen Bedeutung für Baden-Württemberg. Schon jetzt gibt es in den Landesmuseen und an zahlreichen Fundstätten viele keltische Zeugnisse zu sehen. Dieses reiche Erbe sichtbar zu machen, ist die zentrale Aufgabe der Keltenkonzeption.

Das Leben der Kelten sichtbar machen: Das nachgebaute Gehöft steht im Freibereich des Keltenmuseums Hochdorf/Enz.

Das Leben der Kelten sichtbar machen: Das nachgebaute Gehöft steht im Freibereich des Keltenmuseums Hochdorf/Enz.

Seit dem Auftakt im Jahr 2019 ist viel passiert: Neben dem Landesmuseum Württemberg und der Heuneburg befinden sich am Heidengraben, am Ipf, im Keltenmuseum Hochdorf, im Franziskanermuseum Villingen-Schwenningen, im Archäologischen Museum Colombischlössle in Freiburg, am Heiligenberg in Heidelberg und im Kurpfälzischen Museum Projekte zur besseren Vermittlung des keltischen Erbes in der Umsetzung. Die Bandbreite reicht von neuen Erlebniszentren und Museumsangeboten bis zu Sanierungsmaßnahmen und virtuellen Angeboten.

Die eigens für die Keltenkonzeption eingerichtete Homepage www.keltenland-bw.de ist ein weiterer Baustein für die Sichtbarmachung der keltischen Vergangenheit Baden-Württembergs. Sie bietet eine spannende Reise durch 800 Jahre Kulturgeschichte und schürt die Vorfreude auf das, was mithilfe des Landes gerade an mehreren Keltenstätten in Baden-Württemberg entsteht.
Symbol und Logo des Keltenlandes ist der Silberring von Epfendorf-Trichtingen. Das mehr als 2000 Jahre alte Fundstück gilt als eines der beeindruckendsten Zeugnisse der Keltenzeit im deutschen Südwesten. Die Janusköpfigkeit des Logos mit seinen sich gegenseitig anschauenden Gesichtern spiegelt das in der Keltenkonzeption zentrale Thema der Kommunikation von Vergangenheit und Gegenwart wider. Die Abstimmung und Vernetzung der Keltenstätten untereinander soll Basis für ein gemeinsames, landesweites Konzept zur touristischen Vermarktung und zur Schaffung schulischer und außerschulischer Bildungsangebote sein.

Gräberfeld beim Burrenhof: Der Heidengraben auf der Schwäbischen Alb im Landkreis Reutlingen zählt zu den fünf bedeutendsten Keltenstätten in Baden-Württemberg.

Gräberfeld beim Burrenhof: Der Heidengraben auf der Schwäbischen Alb im Landkreis Reutlingen zählt zu den fünf bedeutendsten Keltenstätten in Baden-Württemberg.

Landesmuseum Württemberg in Stuttgart ist Schaufenster der Keltenkonzeption

Mit dem Projekt „Zeit | Reise – Keltenland digital“ möchte das Landesmuseum Württemberg zu einer digitalen Reise einladen, bei der Besucher in historische Lebenswelten eintauchen und die längst vergangene Epoche der Kelten kennenlernen. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst unterstützt das Projekt mit einer Förderung.

Im Alten Schloss in Stuttgart wird bereits seit 2021 mithilfe von interaktiven Medieneinheiten die Brücke geschlagen von den einzigartigen Sammlungen des Landesmuseums zu den Fundstätten und Regionen des Keltenlandes Baden-Württemberg. Das Projekt „Zeit | Reise – Keltenland digital“ ist die Weiterentwicklung der bestehenden digitalen Formate des Landesmuseums. Hier sollen neue Wege der Kulturvermittlung etabliert werden. Durch den Einsatz großformatiger Projektionen können Besucher das Keltenland Baden-Württemberg auf ganz neue Weise kennenlernen.

Ein Startbildschirm wird der Orientierung dienen und vermittelt die grundlegenden Basisinformationen. Nach der Auswahl des „Reiseziels“ tauchen Nutzer in die virtuellen Landschaften oder Bildcollagen ein und bekommen Einblicke in das Leben der Kelten vor mehr als 2000 Jahren. Für die Landschaftspanoramen, Fundlandschaften und Lebenswelten werden insbesondere die Orte als Grundlage dienen, die bereits fester Bestandteil des Keltenlandes Baden-Württemberg sind.

Der Silberring von Trichtingen ist Symbol und Logo des Keltenlandes. Das mehr als 2000 Jahre alte Fundstück gilt als eines der beeindruckendsten Zeugnisse der Keltenzeit im deutschen Südwesten.Der Ring wurde 1928 in einem DrainageGraben bei Trichtingen (Landkreis Rottweil) gefunden. Man ordnet ihn in die Latènezeit ein.

Der Silberring von Trichtingen ist Symbol und Logo des Keltenlandes. Das mehr als 2000 Jahre alte Fundstück gilt als eines der beeindruckendsten Zeugnisse der Keltenzeit im deutschen Südwesten. Der Ring wurde 1928 in einem DrainageGraben bei Trichtingen (Landkreis Rottweil) gefunden. Man ordnet ihn in die Latènezeit ein.

 

Weitere Informationen zur keltischen Geschichte unter:

www.keltenland-bw.de   und   www.landesmuseum-stuttgart.de

Der Silberring von Trichtingen ist ein großer Anziehungspunkt für Ausstellungsbesucher.

Der Silberring von Trichtingen ist ein großer Anziehungspunkt für Ausstellungsbesucher.

Im Alten Schloss in Stuttgart ist das Landesmuseum Württemberg untergebracht.

Im Alten Schloss in Stuttgart ist das Landesmuseum Württemberg untergebracht.


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