4. März 2024

Wirtschaftsministerium startet Industrie-Infoveranstaltungen zum Wasserstoffzentrum (WTAZ)

Gespräche über eine Beteiligung der Privatwirtschaft

MÜNCHEN Die Konzeption des Wasserstofftechnologie- und Anwenderzentrums (WTAZ) in Pfeffenhausen ist vom leitenden Konsortium finalisiert und vorgelegt worden. Das Finanzierungskonzept für das WTAZ sieht auch eine Beteiligung aus der Privatwirtschaft vor. Deshalb hat das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie damit begonnen, Industrie, Mittelstand und Kleinunternehmen an einen Tisch zu bringen und Informations- sowie Sondierungsgespräche zur Ausgestaltung zu führen.

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Gespräche über eine Beteiligung der Privatwirtschaft am WTAZ in Pfeffenhausen sind erfolgreich gestartet. Es zeigt sich ein großes Interesse der Industrie. Die Gespräche werden in den kommenden Wochen fortgeführt. Vertiefende Anschlussgespräche über Details zu den Beteiligungen werden vor Ort im Markt Pfeffenhausen stattfinden.“

Die Schwerpunkte des WTAZ liegen bei Wasserstoffantrieben und Betankungstechnik für den Schwerlast- und Kurzstrecken-Luftverkehr. Als Betriebsmittel stehen Flüssigwasserstoff (LH2), kryokomprimierter (CRYOGAS, CcH2) und gasförmiger Wasserstoff (CGH2) zur Verfügung. Das WTAZ in Niederbayern soll Zulieferer, Start-ups und Fahrzeugentwickler unterstützen. Den Wasserstoff liefert der benachbarte HyBayern Elektrolyseur, der kurz vor seiner Inbetriebnahme steht. „Auf diese Weise stellen wir den benötigten Wasserstoff umweltfreundlich und direkt vor der Haustür zur Verfügung“, erklärt Aiwanger.

Zuletzt hatten Meldungen aus Berlin für Ärger gesorgt, dass aufgrund von Complianceprüfungen im zuständigen Bundesministerium die zugesagten Fördermittel für Wasserstoffprojekte vorübergehend auf Eis gelegt wurden. Wirtschaftsminister Aiwanger fordert deshalb vom Bund, hier schnellstmöglich für Klarheit und Investitionssicherheit zu sorgen.


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15. April 2024


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