Die Initiative BioBitte soll Wege aufzeigen, wie der Anteil der Bio-Lebensmittel in der öffentlichen Außer-Haus-Verpflegung auf 20 Prozent steigen kann. Darüber hinaus stellt sie Einrichtungen, Kommunen und Akteure vor, die bereits erfolgreich den Schritt in die Bio-Küche gewagt haben.

Die Initiative BioBitte soll Wege aufzeigen, wie der Anteil der Bio-Lebensmittel in der öffentlichen Außer-Haus-Verpflegung auf 20 Prozent steigen kann. Darüber hinaus stellt sie Einrichtungen, Kommunen und Akteure vor, die bereits erfolgreich den Schritt in die Bio-Küche gewagt haben.

Ausgewogen, lecker und nachhaltig

Mehr Bio für öffentliche Küchen

Bio-Produkte gehören in vielen Familien heute zum Alltag. Dabei nimmt das Interesse von Jahr zu Jahr zu. 2020 lag der Bio-Umsatz in Deutschland bei fast 15 Milliarden Euro und war damit 22 Prozent höher als 2019. Trotzdem sind ökologisch angebautes Gemüse und Bio-Fleisch bis heute in vielen öffentlichen Kantinen noch nicht angekommen.

Wer auf Krankenhauskost angewiesen ist oder täglich in die Schulkantine geht, sucht oft vergeblich nach schmackhaften Bio-Mahlzeiten. Das will die Initiative BioBitte im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft ändern. Das Projekt soll Wege aufzeigen, wie der Anteil der Bio-Lebensmittel in der öffentlichen Außer-Haus-Verpflegung auf 20 Prozent steigen kann. Handlungshilfen, Hintergrundinformationen und Netzwerk-Veranstaltungen unterstützen sowohl die Leitungsebene in den Kommunen also auch die Mitarbeitenden in den Fach- und Vergabereferaten auf diesem Weg.

 

Mit gutem Beispiel vorangehen

Die Initiative BioBitte stellt außerdem Einrichtungen, Kommunen und Akteure vor, die bereits erfolgreich den Schritt in die Bio-Küche gewagt haben. Denn nichts überzeugt mehr als gute Vorbilder. Sie verdeutlichen, dass alles machbar und weit weniger kompliziert ist, als befürchtet. Zu den guten Vorbildern gehört unter anderem die Landeshauptstadt Stuttgart. Die beiden Betriebsrestaurants „Schwabenzentrum“ und „Rathaus“ erhielten bereits 2013 das Bio-Zertifikat. Seit damals beträgt der Anteil der Bio-Lebensmittel zwischen zehn und 15 Prozent. 2021 soll die 20-Prozent-Marke überschritten werden. In Berlin ist man noch einen Schritt weitergegangen. Dort will man in den städtischen Kitas noch in diesem Jahr die 50-Prozent-Marke erreichen. Weitere gute Beispiele sind die Fachakademie EVM in Nürnberg, die Karlskantine im technischen Rathaus von Nürnberg und die Rathaus-Kantine in München. Insgesamt stellt BioBitte rund 20 Beispiele guter Praxis aus ganz Deutschland vor.

Bei BioBitte-Veranstaltungen erhalten Kommunen von Praxisvertretern und Experten nützliches Wissen und hilfreiche Tipps zum Einsatz von Bio-Lebensmitteln in öffentlichen Küchen.

Bei BioBitte-Veranstaltungen erhalten Kommunen von Praxisvertretern und Experten nützliches Wissen und hilfreiche Tipps zum Einsatz von Bio-Lebensmitteln in öffentlichen Küchen.

Umstellung Schritt für Schritt

Wie wichtig diese „guten Vorbilder“ sind, ist an der Region Neckar-Odenwald erkennbar. Dort wollen die Entscheidungsträger die Außer-Haus-Verpflegung mit Bio-Lebensmitteln ergänzen. Es reicht jedoch nicht aus, die Einkaufslisten neu zu überarbeiten, denn bei einer Umstellung muss einiges beachtet werden, zum Beispiel Einkauf und Rezeptentwicklung. Neckar-Odenwald wurde 2018 zu einer der ersten vier Bio-Musterregionen Baden-Württembergs. Ziel der Bio-Musterregionen ist es, die regionale Wertschöpfung von der Erzeugung über die Verarbeitung bis hin zur Vermarktung und der Außer-Haus-Verpflegung in den Regionen zu steigern und den Ökolandbau zu fördern. In der Region Neckar-Odenwald wirtschaften rund sechs Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe ökologisch – trotzdem kamen die Produkte in den öffentlichen Küchen nicht an. Bei einer digitalen Initialveranstaltung im Mai 2021 mit rund 20 Teilnehmenden wurde besprochen, wie sich das ändern kann. Dabei blickte man auch auf die bisher bekannten „guten Beispiele“ und ließ sich von den Erfahrungen inspirieren. Der Prozess geht weiter und eine weitere Veranstaltung folgte im Juli.

Bio kann jeder

Ein weiteres Projekt spricht unter dem Slogan „Bio kann jeder“ vor allem Lehrer und Pädagogen von Kitas und Schulen an. In einer langen Reihe von Workshops, die in jedem Bundesland sowohl in der Stadt als auch in ländlichen Gegenden organisiert werden, können sich Entscheidungsträger und Verantwortliche über alle Möglichkeiten zum Bio-Einsatz informieren.

Manche Workshops finden auch direkt auf Bio-Bauernhöfen statt. Dabei werden alle Fragen rund um die Kita- und Schulverpflegung besprochen.

Was schmeckt Kindern? Wie mit Allergien und Unverträglichkeiten umgehen? Wie kann man die Kinder miteinbeziehen?

Wichtig ist dabei, dass die öffentlichen Küchen natürlich alle vorgegebenen Regeln einhalten müssen und außerdem die Kosten nicht aus den Augen verlieren dürfen. Denn natürlich muss die Ernährung der Kinder den DGE-Qualitätsstandards entsprechen, während das vorhandene Budget nicht überschritten werden darf. Ein wichtiges Stichwort ist hier die regionale Wertschöpfungskette.

Ökologische Landwirtschaft macht am meisten Sinn, wenn die Produkte auch in der Region bleiben. Wer Transport einspart, spart auch an der CO2-Bilanz. Gleichzeitig können die öffentlichen Küchen jedoch auch Kosten einsparen, wenn sie bewusst das regionale Angebot im Auge behalten.

Ziel der Bio-Musterregionen ist es, die regionale Wertschöpfung von der Erzeugung über die Verarbeitung bis hin zur Vermarktung und der Außer-Haus-Verpflegung in den Regionen zu steigern und den Ökolandbau zu fördern.

Ziel der Bio-Musterregionen ist es, die regionale Wertschöpfung von der Erzeugung über die Verarbeitung bis hin zur Vermarktung und der Außer-Haus-Verpflegung in den Regionen zu steigern und den Ökolandbau zu fördern.

Weitere Informationen über die Projekte und über aktuelle Veranstaltungstermine finden Interessierte auf den Internetseiten:

www.bio-bitte.info

www.biokannjeder.de

www.oekolandbau.de/ausser-haus-verpflegung/stadt-land-und-bund/bio-bitte/die-initiative


Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung Logo

Deichmanns Aue 29
53179 Bonn

Tel. Tel.: +49 228 6845 3280
E-Mail. boeln@ble.d
Web. www.bundesprogramm.de
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